Sonntag, 16. Dezember 2018

 
Dienstag, 31. Juli 2018

BELGERN-SCHILDAU

Premieren beim TNT in Schildau

Start im Seebad.Foto: Sven Hampisch

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Von 11 bis nach 20 Uhr war das Seebad Schildau am Sonnabend Hotspot für Ausdauerathleten. Einzelzeitfahren, Triathlons und Skaterwettbewerb verlangen Aktiven und Organisatoren alles ab.

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Norbert Lange war es am Sonnabend vorbehalten, den sportlichen Schlusspunkt unter die diesjährige Auflage des Sparkassen Triathlon Neumühler Teiche (TNT) zu setzen. Als der Zinnaer um 20.10 Uhr die Zeitmessung am Buswartehäuschen des Schildauer Seebades passierte, waren damit neun Stunden unterschiedlicher Wettkämpfe mit mehr als 100 Athletinnen und Athleten Geschichte.


Begonnen hatte der Tag mit einer Premiere. Erstmals im Rahmen des TNT gab es ein Einzelzeitfahren. Im Halb-Minuten-Takt gingen dabei ingesamt 69 Starter auf die Reise, fünf von ihnen in der Nachwuchswertung. Während die Jugendlichen zehn Kilometer unter die schmalen Pneus nahmen, durften die Großen fünf Runden á fünf Kilometer fahren – eine Runde führte vom Buswartehäuschen Seebad bis nach Staupitz und zurück. Für die Zuschauer war das eine spannende Angelegenheit, denn durch die versetzten Starts gab es nach etwas mehr als sechs Minuten bereits die ersten Durchfahrten, im Start-Zielbereich. Interessant war dabei auch zu beobachten, mit welchen „hochgezüchteten“ Rennmaschinen einige Starter angereist waren. Entsprechen fix waren die Schnellsten dann auch unterwegs. Sieger Tino Beck aus Magdeburg fuhr einen 46er Schnitt und benötigten unter dem Strich 32:02 Minuten für die 25 Kilometer. Bei den Frauen siegte Sam Sandten (37:06). Als bester lokaler Akteur schloss Daniel Blochwitz den Wettkampf als 26. ab (39:15).


In der Jugendwertung setzte sich der Torgauer Jonas Zschiesche   (Team Talkpoint) durch – die zehn Kilometer bewältigte er in 18:46 Minuten, Durchschnittsgeschwindigkeit: fast 32 km/h. Unterwegs war hier auch ein Radfloh, namens Sheldon Wechsung, den seine ebenfalls sportlichen Eltern aus Berlin mitgebracht hatten. 23:57 Minuten brauchte der Sechsjährige, der etwas später erneut in den Blick der interessierten Öffentlichkeit am Seebad geriet. Denn Sheldon nahm am 500-Meter-Bambini-Lauf teil und wurde zweiter. Sieger auf dem Rundkurs um den Parkplatz: Jason Bela aus Eilenburg. Bei den jungen Damen auf dieser Distanz setzt sich übrigens Merle Lehmann aus Taura durch.
Für die etwas größeren Kleinen stand anschließend die Zwei-Kilometer-Distanz auf dem Programm. Hier gab es einen Gastgebersieg – Leon Hagemann kam nach 7:23 Minuten ins Ziel.


Dass die Starterfelder im Nachwuchsbereich diesmal überschaubar blieben, war freilich auch den Temperaturen geschuldet, die in der Mittagszeit bekanntlich ihren Höhepunkt erreichen. Das bekamen ab 15 Uhr auch die fast 50 Triathleten zu spüren, als der Supersprint startete. Die gute Nachricht dabei: niemand blieb auf der Strecke, die stets wachsamen und immer einsatzbereiten Sanitäter mussten nicht entscheidend eingreifen. Nach 300 Metern Schwimmen, 10 Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometern Laufen passierte der Potsdamer Malte Kreibich als erster den Sparkassen-Zielbogen. 32:44 Minuten hatte er gebraucht, die Distanzen dabei in einer Durschnittsgeschwindigkeit von 23,46 km/h hinter sich gebracht. Schnellster Mann aus der hiesigen Region war Mike Wendt aus Mockrehna als 7. in einer Zeit von 39:50 Minuten. Bei den Frauen konnten sich in 40:44 Minuten Jana Schor aus Beucha durchsetzen Uta Richter aus Schöna schaffte es in 50:35 an diesem Tag auf Platz 13.


Interessant, wenn auch am Ende nicht kriegsentscheidend waren die unterschiedlichen Techniken, mit denen die Triathleten auf den niedrigen Wasserstand reagierten. Während beim Hineinlaufen noch ziemlich gleich vom Laufen in den Schwimmbetrieb gewechselt wurde, gab es beim Anlanden vom „Frühläufer“ über den Wechsler (Laufen, Hechtsprung, Laufen…) bis zum Flachwasserschwimmer verschiedene Lösungen zu bestauen – und auch zu bejubeln, denn am Strand des Neumühlenteichs hatten sich am Nachmittag zahlreiche Besucher versammelt.


Die sahen 17 Uhr nicht nur den Start desBreitensport-Triathlons über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Radfahren, sondern registrierten auch, wie sich kurz zuvor Wolken vor die Sonne schoben und den Sportlern ein großen Gefallen taten. 94 Einzelstarterinnen und -starter, sowie 23 Teams, die die Disziplinen unter sich aufteilten, stellten sich dieser Herausforderung. Einmal mehr in Schildau stieg zuerst (wenn auch knapp) Rico Bogen. Der Mann vom LFV Oberholz gab die Führung nicht mehr ab und gewann am Ende in 55:01 Minuten mit fast vier Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Alexander Martin – der als dritter auch schon beim Einzelzeitfahren am Vormittag auf dem Podest gestanden hatte. Bester Mann der Region war Stephan Golatowski in einer Stunde und zwölf Sekunden.


 Bei den Frauen schaffte es Kathrin Bogen ganz nach oben. Die Mutter von Rico Bogen benötigte 1:03:15 Stunden. Einzige Starterin aus der Region war Christiane Rabe, die den Wettkampf als 15. Abschloss (1:24:53).
Die Teamwertung entschied die Mannschaft vom Talk-Point für sich – das Unternehmen engagierte sich übrigens auch als Sponsor umfangreich bei der Veranstaltung. Besetzt war das Trio mit Alexander Klemm, Rene Sachse und Patrick Leuschner (1:02:06).


Weil sich nach der Triathlon-Siegerehrung abzeichnete, dass das Wetter die längste Zeit trocken gewesen sein würde, entschieden die Organisatoren kurzfristig, die Premiere des Inliner-Wettkampfs um eine Viertelstunde nach vorn zu verlegen und die Distanz auf fünf Kilometer zu begrenzen. Eine gute Entscheidung, wie tatsächliche einsetzender Regen und Teilnehmer-Feedback bestätigten. 12:24 Minuten benötigte Nachwuchsskater Matteo Stibenz vom EEC Chemnitz als Erstplatzierter – die Wertung der Frauen gewann Anja Günther in 12:59. Ein Platzierung, die sich für die jungen Leipzigerin noch als sehr wichtig erweisen sollte. Denn nachdem auch das Vater-Tochter-Duo Nico und Lysann Hoffmann sowie der etwas später gestartete Norbert Lange ihre fünf Kilometer abgespult hatten, stand die letzte Siegerehrung des Tages an, und dort wurden nicht nur die Skater geehrt.


Um möglichst viele der Athleten zu Teilnahme an wenigstens zwei Wettkämpfen zu animieren, hatte Organisator Henri Leuschner die Hero-Wertung ins Leben gerufen. Dort hinein zählten alle Ergebnisse des Tages. Zwölf Männer qualifizierten sich für die Wertung, Anton Röthig schaffte es mit Platzierungen im Einzelzeitfahren und beiden Triathlons auf Platz 1 der Superheldenwertung. Superheldin wurde Anja Günther, mit Teilnahmen am Einzelzeitfahren, am Supersprint und am Skater-Wettbewerb.


Mit der Ehrung Superhelden endete auch ein für das Organisations-Team super anspruchsvoller Tag. „Ich bin sehr stolz auf die vielen Helfer, die dafür gesorgt haben, dass alles gepasst hat. Der Zeitplan war so eng getaktet, dass wir uns keine Fehler erlauben durften. Ich gebe gerne auch den Dank vieler Sportler weiter, die bei mir waren, um zu sagen, dass es ihnen sehr gut gefallen hat“, zog Organisator Henri Leuschner einen positiven Schlussstrich unter die 2018er Auflage des TNT.

 

Einzelzeitfahren – 10 Kilometer, Nachwuchs
1. Jonas Zschiesche (Talk-Point) 18:46
2. Fabian Stimmel (Berlin) 19:40
3. Khadra Henke (Torgau) 19:49
 

Einzelzeitfahren – 25 Kilometer, Frauen
1. Sam Sandten (Schindalhauer Gates) 37:06
2. Bianca Hartwig (Potsdam) 39:33
3. Birgit Werske (Team Combase) 41:05
 

Einzelzeitfahren – 25 Kilometer, Männer
1. Tino Beck (Magdeburg) 32:02
2. Enrico Heinowsky (Berlin) 33:03
3. Alexander Martin (Talk-Point) 34:23
 

Staffeltriathlon Volksdistanz
1. Team Talkpoint (Alexander Klemm, Rene Sachse, Patrick Leuschner) 1:02:06
2. Sportpark Oschatz Mix 1 (Lea Marsch, Sascha Bleich, Jamie Rudolf) 1:05:35
3. Dynamo Strelln (Thomas Wettengl, Lea Möritz, Thomas Lässig (1:07:47)
 

Triathlon Volksdistanz Frauen
1. Kathrin Bogen (DHfK Leipzig) 1:03:15
2. Lea Devantier (TC Leipzig) 1:04:36
3. Maja Kaminski (Handwerk LE) 1:08:11
 

Triathlon Volksdistanz Männer
1. Rico Bogen (LFV Oberholz) 55:01
2. Alexander Martin (Talk-Point) 58:54
3. Marius Neuber (Finsterwalde) 58:58
 

Triathlon Supersprint Frauen
1. Jana Schor (Beucha) 40:44
2. Anja-Regina Sing (For my soul) 41:19
3. Amelia Ronneburger (DHfK) 41:44
 

Triathlon Supersprint Männer
1. Malte Kreibich (Potsdam) 32:44
2. Guido Schüppenhauer (Wittenberg) 35:20
3. Ralf Schuster (BSFG Porsche) 36:12
 

2-Kilometer-Juniorenlauf
1. Leon Hagmann (Schildau) 7:23
2. Fabian Stimmel (Berlin)
3. Noah Fingel (Berlin)
 

500-Meter-Bambini Mädchen
1. Merle Lehmann (Taura) 2:32
2. Paula Körbs (Papas größter Schatz) 2:41
3. Rachel Bela (Eilenburg)
 

500-Meter-Bambini Jungen
1. Jason Bela (Eilenburg) 2:11
2. Sheldon Wechsung (Berlin) 2:31
3. Max Olbrich (Bühlau) 2:43
 

5-Kilometer-Skaten, Frauen
1. Anja Günther (Leipzig) 12:59
2. Christiane Rabe (Talk-Point) 14:04
3. Bianca Pietrowski (Kresse) 15:02
 

5-Kilometer-Skaten, Männer
1. Matteo Stibenz (Chemnitz) 12:24
2. René Krutzer (Leipzig) 12:42
3. Silvio Bail (Talk-Point) 12:55

Weitere Ergebnisse unter www.lausitz-timing.de

Fotos unter joy-alive.com

 


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