Dienstag, 29. November 2016

MOCKREHNA

"Für unermüdliches Engagement in unserem Verein ..."

Nicole Steeg (l., Projektkoordinatorin der TZ-Aktion Nachbarn mit Herz), Gabriele Otto (2.v.l., Kultur- und Heimatverein Mockrehna) und Steffi Folkert (r., Frischebote Torgau) überraschten Petra Renkert auf Arbeit mit einem großen Präsentkorb und gläsernen Pokal.Foto: TZ/S. Lindner

von unserem Multimedia-Redakteur Sebastian Lindner

Mockrehna. Es ist Donnerstagmittag. Petra Renkert beobachtet aus ihrem Büro bei der Firma Fliesen Witzig in Mockrehna, wie sich auf der Straße vor dem Haus mehrere Menschen sammeln. Sie haben eine kleine schwarze Kiste bei sich, einen großen Präsentkorb und eine Kamera.

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Mockrehna. Es ist Donnerstagmittag. Petra Renkert beobachtet aus ihrem Büro bei der Firma Fliesen Witzig in Mockrehna, wie sich auf der Straße vor dem Haus mehrere Menschen sammeln. Sie haben eine kleine schwarze Kiste bei sich, einen großen Präsentkorb und eine Kamera. Das Trio lunscht immer mal wieder zu ihr ins Büro hinein. Dann kommt auch noch eine gute Bekannte von Petra Renkert dazu. Es ist Gabriele Otto, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins Mockrehna. Ob die wohl zum Chef wollen?, fragt sich Renkert. Aber der ist doch gar nicht da. Und wie sich nur einige Momente später herausstellt, ist der Chef auch nicht das Ziel der Besucher. Die Ankömmlinge eilen schnurstracks auf sie selbst zu – nicht etwa, um einen Termin oder dergleichen absprechen zu wollen. Nein, es geht um Petra Renkert höchst selbst. Sie wird von der Torgauer Zeitung als erste in diesem Jahr als Nachbarin mit Herz ausgezeichnet.

„Für ihr unermüdliches Engagement in unserem Heimatverein und vor allem auch als nachträgliche Würdigung ihrer großartigen Arbeit im Zusammenhang mit der 1000-Jahr-Feier im letzten Jahr“ sei die Auszeichnung, erklärt Gabriele Otto bei der Übergabe des Pokals und des Korbes, der mit diversen Leckereien und einem Gutschein vom Torgauer Frischeboten gefüllt war. Die Empfängerin zeigte sich nicht nur komplett überrascht, sondern auch sehr gerührt und bedankte sich mehrmals bei allen Anwesenden für die große Freude. Unterdessen war ihre Kollegin bereits dabei, eine Flasche Sekt zu besorgen. „Du hast doch davon gewusst“, bekam sie zu hören, antwortete nur mit einem Lächeln und bekommt dafür den Sonderpreis für Nichtsverraten, denn nur so konnte die Überraschung gelingen.

Mittlerweile hat der Glaspokal zu Hause bei den Renkerts ein lauschiges Plätzchen gefunden – „auch wenn die Weihnachtsdeko aktuell im Vordergrund steht“, sagt Petra Renkert mit einem Augenzwinkern. „Aber er fügt sich dort gut ein.“ Denn so viel Zeit hat Petra Renkert gar nicht zum Dekorieren. „Es gibt immer was zu tun.“ Derzeit ist das der Mockrehnaer Kultur- und Heimatverein. Dort kümmert sie sich in erster Linie um  die Pressearbeit und die Internetseite. „Gerade hatten wir wieder viel Arbeit wegen unseres Adventskonzertes am Wochenende“, sagt die 60-Jährige. Erst 2014 in den Verein eingetreten, hat sie sich gleich mit guter Arbeit einen Namen gemacht. „Ich wurde angesprochen, ob ich Lust habe und mich dieses Mal dafür entschieden.“ Natürlich hatte sie dabei die 1000-Jahr- Feier auch im Hinterkopf, ist sie doch durchaus interessiert an Heimatgeschichte. Das ist auch die Grund dafür, dass sie sich maßgeblich an der Erstellung der Broschüre zu besagtem Ereignis zu schaffen gemacht hat.

Vor einigen Jahren hatte Petra Renkert noch abgelehnt, in den Verein einzutreten, weil sie keine Zeit hatte, sich vernünftig einzubringen. „Ich fühle mich mit Mockrehna verbunden, bin hier geboren“, sagt sie. „Nachdem jetzt auch die Weintraube zugemacht hat, haben wir ja nicht mehr viel.“ Und deshalb möchte sie auch, dass in Mockrehna wieder etwas passiert. Deshalb ist sie in den Verein eingetreten. Deshalb engagiert sie sich.

Unsere Nachbarn haben Herz
Torgau. Es gibt sie: Die Nachbarn mit Herz werden uns auch in diesem Jahr durch den Advent begleiten. Zahlreiche Einsendungen mit Vorschlägen haben die TZ erreicht – wie immer vermehrt dann, als die Einsendezeit schon fast zu Ende war. Diese Resonanz macht Mut. Sie zeigt, dass es hier viele Menschen gibt, die sich für andere einsetzen, die hilfsbereit und uneigennützig sind. Die Resonanz zeigt aber auch, dass diese Menschen Anerkennung in unserer Gesellschaft finden, dass gesehen wird, was sie leisten. Mit der TZ-Aktion „Nachbarn mit Herz“ werden wir diese Sichtbarkeit noch vergrößern und wollen all denjenigen Mut machen, die bislang im Verborgenen Gutes tun: Es gibt immer Menschen, die Euch dankbar sind! Ein Dank gilt auch den Unterstützern dieser Aktion. Die Sparkasse Leipzig ist seit Jahren immer wieder mit im Boot, wenn es darum geht, engagierte Menschen zu unterstützen. Erstmals Partner von „Nachbarn mit Herz“ ist der Frischebote Torgau.
Sebastian Stöber, TZ-Chefredakteur
 


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