Donnerstag, 23. November 2017

 
Mittwoch, 1. Februar 2017

MOCKREHNA

"Eigentlich sollte man aus seinen Fehlern lernen"

Nick Leukhardt

Klitzschen. Das weitere Vorgehen am Klitzschener Bahnübergang steht fest: Ab April sollen Rüttelstreifen angebracht werden. Doch was halten Bürgermeister und Ortsvorsteher eigentlich von dieser Lösung? Die TZ hat einmal nachgefragt:

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Klitzschen. Die Weichen sind gestellt für die Zukunft des Klitzschener Bahnübergangs. Nachdem dort in der vergangenen Woche bei einer Verkehrsschau Vertreter der Deutschen Bahn, Polizei, Straßenbauamt und Straßenmeisterei zusammen kamen, um über das weitere Verfahren mit dem Bahnübergang zu entscheiden, kam es zu einer vorläufigen Einigung: Die Anbringung von so genannten Rüttelstreifen. Diese sollten die herannahenden Fahrer aufmerksam machen und zu erhöhter Vorsicht beim Übequeren des Bahnübergangs sorgen.

Zwar ebenfalls Thema, aber kein Bestandteil der Einigung, war der Umbau des Bahnübergangs hin zu einem blinkenden Warnlicht, welches bereits großteilig an den Übergängen der Region fester Bestandteil ist. Eine solche Ausbaumaßnahme sei in der näheren Zukunft nicht vorgesehen, teilte die Bahn mit. Für den Bürgermeister der zuständigen Gemeinde Mockrehna, Peter Klepel, eine in keinster Weise zufriedenstellende Aussage: „Ich hatte mir von der Verkehrsschau erhofft, dass wir in absehbarer Zeit eine Lösung für unser Problem finden können.“ Für ihn seien die Rüttelstreifen, deren Anbringung auf April bis Mai dieses Jahres angesetzt ist, zwar eine durchaus kooperative Geste der Straßenmeisterei und des Straßenbauamtes, eine Warnlichtanlage würden diese allerdings nicht ersetzen.

„Eigentlich sollte man meinen, dass jeder Elektriker-Azubi im Stande ist, an die Signalglocke, welche an dem Bahnübergang in Klitzschen vorhanden ist, noch ein Lämpchen anzuschließen, welches ein zusätzliches Warnsignal abgibt. Aber die Bahn ist eben zu unflexibel, da geht das nicht einfach mal so. Es muss erst etwas Böses passieren, bis mal jemand etwas tut. Wirklich schade, eigentlich sollte man ja aus seinen Fehlern lernen.“

Und auch für Klitzschens Ortsvorsteher, Olaf Zenker, ist das Ergebnis der Verkehrsschau alles andere als befriedigend. Für ihn sind sowohl die Begrenzung auf  Tempo 30, welche im vergangenen Jahr angebracht wurde, als auch die Rüttelstreifen sinnlose Maßnahmen. „Das höre ich jetzt tatsächlich auch zum ersten Mal, dass an einem Bahnübergang Rüttelmarkierungen angebracht werden.
Meiner Meinung nach wäre ein Blinklicht deutlich sinnvoller, aber wenn die Experten dass so festgelegt haben, dann wird da ja schon was dahinterstecken. Lassen wir uns einfach überraschen.“


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