Donnerstag, 16. Februar 2017

NORDSACHSEN

Dauerfrost hinterließ jede Menge Schlaglöcher

Benno Hinz (vorn) und Detlef Hoffmann, Mitarbeiter der Stadtwerke Torgau/City Dienst, bei Reparaturarbeiten in der Naundorfer Straße. Mit Kaltmischgut werden Schlaglöcher geflickt. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Landkreis. Wochenlang Dauerfrost, Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich und dann wechselweise Tauwetter – das hat Spuren an den Straßen der Region hinterlassen. Mancherorts fährt man von einem Schlagloch ins nächste. Hier und da bröckelt der Asphalt. In der Landkreisverwaltung und in den Kommunen rechnen die Verantwortlichen inzwischen mit enormen Zusatzkosten, um Wege und Straßen wieder in Ordnung zu bringen.

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Geld, das eigentlich für andere Sachen geplant war. „Wir sind gerade dabei, die Schäden zu sammeln und uns einen Überblick zu verschaffen“, erklärte Landkreis-Sprecher Peter Stracke. Man könne jetzt schon einschätzen, dass die Reparaturkosten viel höher ausfallen als in den vergangenen zwei milden Wintern. „Wir bringen jeden Tag mehrere 100 Kilogramm Kaltmischgut aus, um die schlimmsten Löcher zu flicken“, so Stracke. Er glaubt, dass die Winterschäden an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Millionenbereich liegen. Gut zu tun haben die Mitarbeiter der Straßenmeisterei, um wenigstens die schlimmsten Stellen provisorisch auszubessern.

So war ein 2er Trupp zuletzt flächendeckend unterwegs – unter anderem in Kossa, auf der B 182 zwischen Neiden und Welsau, auf der S 25 Richtung Arzberg und in der Döbernschen Straße. Die Löcher werden gesäubert, dann wird Kaltmischgut hinein gebracht und mit einem Handstampfer verdichtet, so dass es mindestens 14 Tage hält, hieß es. „Im Stadtgebiet Torgau sind bisher durch den strengen Winter vor allem in der Bahnhofstraße und in der Naundorfer Straße teils erhebliche Schäden an der Fahrbahndecke zu verzeichnen“, teilte Stadtsprecher René Fischer mit. Gestern liefen bereits die Reparaturarbeiten.

Außerdem sei für Ende März geplant, Teile der Bahnhofstraße  mit einer neuen Asphaltschicht zu sanieren. Was die Torgauer Ortsteile betrifft, so finden ab Ende Februar Kontrollfahrten statt, bei denen die Straßenschäden systematisch erfasst werden. Auch die Ortsvorsteher sind angehalten, entsprechende Rückmeldungen an die Stadt zu geben. Anschließend erfolgt die Reparatur nach Priorität: stark frequentierte Straßen werden zuerst saniert. René Fischer: „Jedes Jahr entstehen im gesamten Stadtgebiet witterungsbedingte Schäden in Höhe von ca. 100 000 bis 150 000 Euro. Ähnlich hohe Aufwendungen werden auch für die Beseitigung der Straßenschäden für den Winter 2016 / 2017 in Torgau erwartet.“

Das gleiche Problem zeichnet sich in der Gemeinde Beilrode ab. „Wir haben schon die eine oder andere Sache festgestellt, zum Beispiel im Nordring“, bezieht sich Bauamts-Mitarbeiter Steffen Kretzschmar auf Risse und Schlaglöcher im Asphalt. Anfang März wolle man eine Befahrung starten und einen Plan erstellen, was auszubessern sei. Die schlimmsten Stellen müsse man sofort flicken. Ansonsten sei man bestrebt, ordentlich zu sanieren – also nicht nur Löcher provisorisch zu stopfen. Immerhin 50 Kilometer kommunale Straßen gehören zur Gemeinde Beilrode, 30 Kilometer zur Gemeinde Arzberg.

In Belgern-Schildau sei die Schadenserfassung voraussichtlich nächste Woche dran. „Wir haben letztes Jahr versucht, Straßen komplett zu erneuern – so zum Beispiel die Strecke Liebersee-Neußen. Die Decke wurde abgehobelt und mit einer neuen Tragschicht versehen, so dass es einige Jahr hält“, erklärte Bauamtsleiterin Ute Simon. Schäden im fünfstelligen Bereich werden auch dieses Jahr in Belgern- Schildau erwartet. Auch in Dommitzsch will man in Kürze eine Überprüfung vornehmen, hieß es.

Insgesamt hoffen die Kommunen, dass der Freistaat wieder ein Winterschadensprogramm auflegt. Im April 2013 zum Beispiel hatte das Kabinett beschlossen, den kreisfreien Städten, Gemeinden und Landkreisen zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro zur nachhaltigen Instandsetzung der Straßen zur Verfügung zu stellen. Der Grund dafür war der durch häufige Frost-Tauwechsel gekennzeichnete und ungewöhnlich lange Winter 2012/2013. Dieses Programm wurde dann sogar noch um 50 Mio. Euro aufgestockt und verlängert.


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