Montag, 29. Mai 2017

 
Donnerstag, 6. April 2017

MOCKREHNA

Hallenradsport ist im Aufwind

Abteilungsleiter Mario Graß (2.v.l.) und Mitglieder der Hallenradsportler des SV Frisch-Auf Doberschütz hoffen auf ein gutes Abschneiden bei der Gemeinschaftsaktion „Wir packen´s an!“ von der Sparkasse Leipzig und der Torgauer Zeitung. Übrigens, trainiert wird freitags von 17 bis 18.30 Uhr in der Sporthalle Doberschütz – Interessierte willkommen.Foto: TZ/Th. Manthey

von unserem Sportredakteur Thomas Manthey

Vereinsleben. Hallenradsport. Noch nie gehört? Dahinter verbirgt sich eine in unserer Region eher selten betriebene Sportart – Figurenfahren, Reigenfahren nach einem ganz bestimmten Reglement. Nicht zu verwechseln mit dem Kunstradfahren, so wie es von den Mitgliedern der Kunstradgruppe Cornellis aus Süptitz betreiben wird. Zwar gibt es einige Gemeinsamkeiten, doch Hallenradsport ist eine Sache für sich und das Kunstradfahren ist eine Sache für sich.

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Beim SV Frisch-Auf Doberschütz-Mockrehna gibt es eine Abteilung Hallenradsport. Die wurde im Jahr 1908 gegründet. In den Gründerjahren war das Interesse am Fahren mit dem Spezialrad auf dem Saal der Dorfgaststätte oder Turnsaal oder aber auf dem Dorfplatz riesig. Mit den 1940er Jahren schwand das Interesse. Zwar gab es in der einen und anderen Doberschützer Familie noch einzelne Räder, doch der Doberschützer Hallenradsport war bisweilen nur noch in der Vereinschronik manifestiert.

Im Jahr 1975 erlebte der Hallenradsport im Dorf an der B 87 seine Renaissance. Mit dem Bau der neuen Turnhalle, mit der die Doberschützer Schule ihren sportlichen Part erhielt, ergab sich für den kleinen Kreis der Frisch-Auf-Radsportler eine neue Perspektive. Dem aktiven Reigen- und Figurenfahren wurde neues Leben eingehaucht. Die Abteilung überlebte auch die 1980er Jahre, die politische Wende, die 1990er Jahre und die Mitglieder radelten im Jahr 2000 mit Schwung in die neue Zeitepoche. Aktuell haben sich 15 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Doberschütz und den benachbarten Orten dieser exotischen Sportart verschrieben. Und es gibt immer wieder Anfragen.

Die Kapazität um auf der Sporthalle Doberschütz zu trainieren ist da, doch es mangelt an Fahrrädern. Denn diese sind spezielle Räder. Die Hallenräder, egal ob für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, sind allesamt handgefertigt. In Deutschland gibt es lediglich zwei Hersteller dieser Hallenräder. Die Rahmen sind aus Stahl, sind von Hand gelötet. Die Räder, die mit einer Übersetzung von 1:1 und ohne Freilauf gefahren werden, besitzen keine Bremse. Man kann mit ihnen vorwärts wie auch rückwärts fahren.

Je nach Ausführung sind die Exemplare mit Pegs ausgestattet. Dies sind kleine Rohre, die auf die Achsenden am Vorderrad oder aber Hinterrad aufgeschraubt werden, auf denen dann ein zweiter Fahrer steht und die Figur oder der Reigen zu zweit gefahren wird. Die speziellen Räder sind sehr preisintensiv, kosten je nach Ausstattung bis zu einige tausend Euro (Beispiel: Kunstrad der Firma WALTHER 24 Zoll/46 cm rund 2200 Euro). Hinzu kommt noch die Bereifung, die speziell für den Hallenboden sein muss, und die auch einem Verschleiß unterliegt. Kurzum: Das Hallenradfahren ist in der Grundanschaffung eine recht teure Sache.

Zwar haben die Doberschützer einen guten Bestand an Rädern, doch der ist teils alt und muss nun dringend mit neuen Rädern ergänzt werden. Und um die Räder zu finanzieren zu können haben die Hallenradsportler um Mario Graß Probleme. Dies war für die Jury ein Grund, die Doberschützer Hallenradsportler in die Finalrunde aufzunehmen. Nun liegt es an den Doberschützern, Radsportlern und Radsportfans in der Region für die Frisch-Auf-Truppe per Telefon zu voten. Denn je größer die Anzahl der Telefonstimmen ist, um so höher ist die Chance an gutes Geld zu kommen. Geld für neue Räder.

Übrigens, in manchen Gegenden der Republik wird dieses Figuren- und Reigenfahren seit Jahrzehnten betrieben. Aktiv und teils als Wettbewerb.

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