Mittwoch, 22. November 2017

 
Mittwoch, 19. April 2017

OSTELBIEN

Lampenfieber beim Landesfinale

Teilnehmerin Tina Forschheim aus Limbach-Oberfrohna bei einer Bonitur auf einem Gerstenschlag.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Köllitsch. Ein recht nachdenkliches „Naja“ kam Felix Weigelt über die Lippen, als er gegen 10 Uhr im Köllitscher Lehr- und Versuchsgut über seinem Aufgabenzettel hing und Frage für Frage durchging. Für den 17-jährigen Landwirt-Azubi aus Bertsdorf war es schon ein großer Erfolg, dass er dank einer guten Qualifikationsrunde überhaupt am Finale des Berufswettbewerbs der Landjugend teilnehmen konnte.

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Denn Weigelt ist erst im ersten Lehrjahr. Seine Konkurrenz konnte schon mit einer deutlich längeren Lehrzeit punkten. Und trotzdem: Aufgeregt sei fast jeder gewesen, bestätigte Prüferin Petra Uhlemann vom Berufsschulzentrum Wurzen. Immerhin handelte es sich ja um den Ausscheid zum Bundesfinale, der Mitte Juni in Güstrow ausgetragen wird.

Mit insgesamt 36 Startern war das Teilnehmerfeld ein wenig größer als gewohnt. Dies habe daran gelegen, dass man es auch kleineren Berufsschulen ermöglichen wollte, zumindest den Erst- und Zweitplatzierten der insgesamt 10 sächsischen Regionalausscheide nach Köllitsch zu schicken, erklärte Heidi Schneider, Vize-Vorstandsvorsitzende der sächsischen Landjugend.

Und die Finalisten, die in den Kategorien Landwirt- und Tierwirt-Azubi sowie Fachschüler an den Start gingen, sollte ein Prüfungsprogramm erwarten, das nicht nur bis in die späten Nachmittagsstunden andauerte, sondern auch noch höchst anspruchsvoll war. Für die angehenden Landwirte galt es unter anderem, eine Bestandsaufnahme für einen Gerstenschlag vorzunehmen und daraus entsprechende Pflegemaßnahmen abzuleiten, das Fahren mit einem Gespann durch einen Hindernis-Parcours unter Beweis zu stellen oder beispielsweise eine Kaufentscheidung für Kühe zu treffen. Angehende Tierwirte mussten in Köllitsch unter anderem Futtermittel bestimmen und -rationen zusammenstellen sowie erlangtes Wissen im Melkstand unter Beweis stellen.

War’s bei den Landwirt-Azubis noch die Gerste, verschlug es die Fachschüler zur Bonitur in den Raps. Hier galt es, die Qualität des Bodens zu bestimmen und die Kultur nach einem möglichen Schädlingsbefall zu überprüfen – alles unter der Maßgabe, ökologisch und finanziell möglichst gut abzuschneiden.
Die Sieger, deren Namen zu Redaktionsschluss leider noch nicht feststanden, erhielten am späten Nachmittag ihre wohlverdiente Auszeichnung, obgleich die große Siegerehrung erst am 4. Mai während der agra in Leipzig durch den sächsischen Landwirtschaftsminister erfolgt.


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