Mittwoch, 22. November 2017

 
Donnerstag, 18. Mai 2017

DOMMITZSCH

Fabrikschlot wie ein Mahnmal

von unserem Redakteur Nico Wendt

Maxhütte/Wörblitz. Auch vor 20 Jahren gab es in der Heimatzeitung schon eine Ortsteilserie – damals unter dem Slogan „Die Kleinen chancenlos?-Mini-Dörfer im NTK-Visier“.

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Fast auf den Tag genau besuchte das Reporterteam die Siedlung Maxhütte in der damaligen Gemeinde Wörblitz. Eine grüne Oase, völlig vom Wald umgeben. Früher befand sich hier ein Ziegelwerk, das wohl in den 20er Jahren erbaut wurde, wie der Bürgermeister vermutete. Ringsherum befanden sich Betriebswohnungen, in denen die Mitarbeiter wohnten. Davon war schon vor 20 Jahren nur noch wenig zu sehen. Stattdessen führte ein schmaler Weg an verfallenen Grundstücken vorbei.

Zwölf Familien gab es hier, die in den Ringöfen schwer schuften mussten. 1979 sei das Werk geschlossen worden und ein Bus brachte die Arbeiter fortan bis nach Taucha. Die meisten waren inzwischen verstorben. Vor 20 Jahren zählte die Siedlung Maxhütte nur noch zwölf Bewohner. Viele hatten lediglich ein Wochenendhäuschen hier, so dass das Areal ziemlich verschlafen wirkte. Das Ziegelwerk im Herzen der Siedlung war zur Ruine verkommen, total verwachsen und mit Müll übersäht. Ein riesiger Fabrikschlot stand wie ein Mahnmal.


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