Sonntag, 15. Juli 2018

 
Mittwoch, 31. Mai 2017

OSTELBIEN

Ostelbischer Brandstifter

Die Beilroder Feuerwehr hat ihre letzten Einsätze in Rosenfeld, Dautzschen und Döbrichau dokumentiert.Foto: FFW Beilrode

von unserem Redakteur Nico Wendt

In Ostelbien treibt vermutlich ein Brandstifter sein Unwesen. Auch in diesem Jahr gab es schon wieder drei mysteriöse Wald- und Wiesenbrände, die die Vermutung aufkommen lassen. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

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Rosenfeld/Beilrode. Schon drei Brände in sechs Wochen – in Ostelbien setzt sich die unheimliche Serie fort, die die Wehren seit 2015 in Atem hält. Wenn für Samstag oder Sonntag warmes und trockenes Wetter vorhergesagt wurde, dann gingen die Kameraden zuletzt immer schon mit einem unguten Gefühl ins Wochenende. So auch diesmal. Und prompt kam am Sonntag zur besten Kaffeezeit der Alarm. „Es ist von einem Brandstifter auszugehen.

Das zeigt auch, dass es stets dieselbe Region trifft“, sagt Maik Labitzke, Wehrleiter in Beilrode, nach dem letzten Einsatz in Rosenfeld. Rund 1000 Quadratmeter Wiese standen in Flammen und mussten von den Kräften aus Großtreben-Dautzschen, Zwethau und Beilrode gelöscht werden. Dabei hatte auch eine Hecke Feuer gefangen. 31 Kameraden waren im Einsatz und konnten nach rund einer Stunde wieder abziehen. „Ein Bauer hatte etwas außerhalb der Ortslage in Richtung Wald Heu gemacht. Dies wurde angezündet“, glaubt der Beilroder Wehrleiter an eine vorsätzliche Tat. Entsprechend wurde es auch der Polizei gemeldet.

Am Sonntag, dem 7. Mai, mussten die Wehren aus Beilrode, Dautzschen und Torgau in den späten Abendstunden zu einem Waldbrand ausrücken. Zwischen Rosenfeld und Dautzschen loderte es auf rund 1000 Quadratmeter Fläche. Zuvor brannte es am Sonntag, dem 9. April, im Wald zwischen Beilrode und Döbrichau. Hier wurden etwa 4000 Quadratmeter erfasst. Maik Labitzke bereiten die mittlerweile geringeren Zeitabstände Kopfzerbrechen, die womöglich nur von der Schlechtwetterphase unterbrochen wurden. Bislang waren es auch nur kleinere Brände, die schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten. Die Angst besteht: Wann schlägt der Feuerteufel mal richtig zu und verursacht einen Großbrand mit gravierenden Folgen.

Bei der Kriminalpolizei in Torgau ist man sich der Tragweite bewusst. Ein Mitarbeiterteam beschäftigt sich derzeit sehr intensiv mit der ostelbischen Brandserie, wie Kripo-Chef Mathias Jung gegenüber TZ bestätigte. Erneut wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten: Wer etwas Verdächtiges bemerkt hat (Personen, Fahrzeugbewegungen), die mit den Taten in Verbindung stehen, sollte sich unter Telefon 03421/756100 an die Polizei wenden. Die Einwohner der Ortsteile reagieren inzwischen sehr sensibel und angespannt auf das aktuelle Geschehen, wie der Fehlalarm am Montag Nachmittag zeigte. Ein Bürger hatte in der Nähe von Döhlen Rauch ausgemacht und die Wehren alarmiert. Glücklicherweise bestätigte sich der vermeintliche Waldbrand nicht.

Zur Erinnerung noch einmal die Chronik der Ereignisse 2016: 12. Mai, 18 Uhr: Waldbodenbrand im Naturschutzgebiet Prudel/Rosenfeld, 23. Mai, 15.45 Uhr: Waldbrand/Entstehungsbrand bei Rosenfeld, 23. Juni, 16.20 Uhr: Feldbrand bei Rosenfeld, 31. Juli, 3.15 Uhr: Feldbrand bei Dautzschen, 15. August, 12.45 Uhr: Wiesenbrand bei Döhlen, 17. August, 16.15 Uhr: Brandanschlag auf ein Weizenfeld bei Dautzschen mit Teelicht, 25. September, 14.20 Uhr: Strohballen-Brand bei Döhlen. Im Jahr zuvor verzeichnete die Polizei drei Wald- und vier mysteriöse Feldbrände in Ostelbien, deren Ursache nicht geklärt werden konnte. 


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