Donnerstag, 18. Oktober 2018

 
Dienstag, 13. Juni 2017

DOMMITZSCH

Es mangelt an Lehrlingen

Die Azubis Julienne Charry und Jonas Vogler sowie Personalreferentin Nadine Züchter. Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

„Es war die absolut richtige Entscheidung, wieder auf Lehrlingsausbildung in unserem Haus zu setzen. Unsere Strategie hat voll funktioniert“, dies sagt Werkleiter Markus Krausewitz, Vandemoortele Dommitzsch GmbH.

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Dommitzsch. „Es war die absolut richtige Entscheidung, wieder auf Lehrlingsausbildung in unserem Haus zu setzen. Unsere Strategie hat voll funktioniert“, dies sagt Werkleiter Markus Krausewitz, Vandemoortele Dommitzsch GmbH. Im September 2016 stellte der Großbetrieb zum ersten Mal nach 29 Jahren wieder zwei Azubis ein. Und mit dem Auftreten der beiden – Jonas Vogler und Julienne Charry – und insbesondere mit deren Leistungen ist man sehr zufrieden.

Aktuell trägt sich Markus Krausewitz allerdings mit ganz anderen Sorgen. Vier Lehrlinge sollten 2017/18 in Dommitzsch dazu kommen. „Bislang haben wir lediglich einen“, beschreibt der Firmenchef das Problem. Ausgeschrieben sind die Handwerksberufe Fachkraft für Lebensmitteltechnik und Mechatroniker mit drei bzw. dreieinhalb Jahren Lehrzeit/Beginn 1. August. Wobei auf die Absolventen durchaus eine verheißungsvolle Zukunft wartet, denn Vandemoortele hat großes Interesse, die jungen Leute hinterher auch zu halten, sprich zu übernehmen. „Wir haben die Werbetrommel gerührt– mehr als das“, so Krausewitz über die Bemühungen seines Unternehmens. Man war bei der Azubi-Expo dabei, bei der Rückkehrerbörse, beteiligte sich an den Berufsinformationstagen, man besuchte die Oberschule Torgau Nordwest und ist im Juni am Beruflichen Schulzentrum Torgau, um mit Schülern ins Gespräch zu kommen, man setzt auf Studentenpraktika und wandte sich an die Presse. Mit positivem Nebeneffekt. „Man kennt unseren Namen mittlerweile in der Region“, lächelt der Werkleiter.

Es waren auch Interessenten da. Jedoch kam hier und da ein bedenklicher Einwurf: Dommitzsch sei schlecht zu erreichen. In der Regel sind die Schulabgänger erst 16 Jahre alt und damit nicht in Besitz einer Pkw-Fahrerlaubnis. Die überbetriebliche Ausbildung für die genannten zwei Berufe erfolgt in Dresden und in Delitzsch. Das macht es logistisch sehr schwierig. „Hier ist vielleicht auch die Politik gefragt, mal über verschiedene Ideen und Lösungen nachzudenken – abseits des klassischen Weges“, so Markus Krausewitz. Wie wäre es zum Beispiel, berufsähnliche Ausbildungen zusammenzufassen und damit auch eine Ausbildung in Torgau zu gewährleisten?“, regt er an. Angesichts des demografischen Wandels und rückläufigen Zahlen bei Azubis müsse man durchaus „quer denken“. Ansonsten liege der Fokus bei Vandemoortele verstärkt auf der „gestandenen“ Mannschaft. „Wir haben voriges Jahr das erste Mal für unsere Mitarbeiter und für ehemalige Beschäftigte ein Frühlingsfest organisiert und jetzt die zweite Auflage durchgeführt.

Am 24. Juni werden wir zum zweiten Mal den Brezelcup ausspielen. Bei dem Fußballturnier auf dem Dommitzscher Sportplatz beteiligen sich rund zehn einheimische Firmen mit Mannschaften. Und es gab für die rund 200 Mitarbeiter von Vandemoortele einen Gesundheitstag, bei dem Wohlbefinden und Fürsorge vornan standen. „Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter nicht einfach nur zum Arbeiten das Betriebsgelände betreten und verlassen, sondern sie sollen auch Spaß haben und sich geschätzt fühlen“, erklärte Krausewitz die Hintergründe.


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