Montag, 23. April 2018

 
Mittwoch, 28. Juni 2017

OSTELBIEN

Ein Beilroder mit dem "Wilden Westen" im Blut

Carsten Köhler beim Fassbier-Anstich. Damit wurde das 7. Countryfest in Beilrode offiziell eröffnet.Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Carsten Köhler lebt seinen Traum und organisiert seit sieben Jahren das Countryfest in der ostelbischen Gemeinde

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Beilrode. Es war wie eine Zeitreise in den „Wilden Westen“. Lose baumelte ein Seil vom Galgen. Zwei Cowboy-Stiefel ragten aus einem Grab mit Whisky-Flasche. Hinter einem Trapper-Zelt stand eine Holzkiste mit Dynamit-Stangen und schon am Eingang begrüßte ein Bullenkopf die zahlreichen Besucher des 7. Countryfestes in Beilrode.

Der Mann hinter diesem Spektakel heißt Carsten Köhler. Er hat den „Wilden Westen“ im Blut. Und sich mit dem jährlichen Fest auf dem Sportplatz einen Traum erfüllt. Seit nunmehr sieben Jahren reisen immer an einem verlängerten Juni-Wochenende die Fans der alten Zeit nach Ostelbien. Teilweise von weither. Man kennt sich inzwischen. Eine Familie von Gleichgesinnten. Schon als Kind brauchte Carsten Köhler beim Fasching nie lange überlegen, wenn es um die Kostümauswahl ging. Cowboy-Hut, Patronengurt, Lederweste und ein paar Colts mit Zündplättchen waren Pflicht. Im Fernsehen liefen die Indianerfilme mit Winnetou und Old Shatterhand rauf und runter und im heimischen Kinderzimmer gab es überwiegend nur das eine Spielzeug.

Ganz klar: Das Western-Fieber hatte den 41-Jährigen bereits als „Dreikäsehoch“ gepackt und seitdem nie mehr losgelassen. Alsbald wurde der Beilroder Stammgast bei diversen Country- und Truckerfesten. Ob in Friedersdorf bei Berlin, Radebeul oder Haselbach.

 Echten Westernfans ist kein Weg zu weit. In Beilrode konnten jüngst sogar Besucher aus der Schweiz begrüßt werden, die locker 900 Kilometer Fahrtstrecke auf sich genommen hatten. Was anfangs nur ein Gedanke war, bekam nach und nach feste Züge und reifte zum ernsthaften Projekt heran: Warum stellen wir nicht selbst ein Countryfest mit allem drum und dran auf die Beine? – hieß es 2011 im Freundeskreis von Carsten Köhler. Seine Lebensgefährtin Katy, übrigens genauso vom Westernfieber infiziert, gab gerne Rückendeckung und so war plötzlich eine neue Attraktion geboren. Eine, die jedes Jahr Hunderte Besucher nach Beilrode lockt. „Ich habe drei/vier Leute, die mich ganz fest unterstützen“, möchte der Org.-Chef Anerkennung und Lob auf mehrere Schultern verteilen. Roy und Christian seien nur stellvertretend dafür genannt, während sich Freundin Katy um den ganzen „Schriftkram“ kümmert. Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit seien notwendig und zahlreiche Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Umso mehr freut sich Carsten Köhler, wenn es nach vier Tagen Linedance, Westernspielen, Countryklängen und gemütlichem Beisammensein heißt: „Super gemacht, Jungs! Nächstes Jahr kommen wir wieder!“

Beruflich verdient sich der 41-Jährige seine Brötchen bei einer Baufirma mit Mauern, Putzen und Pflastern. Doch schon nach Feierabend wird der „Wilde Westen“ gelebt. Carsten Köhler hat sich am Ortsrand von Beilrode eine eigene Ranch geschaffen, gut zu erkennen am typischen Eingangsportal mit Bullen-
kopf. Hier wird mit zwölf bis 13 Freunden emsig an neuen Utensilien und Deko-Stücken gebastelt und gewerkelt. Natürlich bei deftiger Trucker- und Country-Mugge aus der Anlage. Man darf sich jetzt auch nicht wundern, welchen Traum sich der Beilroder noch unbedingt erfüllen will: Einmal die Original-Schauplätze westlich des Mississippi in den USA besuchen. Dort, wo es in vergangenen Zeiten heiß herging, die Colts rauchten und der Wind durch die Prärie pfiff. Ein bisschen muss Amerika noch warten. Denn der Trip über den Ozean kostet eine Stange Geld, die der Western-Fan erst ansparen muss.


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