Sonntag, 22. Juli 2018

 
Mittwoch, 12. Juli 2017

OSTELBIEN

Jungbulle aus der Elbe gerettet

Mit Stricken, Paddelbooten und ganz vielen Streicheleinheiten konnte das verunglückte Jungbullenkalb von der Feuerwehr gerettet werden. Foto: privat

Von unserem Redakteur

Arzberg. Das war mal ein außergewöhnlicher Einsatz, zu dem die Arzberger Feuerwehr am vergangenen Sonntagnachmittag herausgerufen wurde. Auf ihren Pagern wurde nur angezeigt: Ertrinkende Kuh.

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„In früheren Zeiten war die Tierrettung für eine Feuerwehr eigentlich Gang und Gebe. Damals, als es noch so viele Kleinbauern in der Landwirtschaft gab,“ erzählt Wehrleiter Klaus Grabein. „Doch heutzutage ist es eine absolute Seltenheit, das war jetzt gerade mal mein zweiter Einsatz zur Tierrettung, und ich bin schon seit 52 Jahren bei der Feuerwehr.“ Am Sonntag um 15.15 Uhr kam bei der Freiwilligen Feuerwehr Arzberg die Meldung rein, dass am Elbkilometer 142 eine Kuh gerettet werden müsste.

Da dies die einzigen Informationen waren, welche die Arzberger von der Leipziger Leitstelle bekommen hatten, informierten sie neben den Feuerwehren in Blumberg und Nichtewitz auch die Torgauer Kollegen. „Denn die haben, wie wir auch, ein Schlauchboot. Und das ist bei der Rettung einer ertrinkenden Kuh dringend vonnöten.“ Als die Arzberger jedoch dann am Ort des Geschehens angekommen waren, konnten sie die Torgauer auf halber Strecke direkt wieder nach Hause schicken, ein Schlauchboot war nämlich doch nicht notwendig. So waren es zwei Paddelbootfahrer gewesen, die der Leitstelle die ertrinkende Kuh, die eigentlich ein Jungbullenkalb war, gemeldet hatten und damit waren bereits zwei Boote vorhanden.

„Wir haben dann mit deren Hilfe einen Strick um das Kalb gelegt und es so Richtung Ufer gezogen“, erzählt Grabein. „Es stand zwar relativ weit in der Elbe, aber auf einer Art Insel oder Aufschüttung. So konnten wir es mit viel Streicheln und gutem Zureden in Richtung Ufer bewegen.“ Hier war besonders die Hilfe der Kameraden gefragt, die beruflich in der Landwirtschaft tätig sind und mit Tieren umgehen konnten. „Die wussten, was man in dem Fall am besten machen konnte.“
Nachdem dann also das Bullenkalb aus der Elbe gerettet war und äußerlich keinerlei Verletzungen vorwies, ging es daran, den Eigentümer des Tieres ausfindig zu machen. „Denn wir müssen ja das Einsatzobjekt seinem Besitzer zurückgeben.“

Da man nicht genau wusste, wem denn nun dieses Kalb genau gehören könnte, rief man den einzigen an, von dem man wusste, dass er Weiden nahe des besagten Elbkilometers 142 in der Nähe von Köllitsch hat: Dr. Frank Seifert aus Beilrode. Dieser kam auch umgehend vorbei und konnte anhand der Ohrmarke dann auch die Herkunft des Tieres bestimmen. Allerdings war es keines seiner eigenen Rinder, sondern eines aus dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch.

Und dort wurde dann, anderthalb Stunden nachdem bei der Feuerwehr der Alarm losging, das Tier schlussendlich auch wieder hingebracht. Am Ende waren es 26 Leute mit vier Fahrzeugen gewesen, die gemeinsam das Tier gerettet  hatten. „Denn obwohl so eine Tierrettung mit den heute Großbauernhöfen sehr selten vorkommt“, so Klaus Grabein, „stünde sie doch nach der Menschenrettung an zweiter Stelle in der Rangordnung der Feuerwehr.


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