Donnerstag, 18. Oktober 2018

 
Sonntag, 23. Juli 2017

MOCKREHNA

Beifall beim Abschiedsgottesdienst

Auch drei ihrer vier Kinder waren beim Gottesdienst anwesend. Der Jüngste, Elias, verschenkte am Ende an jeden Gottesdienstbesucher noch ein Gummibärchen. Foto: TZ/Lehmann

von unserem Redakteur Frank Lehmann

Audenhain. Für Pfarrerin Dorothea Preisler war s gestern der Abschiedsgottesdienst. Nach ihrer Predigt gab es Beifall und viel Lob.

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Am Nikolaustag (6. Dezember) 1998 hatte Pfarrerin Dorothea Preisler ihren Dienst im Kirchspiel Audenhain angetreten. Gestern nun entlies sie Superintendent Matthias Imbusch auf ihren eigenen Wunsch im Rahmen eines Abschiedsgottesdienstes per symbolischem Handschlag aus dem Amt.

Unter anderem die neue Strukturreform in der hiesigen Kirche gab den Ausschlag für den nun anstehenden Wechsel an eine Kirchgemeinde in Berlin. Dorothea Preisler nutzte gesten die Gelegenheit, um Erinnerungen zu beschreiben und um nach vorn zu blicken. Im Zetrum des Gottesdienstes stand das Thema Taufe. „Ich habe genau nachgezählt. In all den Jahren hier konnte ich 100 Kinder bzw. Erwachsene taufen“, begann sie ihre Erinnerungen. Diese setzte sie mit einem Blick auf ihre Gemeinde fort. Von Menschen voller Selbstbewusstsein und Engagement war da die Rede, ob nun Christen oder Menschen ohne Glauben.

„Schwere und schmutzigste Arbeiten wurden mit Begeisterung bei der Sanierung unserer Kirchen nicht nur durch Mitglieder der Gemeinde erledigt. Das hat mich beeindruckt“, sagte sie. Froh sei sie, über treue Christen, die sie als Vorbilder und voller Dankbarkeit erlebt habe. In ihrer Predigt bildete das Thema Liebe und Treue den zentralen Punkt. „Treue auch ohne Taufschein, Treue zur Kirche, das habe ich hier erlebt“, sagte sie. Dabei sprach sie unter anderem von den Chören und der Kinderabteilung. Schließlich gab es sogar Beifall am Ende der Predigt – wahrlich nicht alltäglich.

Pfarrerin Dorothea Preisler war über viele Jahre für das Kirchspiel Audenhain, die Kirchgemeinden Schöna und Mockrehna zuständig. Darauf verwies Superintendent Matthias Imbusch in seinen Abschiedsworten, in der er sie als Großstadtpflanze bezeichnete und ihren Weggang sowohl als neue Chance für sie sieht, aber gleichzeitig auch einen Verlust in verschiedenster Form beinhaltet.

Mit Kraft und Energie, mit Lust an der Arbeit, mit Herz und ganzer Seele habe sie stets ihre Aufgaben in Angriff genommen. Er wünschte ihr für die Zukunft gutes Gelingen, Gelassenheit und Besonnenheit bei der Bewältigung von Konflikten sowie, dass Musik weiter eine große Rolle in ihrem Leben spielen möge. Viele dankbare Erinnerungen an Dorothea Preisler werden sich die Menschen der Region bewahren. Das wurde am Ende des Gottesdienstes sehr deutlich. So dankte Konrad Rülke im Namen der Mockrehnaer für die Rettung der Kirche, würdigte Olaf Zenker aus Klitzschen das Engagement der Pfarrerin und konnte auch kritische Worte in Richtung Stellenplan der Kirche nicht vermeiden.

Dank in Form von Blumen, Geschenken und liebevollen Worten kamen von Vertretern des Gemeindekirchenrates, von „den Alten“, vom Chor und von vielen Besuchern des Abschiedsgottesdienst im Anschluss an diesen. Mitnehmen wird die Pfarrerin die Gewissheit, bleibende Spuren hinterlassen zu haben. Übrigens wird der Audenhainer Chor bei ihrem Antrittsgottesdienst in Berlin auftreten. Die Vorfreude darauf ist bereits groß.


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