Mittwoch, 23. August 2017

 
Freitag, 11. August 2017

OSTELBIEN

Jury machte in Arzberg Station

Die Jury v.l. Angelika Burkhardt, Bauordnungs- und Planungsamt, Sabine Müller, Amt für Wirtschaftsförderung und Landwirtschaft, Brit Gruhne, Sozialamt, Kristina Gehrt, Amt für Wirtschaftsförderung und Landwirtschaft, Falk Szymanski, Amt für Ländliche Neuordnung, Uta Seidel, Bauordnungs- und Planungsamt, Andreas Seidel, Umweltamt. Foto: TZ/N.Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Arzberg nimmt erneut am Dorfwettbewerb teil und gestern war die Jury im Dorf, um sich ein umfangreiches Bild zu machen. Welche Stationen es gab?

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Arzberg. Die Leiterin der Jury zeigte sich hinterher durchaus beeindruckt: „Es waren wieder ein paar neue Punkte dabei wie der Besuch bei der Agrargenossenschaft, beim Sportverein im Rosenholz oder in der Praxis der Physiotherapie“, zählte Uta Seidel auf. Und dann betonte sie: „Arzberg hat im ostelbischen Raum gute Chancen zu zeigen, dass man als Dorf zukunftsfähig ist. Man sieht, dass sich die Verantwortlichen sehr bemühen und enorm viel Einsatz zeigen.“ Reichlich zwei Stunden Präsentation und Ortsbesichtigung lagen da hinter den sieben Entscheidungsträgern vom Landratsamt. Nach einer halbstündigen Einführung im OMA-Haus durch Bürgermeister Holger Reinboth ging es als erstes zu Fuß in die neue Heimatstube, die reichlich zu bieten hat.

Ob technische Geräte aus vergangenen Zeiten, Kinderspielzeug, historische Haushaltsgeräte oder Bücher und Zeitschriften aus Uromas Zeiten. Betreut wird sie vom 57 Mitglieder zählenden Heimatverein. Der Vorsitzende Gerhard Hellwig lobte, dass sich die Einwohner aus dem Dorf stark mit eingebracht hätten und zahlreiche Exponate zur Verfügung stellten. Nächstes Projekt sei die Schaffung einer Sattlerwerkstatt, um die originalen Gerätschaften zeigen zu können, die ein verstorbener Sattlermeister hinterlassen hat. Der Bürgerbus, der ebenfalls mit viel Stolz präsentiert wurde, brachte die Jury-Mitglieder dann zu den übrigen vier Stationen. Nächster Halt war bei der Agrargenossenschaft. „Wir als Betrieb fühlen uns nicht nur für Ackerbau und Viehzucht zuständig, sondern haben, wie wir es sehen, auch einen gesellschaftlichen Auftrag“, erklärte Geert Brandtner. Eine enge Zusammenarbeit mit der Grundschule gehöre dazu. Man führe gemeinsame Projekttage durch, fahre mit den Kindern aufs Feld oder in die Milchviehanlage.

Damit könne man die Schüler zudem frühzeitig für den Beruf in der Landwirtschaft begeistern. Sehr guten Anklang in der Region finden die Jazz-Abende, die die Agrargenossenschaft seit einigen Jahren mit Unterstützung der örtlichen Vereine organisiert. „Wenn wir gemeinsam etwas veranstalten, dann macht es viel mehr Spaß und somit hat das Dorf auch Zukunft“, fand der Firmen-Chef geschickt die passende Überleitung zum Dorfwettbewerb. Nach der Wende sei es in Arzberg steil bergab gegangen. Doch dann kam eine Zeit, in der zahlreiche Aktivitäten starteten und sich Erfolge einstellten. Es gibt einen Arzt, einen Zahnarzt,

Verkaufseinrichtungen, den Bürgerbus – machte Brandtner keinen Hehl daraus, dass er sich als geborener „Fischkopp“ mittlerweile in Ostelbien vollauf heimisch fühle. Auf der Streuobstwiese – der nächstfolgenden Station – nutzte Schulleiterin Silke Dolecek die Gelegenheit, die erfreuliche Situation in der Bildungseinrichtung darzustellen. „Wir haben so viele Schüler wie noch nie, nämlich aktuell 74, die von vier Lehrern plus Schulleiterin unterrichtet werden. Als ich vor neun Jahren anfang, waren es nur 53. Zwischenzeitlich stand sogar mal die Schließung im Raum.“ Die Streuobstwiese wiederum wird in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband und dem Kleingartenverein „1. Mai“ Arzberg betreut. Übrigens mit 32 Mitgliedern und 19 Parzellen einziger Kleingartenverein in Ostelbien.

Die Physiotherapie von Maik Milbrandt kam als nächster Anlaufpunkt. „Es war ein Glücksfall für den Ort, dass sich der Annaburger Spezialist ausgerechnet im ehemaligen Kindergarten-Gebäude am Sportplatz in Arzberg niederließ“, verdeutlichte Manfred Bader vom Sportverein. Mittlerweile besuchen 20 bis 30 Patienten täglich die Praxis . Ein Bienengarten wertet das Grundstück auf.

In der Sportstätte des SV Arzberg konnte Udo Weisser einen rasanten Aufstieg des Sportvereins bilanzieren, der vor allem in einer konsequenten Kinder- und Jugendarbeit begründet ist. Immerhin 98 Mitglieder betätigen sich nunmehr sportlich. Von Mini-Sport bis Reha-Sport gibt es keine Altersgrenzen.

Nur einen Steinwurf entfernt treffen sich hingegen die Jugendlichen im wiederbelebten Clubgebäude. Dass es nach rund 50 Jahren gelang, eine neue Arzberger Jugendfeuerwehr auf die Beine zu stellen, ist vor allem ein Verdienst von Tanja Grabein, die die Jury-Mitglieder an der letzten Station – dem Feuerwehrgerätehaus – mit ihrer jugendlich erfrischenden Art begeisterte. Die Kinder finden hier nicht nur eine sinnvolle Freizeitbetätigung, sondern werden auch als künftige Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen für ein wichtiges Ehrenamt ausgebildet.

Holger Reinboth hinterher zufrieden: „Wir haben es trotz engen Zeitplans geschafft, alle Stationen abzufahren und der Jury unser vielfältiges Engagement zu zeigen.“ Ob es sich gelohnt hat, wird spätestens Ende September feststehen.

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