Samstag, 21. Juli 2018

 
Freitag, 11. August 2017

BELGERN-SCHILDAU

Projekt zur Heimatfindung

In der Turnhalle am Schildauer Marktplatz gab es für die Erst- bis Viertklässler eine erste Einführung durch Thomas Heller und Britgitte Bussenius, die kostümiert in Schildbürgerkleidung auftraten. Auch Schulleiterin Rosemarie Fischer konnte den Kindern einiges erzählen. Danach ging es raus in die Stadt.Foto: TZ/S. LindnerFoto: TZ/S. Lindner

von unserem Multimedia-Redakteur Sebastian Lindner

Die Schildbürger sollen dabei helfen, Schildauer Grundschülern ein Gefühl von Heimatverbundenheit zu vermitteln. Schule und Geschichtsverein arbeiten dafür zusammen.

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Schildau. Zum Auftakt ins neue Schuljahr starteten die Schüler der Europa-Grundschule in der Gneisenaustadt mit einem lockeren Aufgalopp – und einem zweitägigen Projekt. Am „Tag der Schildbürger“ war die gesamte Schule gestern mit ihren sechs Klassen und den über 100 Schülern im Ortskern unterwegs, um dort die Spuren der sagenumwobenen Schildbürger zu ergründen. „Unser Grundanliegen ist es, Heimat und Heimatverbundenheit fest in den Schulalltag zu integrieren“, sagte Schulleiterin Rosemarie Fischer, die gemeinsam mit den Kindern eine Runde durch Schildau drehte.

Doch bevor es in die Stadt ging, stand in den einzelnen Klassen in den frühen Unterrichtsstunden erst einmal die Vermittlung von etwas Vorwissen an. „Gerade in den 1. Klassen“, so Fischer. „Wir haben ja auch neue Schüler aus Kindertagesstätten, die nicht unbedingt aus dem direkten Einzugsbereich kommen und vielleicht noch nicht so viel von den Schildbürgern gehört haben.“ Anschließend ging es dann gemeinsam in die Turnhalle am Marktplatz. Dort warteten bereits Thomas Heller und Brigitte Bussenius vom Schildbürgermuseum als Schultheiß und seine Frau auf die Meute, die sich begierig lauschend den Worten der Verkörperer der Schildbürger zuwandte.

„Wir freuen uns, dass das Interesse an diesem Teil unserer Geschichte, unserer Kultur weiter so groß ist“, freute sich Heller dann auch gegenüber der TZ. Das zeige auch, dass es richtig sei, weiter in das Museum zu investieren, wie geplant. Gelder seien beantragt, einen Vorschlag zur Umgestaltung gebe es auch schon. „Doch so lange das Geld nicht da ist, können wir nichts machen.“ Wichtig ist es für den Vorsitzenden des Geschichtsvereins außerdem, dass damit auch Leute aus der eigenen Region im Museum ein- und ausgehen. „Natürlich brauchen wir auch überregionale Gäste, ohne Frage. Aber den Kontakt zur heimischen Bevölkerung zu halten, ist genauso wichtig. Wir dürfen unser eigenes Kulturgut nicht vergessen.“
Damit steht Heller genau bei der Meinung von Schulleiterin Fischer. „So viel haben wir in unserer Region nicht. Deswegen müssen wir das, was da ist, besonders gut nutzen.“ Gesagt, getan, und so ging es nach der Einleitung in der Turnhalle raus auf die Straßen auf der Suche nach markanten Schildbürgerpunkten. Erste Station war da natürlich der Schildbürgerbrunnen. Nachdem Bussenius und Heller dort auf charmante Art die Gestalten am Brunnen erklärten, steuerten die Kinder mit ihren Führern ein paar weitere  spezielle Schildbürgerpunkte im Zentrum an, um dort den Geschichten ihrer vermeintlichen Urahnen zu lauschen.

„Nach vier Jahren Grundschulzeit in Schildau gehört es zur Ehre eines jeden Schülers, die Schildbürgergeschichten zu kennen und ein Lebenlang erzählen zu können“, sagt Schulleiterin Fischer. Denn: „Bei all den Träumen und Visionen, die ein jeder hat, sollte das Heimatgefühl immer ein großer Baustein sein.“ Dass dies funktioniere, zeige sich aber auch darin, dass immer mehr junge Leute aus dem Westen zurück in die Region kämen.

Heute beziehungsweise am Montag steht der zweite Teil des Schildbürgerprojektes für die Grundschüler an. Jede Klasse bekommt einen Rundgang durch das Museum, um Erfahrenes zu vertiefen. „Und vielleicht“, so Fischer, „ist das für die Familien dann auch ein Anreiz, auch mal gemeinsam im Museum vorbeizuschauen.“

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