Montag, 23. Oktober 2017

 
Mittwoch, 6. September 2017

OSTELBIEN

"Familienfreundlichkeit ist uns wichtig"

Bei Kaffee und Kuchen wird gemeinsam über die praktische Umsetzung des Projektes diskutiert.Foto: TZ/Perz

Von Elisa Perz

Die ostelbische Kleinkommune buhlt künftig noch verstärkter um Familien: Im O-M-A wurde über dafür notwendige Ideen am Montag fleißig diskutiert.

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Arzberg. Wie können Familien überzeugt werden, sich in der kleinen Landkommune Arzberg niederzulassen? Was muss unternommen werden, um den Ort familienfreundlicher zu gestalten? Welchen Beitrag können Bürgermeister, Landrat und die Bürger selbst hierfür leisten? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der Auftaktveranstaltung des Modellprojektes „Familien im Zentrum – Auf dem Weg zur familienfreundlichen Kommune“ am Montag besprochen.

Der Deutsche Familienverband, kurz DFV, sowie das Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen hatten um 15 Uhr jeden ins Ostelbische Mehrgenerationenhaus eingeladen, der sich ein eigenes Bild von den Zielen des Projektes und deren Umsetzung machen wollte.
Zu Beginn begrüßte Beatrix Schnoor, die Vorsitzende des DFV Sachsen, die Gäste bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen. Unter den Anwesenden befanden sich unter anderem der Arzberger Bürgermeister Holger Reinboth sowie der Bürgermeister von Beilrode, René Vetter, die ehemalige Vorsitzende der Grüne-Fraktion im Sächsischen Landtag, Antje Hermenau, der Geschäftsführer des Bildungswerks für Kommunalpolitik Sachsen, Lutz Barthels, und Lutz Freudenberg vom Verbund Sozialpädagogischer Projekte.

„Wir bewundern die Vorarbeit ihrer Gemeinde in Bezug auf die Familienfreundlichkeit. Dieser Punkt trug auch zur Wahl Arzbergs als Modellkommune des Projektes neben Ebersbach-Neugersorf bei“, erklärte Schnoor. Trotzdem müssten weitere Maßnahmen unternommen werden, um den Ort noch familienfreundlicher zu gestalten, sodass sich Familien auch langfristig wohlfühlten. „Die Grundlage hierfür ist zu wissen, was Familien benötigen.“ Erkenntnisse dazu seien bereits im Oktober letzten Jahres bei einem Fachtag zum Thema „Was brauchen Familien?“ erarbeitet worden.

Nach der kurzen Ansprache der Vorsitzenden des DFV, erörterte Antje Hermenau, was Familienfreundlichkeit in einer Kommune bedeutet. Eine wichtige Rolle spielen ihr zufolge dabei zum Beispiel die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Freizeit- sowie Beschäftigungsangebote für Kinder, die Infrakstruktur, Bildungseinrichtungen oder ebenfalls die Daseinsvorsorge.

Bei einigen Kriterien kann Arzberg bereits punkten, wie Bürgermeister Holger Reinboth anschließend präsentierte. So tragen das Mehrgenerationenhaus O-M-A, die moderne Grundschule und die Kintertagesstätte zur Familienfreundlichkeit bei. Um diese weiter zu erhöhen und Ideen verwirklichen zu können, gab Lutz Freudenberg Anstöße zur praktischen Umsetzung. In den daraufhin gebildeten Arbeitsgruppen wurde geschaut, wie dessen Empfehlungen in den einzelnen Themenbereichen Verwaltung, Wohnen, Verkehr und Familienorte angewandt werden können.
Die Ergebnisse des Projektes werden schließlich im November zur Abschlussveranstaltung in Dresden vorgestellt.


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