Samstag, 23. September 2017

 
Dienstag, 12. September 2017

TORGAU

Eisbahn aus Kunststoff zum Weihnachtsmarkt?

Ein gut besuchter Händlerstammtisch. Übrigens im Vordergrund saßen die beiden Stadträte Matthias Grimm-Over und Peter Deutrich Seit an Seit. Bis auf ein paar spaßige Frotzeleien war von deren Streit anlässlich des Merkel-Besuchs aber nichts mehr zu spüren. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. „Größer. Besser. Anders.“ Für den Torgauer Weihnachtsmarkt hat sich der Wirteverein heuer einiges vorgenommen. Dass die Veranstaltung diesmal vom 1. bis zum 20. Dezember angesetzt ist, war schon längst kein Geheimnis mehr. Doch dass man in diesem Jahr auf das große Eingangstor verzichten wolle, kam dann doch überraschend.

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Frieder Francke vom Wirteverein nutzte die Gelegenheit, während des jüngsten Händlerstammtischs im Torgauer Rathaus noch weitere Details über das geplante Weihnachtsmarkttreiben zu nennen. Der Bäckermeister sprach von minimalen optischen Veränderungen, die jedoch maximale Wirkung erzielen würden. So sollen die Hütten ein einheitliches Outfit bekommen. „Die Lumpenhütten werden eliminiert“, warf Francke als Schlagzeile in die gut gefüllte Runde. Die Rückseiten der Hütten sollen zudem mit Motiven vergangener Weihnachtsmärkte bespannt werden. „Sozusagen eine riesige Bildergalerie.“ Einen Schafstall werde es 2017 nicht mehr geben, damit sich Tierschützer nicht aufregen könnten. Stattdessen wolle man auf ein Zelt zurückgreifen, das unter anderem für Kinderbetreuung oder auch Tanzauftritte genutzt werden kann.

Und dann das Spektakulärste: Die Idee einer Eisbahn. Vom zustimmenden Klopfen begleitet erläuterte Francke jenen Gedanken, für den es allerdings noch am notwendigen Kleingeld fehlt. Ziel sei es, im Schloss eine Eisbahn aufzubauen. Mit dem Landrat sei darüber bereits gesprochen worden. Er sehe keine Probleme, die Eisbahn ganze zwei Monate dort zu betreiben.

Im Gespräch ist eine Anlage von 200 Quadratmeter Größe, die für 50 Leute ausgelegt ist. Obgleich vom Weihnachtsmarkt weit weg, wäre die Bahn auf dem Schlosshof sicher. Da aber gerade die Betriebskosten für eine Eisbahn mit strombetriebenem Kühlaggregat sehr hoch seien, habe man nach Angabe Franckes nun das Mieten einer Eisbahn aus Kunststoff im Blick. Für diese müsste ein Startkapital von 22 000 Euro in den kommenden sechs Wochen aufgebracht werden. Das Geld könnte, im Falle, die Stadt würde sich doch noch für einen Kauf entscheiden, auf den Kaufpreis angerechnet werden.

Mit den 22 000 Euro würde Torgau ein Komplettpaket erhalten. Vorteil der Kunststoffeisbahn ist, dass das Vergnügen auf Kufen wetterunabhängig wäre. Betreiben würde die Bahn der Altstadtverein. Nachteil einer solchen Bahn: Es müsste genügend Lagerkapazität für die Einzelteile zur Verfügung stehen.
Nachdem Francke seine Ausführungen beendet hatte, meldeten sich bereits die ersten Unterstützer für das Projekt.

Unter anderem sagten Claus Höfner und Corinne Heise finanzielle Hilfen zu. Stichwort Heise: Die ehemalige Vorsitzende des Altstadtvereins erinnerte daran, dass auf dem Vereinskonto des Altstadtvereins noch reichlich Geld liegen müsste. Dieses war für den Fall vorgehalten worden, dass der Verein ein Gerichtsverfahren mit der GEZ verlieren würde. Hat er aber nicht, sodass beim Abtritt von Corinne Heise vom Posten der Vorsitzenden noch etwa 13000 Euro auf dem Konto lagen. Dieses, so die Überlegung, könne doch nun für das Eisbahnprojekt genommen werden.


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