Montag, 23. Oktober 2017

 
Samstag, 7. Oktober 2017

NORDSACHSEN

Xavier hielt Einsatzkräfte in Atem

Team TZ

NORDSACHSEN. Die Bilanz zum Sturm, der am Donnerstagabend auch die hiesige Region heimsuchte

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Auch wenn Xavier die Region schnell überquerte, hinterließ der Sturm etliche Schäden und bescherte den Feuerwehren umfangreiche Einsatzzeiten. 108 Alarmierungen zählte die Rettungsleitstelle am Donnerstag. Tags darauf dann die erste Bestandsaufnahme auf Schloss Hartenfels. Dort waren auf der Hofseite über dem Eingangsportal Dachziegel abgerutscht. Der  Eingang wurde vorübergehend gesperrt und erst nach den entsprechenden Sicherungsarbeiten wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Schäden registrierte das  Landratsamt als Schlossherr auch am Dach von Flügel D, unterhalb des Hausmannsturms.
Stromausfälle in der Region
Wie die envia mitteilte, war in weiten Teilen des Altkreises Torgau die Stromversorgung kurzfristig zusammengebrochen.  Insgesamt mussten zwischenzeitlich mehr als 4000 Haushalte auf Elektrizität verzichten. In Ostelbien war vor allem der nördliche Part betroffen. In der Gemeinde Beilrode und nahezu allen ihren Ortsteilen war am Nachmittag alles dunkel, Arzberg hingegen blieb verschont. Auch in Dreiheide, Mockrehna, Schildau und Trossin waren keine Ausfälle zu verzeichnen. Torgau mit Ortsteilen sowie Belgern und seine nördlichen Eingemeindungen und Dommitzsch inklusive der Dörfer südlich der Gänsebrunnenstadt hingegen  mussten zwischenzeitlich auf Strom verzichten. Die Ausfallzeiten variierten stark, doch envia teilte mit, dass spätestens bis gestern Mittag alle Kunden wieder versorgt waren. Hervorgerufen wurden die Störungen durch Bäume, die in Oberleitungen gefallen waren.  
Unklare Informationslage in Torgau
Die Torgauer Feuerwehr wurde am Donnerstag zu mehreren Einsätzen gerufen, sodass die Männer mehrere Stunden unterwegs waren. Sie mussten durch das Unwetter abgebrochene Äste und umgefallene Bäume beseitigen. Genauere Informationen konnte die TZ nicht in Erfahrung bringen, weil sich die zuständigen Ansprechpartner derzeit im Ausland aufhalten und für eine Aussage nicht zu erreichen waren. Auch die Torgauer Stadtwerke oder die Stadtverwaltung konnten keine Informationen zu den Aufräumarbeiten nach dem Sturm geben.
Bundesstraße voll gesperrt
Die Dommitzscher Feuerwehr musste zweimal ausrücken. Beim ersten Einsatz gegen 16.30 Uhr auf der Verbindungsstraße zwischen Dommitzsch und Trossin mussten die neun Kameraden einen Baum mit Hilfe einer Kettensäge von der Fahrbahn schaffen, während neun weitere Feuerwehrmänner auf der Wache die Stellung hielten.
„Bei unserem zweiten Einsatz wurden wir zur B 183 gerufen. Diese gehört normalerweise nicht zu unserem Einsatzgebiet, wahrscheinlich waren die zuständigen Feuerwehren selbst im Einsatz oder nicht einsatzbereit“, berichtet der Einsatzleiter Daniel Noack. Er informierte vor Ort sofort die Polizei. Die Bundesstraße musste in beide Richtungen voll gesperrt werden, da aufgrund des Unwetters zwei Astgabelungen eines Baumes abgebrochen waren. Daher entschloss sich der Einsatzleiter, Verstärkung anzufordern. Die von der Leistelle Leipzig zunächst angeforderten Feuerwehren aus Mockrehna und Trossin trafen allerdings nach mehrmaliger Nachfrage nicht ein. Nach zirka einer Stunde erhielten die Dommitzscher Kameraden Unterstützung von sechs Einsatzkräften aus Pressel, sodass die Fahrbahn nach insgesamt Eineinhalbstunden gegen 18.45 Uhr wieder freigegeben werden konnte.
Glimpflich davongekommen
Mockrehnas Wehrleiter Frank Dörschmann konnte ein glimpfliches Fazit des Sturmnachmittages ziehen. „Im Vergleich zur Eilenburger Ecke sind wir dieses Mal verschont geblieben.“ Es habe lediglich ein paar kleinere Einsätze durch auf die Straßen gefallene Bäume gegeben. Brenzlig wurde es allenfalls, als in Strelln eine teils entwurzelte Weide drohte, auf eine Garage zu kippen und eine Birke auf  einen Stromkasten geknickt war. Zu größeren Schäden sei es allerdings nicht gekommen. „Dächer und die Stromversorgung blieben dieses Mal unbeschädigt.“
Ein ähnliches Fazit zog Schildaus Ortswehrleiter Jens Burghardt. „Wir mussten lediglich einmal ausrücken, als in einem Waldstück an der S 23 ein Telegrafenmast umgekippt war.“ Ansonsten sei es auch in seiner Ecke eher ruhig gewesen.
Von der Messe zum Einsatz
Ein paar größere Probleme gab es im Bereich der Belgeraner. „Wir waren am Donnerstag auf der Florian-Messe für Feuerwehrleute in Dresden“, so Jochen Werner. Auf dem Rückweg in die Heimat liefen bereits die ersten Alarme ein. Im Stadtbereich habe es durch querliegende Bäume versperrte Wege in der Gartenstraße und der Mühlbergstraße gegeben, so Werner. „Die schlimmste Phase war etwa zwischen 17 und 18 Uhr.“ Danach habe sich die Situation wieder beruhigt. Noch bis in den Freitag hinein soll hingegen die Holzstraße zwischen Lausa und Dahlen gesperrt gewesen sein. Auch hier waren umgefallene Bäume die Ursache.


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