Donnerstag, 18. Oktober 2018

 
Dienstag, 24. Oktober 2017

BELGERN-SCHILDAU

TSV-Sportler wegen Problemhalle in Sorge

Wie geht es mit der Turnhalle am Schildauer Netto-Markt weiter? Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

TSV-Chef Uwe Tempel warnt schon mal: Die Turnhalle am Netto-Markt dürfe nicht kaputtgeredet werden. Die Stadtverwaltung sagt nun erst einmal eine Notreparatur defekter Wasserleitungen zu.

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Schildau. Da halfen auch die flehenden Blicke auf die Uhr nichts: Als Belgern-Schildaus Bürgermeisterin Eike Petzold die jüngste Stadtratssitzung im Schildauer Ratssaal eröffnete, waren nur neun Stadträte von ingesamt 22 anwesen. Zu wenig, um Beschlüsse herbeizuführen, aber ausreichend, um nach einer Änderung der Tagesordnung zuerst über die Probleme mit der Turnhalle am Schildauer Netto-Markt zu diskutieren.

Schon lange brodelt die Gerüchteküche: Wird die Halle womöglich geschlossen? Und was wird dann beispielsweise aus den Volleyball-Frauen der allgemeinen TSV-Sportgruppe? Diese nutzen das in die Jahre gekommene Gebäude zu Trainingszwecken. Genauso, wie die Schildauer Judoka, die Fußballer in den Wintermonaten sowie die Turnsteppkes beim Kindersport. Vor allem die Wasserleitungen haben in den zurückliegenden Monaten arge Probleme bereitet. Bürgermeisterin Eike Petzold sprach sogar von Rohrbrüchen. Allein eine Notreparatur würde mit knapp 3000 Euro zu Buche schlagen. Und dann wurde die ganz große Aufgabenliste ausgepackt. Sanierungsarbeiten im Erdgeschoß: 20 000 Euro. Dachdeckerarbeiten: 60 000 Euro. Klempner: 15 000 Euro. Türen und Fenster: 10 000 Euro. Zahlen, die bereits grob ermittelt wurden. Zahlen, von denen sich TSV-Chef Uwe Tempel in den Besucherreihen allerdings wenig beeindrucken ließ. Man sollte das Gebäude nicht kaputtreden, warnte er. Und Tempel weiß, wovon er spricht. Er ist nämlich Sachverständiger, allerdings im Kfz-Gewerbe.

Vor allem die für die Instandsetzung des Dachs angesetzten Kosten hatten ihn aufgeschreckt. Begründung der Verwaltung: Die Betonsteine lägen seit 1960 auf dem Dach. Da müsse immer mal mit Schäden gerechnet werden. Allerdings räumte man auch ein, dass es noch nicht akut sei.
Tempel sprach von bis zu 100 Personen, die die Problem-Halle regelmäßig nutzen. Den Großteil davon würden Kinder ausmachen. Auch die allgemeine Sportgruppe des TSV nutzt den Bau. Volleyball-Frau Manuela Drubig hatte während der Sitzung Bedenken dahingehend geäußert, dass eine Konzentration der Trainingsmöglichkeiten auf Volkshaus sowie Schulturnhalle problematisch sei, weil diese ja auch schon dicht belegt seien.

Nicht zuletzt deswegen stand die Option, die Judoka erst einmal in den ehemaligen Jugendclub nach Sitzenroda auszugliedern. Doch diese Idee müsse nach Ansicht des TSV verworfen werden. Unter anderem wurden Sicherheitsbedenken angeführt. Zudem wäre ein Kraftraum nur separat zugänglich, was wiederum eine zusätzliche Aufsichtsperson erfordere.
Bürgermeisterin Eike Petzold sprach insgesamt von einem hohen Abstimmungsbedarf. Der Rat stehe vor der Entscheidung, wie man perspektivisch mit der Halle umgehen wolle. Fürs Erste sollen nun erst einmal die Rohrleitungen im Hause repariert werden.


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