Freitag, 24. November 2017

 
Dienstag, 14. November 2017

MOCKREHNA

Rot-, Reh- und Schwarzwild im Visier

Am frühen Nachmittag wurde auf dieser Freifläche bei Torfhaus, Gemeinde Mockrehna, die Strecke gelegt.Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Torfhaus. Es waren nicht gerade die besten Bedingungen für Treiber und Schützen. Der Wind blies, der Regen peitschte und die Kälte machte allen Beteiligten zu schaffen. Angesichts dieser Bedingungen zeigte sich Jan Glock am Ende doch zufrieden mit dem, was auf der Strecke lag.

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Der Forstbezirksleiter und Jagdleiter zählte insgesamt 32 Stück Wild. In Torfhaus, im Revier Schöneiche, fand am Sonnabend die erste Hubertusjagd im Forstbezirk Taura statt. 95 Jäger mit 15 Hunden und 25 Jagdtreiber hatten sich pünktlich 8 Uhr – auf einen erfolgreichen Tag hoffend – eingefunden. 1400 Hektar standen im Blickpunkt. 

Bevor es losging, musste jeder Teilnehmer eine Belehrung über sich ergehen lassen. Außerdem wurden gut sichtbare grell orange leuchtende Westen verteilt. Vor allem hatten es die Teilnehmer in diesem Jahr auf Rot- , Reh- und Schwarzwild abgesehen. Die Drückjagd verläuft nach festem Schema: „Mit Hilfe von Treibern und ausgebildeten Stöberhunden wird das Wild aus seinen Einständen gedrückt. Die Treiber machen sich mit Rufen und Klopfen bemerkbar, die Hunde bellen. Das Wild kann frühzeitig reagieren und wird schonend durch den Wald bewegt“, beschreibt Saskia Petzold, Sprecherin des Forstbezirkes, das genaue Vorgehen.

Die an Wildwechseln günstig auf Hochsitzen, Leitern und Drückjagdböcken platzierten Jäger können das Wild tierschutzgerecht erlegen. Anschließend kann es „aufgebrochen“ und auf den Streckenplatz gebracht werden, wo schließlich der Verkauf an Privatinteressenten oder an Wildhändler erfolgt. Insgesamt bestand die Ausbeute aus vier mal Rehwild, fünf mal Rotwild, 19 mal Schwarzwild und vier Füchsen. „Vor allem der Bestand an Schweinen ist hoch, was nicht zuletzt an den großen Anbauflächen an Mais und Raps liegt.

Jetzt im Herbst wechselt das Wild in den Wald“, so Jan Glock. Es sei wichtig, die Bestände zu reduzieren, um Schäden im Forst und in der Landwirtschaft zu verringern. Der Jagdleiter freut sich, wenn vor allem Privatleute die  Gelegenheit nutzen, das Fleisch gleich vor Ort zu beziehen. Schon jetzt kaufen manche Familien so ihren Festtagsbraten für Weihnachten ein. Das ganze Geschehen am Samstag verlief ohne Probleme. Jetzt folgen noch 21 weitere Jagden im Forstbezirk.


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