Freitag, 24. November 2017

 
Dienstag, 14. November 2017

BELGERN-SCHILDAU

Umzug mit acht Helfern

Mit Helfern wurden die zahlreichen Ausstellungsstücke aus dem Oschatzer Tor geschafft.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern. Während am Samstag vielerorts die Narren durch die Straßen zogen, zogen in Belgern auch die „Möbelpacker“ über mehrere Stunden von A nach B. Michael Rosche, der im Oschatzer Tor bislang zahlreiche Ausstellungsstücke rund um die Napoleonischen Befreiungskriege zur Schau stellte, musste wegen der Arbeiten am Dach seinen Exponaten ein staubfreies Zuhause suchen. TZ sprach mit ihm über den Umzug.

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TZ: Herr Rosche, alles heil geblieben?
Michael Rosche:
Ja, Gott sei dank. Danke an alle acht Helfer, die mir beim Ausräumen unter die Arme griffen. Und auch den Handwerksfirmen, die immer ein offenes Ohr für unsere Belange hatten, sei gedankt. Denn ein solcher Umzug geht nicht mal eben so schnell über die Bühne. Zudem haben uns die Dachdecker beispielsweise einen alten Kinderschuh aus Leder übereicht, der in all dem Schutt auf dem Dach zum Vorschein kam.

Beispielsweise? Da war also noch etwas  anderes im Spiel, oder?
Ein kleines Stück Dielung kam beim Öffnen der Decke vom Dachstuhl zur dritten Etage zum Vorschein. Sie war mit dem Datum 18. Juli 1859 versehen, wurde also 54 Jahre nach dem Wiederaufbau des Tores eingezogen.

Wohin wurden all die Ausstellungsstücke gebracht?
Sie sind auf mehrere Standorte verteilt worden. Die meisten Vitrinen und Regale stellten wir  in der ehemaligen Gefängniszelle im Erdgeschoss ab. Wertvolle Stücke, wie alte Waffen, brachten wir an einen geheimen Ort.

Auf Plakaten zum Belgeraner Advent in den Höfen am 2. Dezember ist das Oschatzer Tor als Station aufgeführt. Dabei hieß es doch noch während der vergangenen Stadtratssitzung, dass das Tor definitiv nicht geöffnet haben wird...
Da muss der Informationsfluss bei der Erstellung der Plakate ein wenig ins Stocken gekommen sein. Es bleibt dabei: Das Oschatzer Tor kann aus Sicherheitsgründen nicht für die Besucher geöffnet werden. Auch vor dem Tor, das den Besuchern jedoch einen Durchlass in die Innenstadt gewährt, wird diesmal leider keine Feldlagerromantik aufflammen.

Wann rechnen Sie damit, dass Sie mit dem Museum wieder in das Oschatzer Tor ziehen können?
Ich hoffe, dass das Objekt spätestens in einem halben Jahr wieder bezugsfertig ist.


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