Mittwoch, 13. Dezember 2017

 
Samstag, 2. Dezember 2017

OSTELBIEN

Nachbarn mit Herz: Heute Marieluise Kynast aus Dautzschen

Aus den Händen von Daniela Rad (l.) und Bürgermeister René Vetter erhielt Marieluise Kynast am vergangenen Sonntag Präsente überreicht.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Als die ersten Besucher ihre Adventsausstellung betraten, ahnte Marieluise Kynast noch nicht, dass dieser Nachmittag für sie etwas Besonderes werden wird.

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Dautzschen. Soeben noch am heimatlichen Mittagstisch und nun schon wieder am Plätzchenteller von Marieluise Kynast: Bettina Jonack und Eveline Gräfe lassen sich in der Dautzschener Blumenboutique nicht zwei Mal bitten, zumal das Flair anlässlich der Adventsausstellung am vergangenen Sonntag zum Plätzchenknuspern regelrecht einlud.

Jonack und Gräfe sind die beiden ersten Besucherinnen, die sich in dem Geschäft auf dem Drei-Seiten-Hof vom vorweihnachtlichen Dekoglanz inspirieren lassen. Der Duft von Glühwein und Kaffee liegt in der Luft. Noch ist nicht viel los. Doch Marieluise Kynast weiß, dass sich das schon bald ändern wird. Nach bislang 25 Adventsausstellungen hat die 65-Jährige genug Erfahrung.
Und auch als ihre Damen des Dorfclubs „Dautzschen lebt“ plötzlich vor der Türe stehen, schöpft Kynast noch keinen Verdacht. Die Truppe geht ohnehin seit vielen Jahren durch dick und dünn und zählt zu den kulturellen Stützen der Dorfgemeinschaft. Als Kynast dann aber den Kopf von Beilrodes Bürgermeister René Vetter aus der Traube ragen sieht (der Weidenhainer hatte sich von den ausklingenden Geburtstagsfeierlichkeiten für Ehefrau Stefanie kurz mal davon geschlichen), ist es erst einmal mit der weihnachtlichen Romantik vorbei.

„Nanu? Du hier?“ Nun sollten auch noch die Fragezeichen ins volle Pflanzenstübchen drängen. Die Lösung folgte auf dem Fuße. Denn Marieluise Kynast gehört zu jenen „Nachbarn mit Herz“, denen die Heimatzeitung mit Unterstützung der Leserschaft an dieser Stelle ein öffentliches Dankeschön zukommen lässt, denn ohne Kynast läuft in dem ostelbischen Dorf kulturell eigentlich kaum etwas. Als Chefin des Dorfclubs hält sie offiziell seit dem 15. September 2004 die Organisationsfäden in der Hand. Und mehr noch. „Sie ist eine regelrechte Ideenschmiede“, hieß es aus Kreisen der Dorfclub-Frauen, die nun anfingen, die noch immer fragend dreinblickende Chefin zu herzen. Vollkommen perplex weiß die in jenem Moment nichts besseres, als ein „Ihr seid doch alle so lieb und habt bestimmt Appetit auf einen Glühwein“ in die Runde zu schluchzen.

Diese Überraschung hat gesessen. Es brauchte ein ganzes Weilchen, bis sich Marieluise Kynast wieder fing. Auf eine derartige Würdigung war sie ausgerechnet zu ihrer Adventsausstellung nicht vorbereitet. Tochter Peggy und Enkelin Sarah sorgten sich derweil um das Ausreichen der heißen Getränke.
Ob Frauentagsfeier, Hochwasser-Gedenktag oder auch Krippenspiel – die Dorfclub-Frauen haben fast überall ihre Hände mit im Spiel. Es ist das Verdienst von Marieluise Kynast, diese Gruppe von acht festen Mitstreiterinnen und einigen Helfern zu einem verschworenen Haufen zusammengeschweißt zu haben. Legendär die Überraschungspartys des Dorfclubs in Görlichs Lagerhalle. Hier wartet regelmäßig im Oktober ein unterhaltsames Programm auf die Gästeschar (in diesem Jahr waren es die Filmfestspiele), die sich schon längst nicht mehr nur auf Dautzschen beschränkt. Als Moderator immer vorne mit dabei: Marieluise Kynast.

Unvergessen auch die Feierlichkeiten in diesem Jahr anlässlich des 775-jährigen Bestehens des Ortes. Wer wuselte im Festkomitee immer kräftig mit? Wer mähte die für die zahlreichen Deko-Objekte benötigten Getreidehalme mit der Sense vom Feld? Wer kümmerte sich um die Erntekrone und das Aufstellen der vielen Strohpuppen? „Unsere Marieluise“, schallte es von Seiten der Dorfclub-Frauen.


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