Donnerstag, 18. Oktober 2018

 
Donnerstag, 21. Dezember 2017

TORGAU

Zu Winterbeginn alles im Zeitplan

Trotz des zusätzlichen Bauabschnitts, mit der Verlegung von Kanalrohren aus GFK-Material, liegt man im Zeitplan.Foto: TZ/Zahn

von unserer Redakteurin Gabi Zahn

Torgau. Mit dem heutigen kalendarischen Winteranfang beginnt auf Torgaus Großbaustelle entlang von Puschkinstraße/Friedrichplatz das große Daumendrücken:

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Es möge bitte kein knallharter Frost kommen. Seit Mitte Juli wird hier das innerstädtische Abwassernetz saniert, was umfangreiche Verkehrseinschränkungen mit sich bringt. Im April soll alles fertig sein. Klappt das?
Die Bauleute sind zuversichtlich.

Wenn die Witterung über längere Zeit nicht alles lahmlegt, sei alles paletti: „Wir sind nach etwa fünf Monaten gut im Zeitregime“, signalisiert Sven Huth, Vorarbeiter der Finsterwalder Bau-Union GmbH. Das Unternehmen ist vom ersten Tag an dabei. Der Trink- und Abwasserverband Torgau-Westelbien als Auftraggeber hatte die Mega-Maßnahme lange geplant und dafür drei Millionen Euro veranschlagt. Geschäftsführer Uwe Fiukowski  hegt ebenfalls keinen Zweifel am zügigen Vorankommen, obwohl – wie er gegenüber der TZ erläutert – das Vorhaben sogar noch erweitert wurde:

„Im Bereich der Apotheke am Friedrichplatz findet derzeit eine zusätzliche Verlegung von Kanalrohren aus GFK-Material über eine Länge von etwa 30 Metern  statt.“ Diese Rohre, so ist in der Fachliteratur zu lesen, bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen (Kunstharz), wodurch ihre mechanische Belastbarkeit gegenüber reinen Kunststoffrohren steigt. „Die zusätzliche Verlegung soll die Kanalnetzhydraulik und die Reinigungswirksamkeit des bereits eingebauten neuen Spülbauwerkes verbessern“, veranschaulicht Fiukowski und geht ins Detail:  
„Der derzeit vorhandene Zulaufkanal verläuft, den örtlichen Gegebenheiten entsprechend, nach einer fast 90-gradigen Abwinkelung seitlich in das Anfangsbauwerk und wird in diesem wiederum um 90 Grad abgewinkelt.“

Diese zweimalige Abwinkelung führe zu hydraulischen Problemen, dadurch zu verstärkten Ablagerungen im nachfolgenden Kanalsystem. Die relativ kurze Aufbauzeit dieser Ablagerung sei erst im Zuge der Baumaßnahme festgestellt worden. Deshalb, so Fiukowski, habe sich der Verband entschieden, den Kanalabschnitt, der dem Bauwerk vorgelagert ist, zusätzlich auszutauschen.“ Damit werde auch die Sogwirkung des eingebauten Spülbauwerkes optimiert.

Trotz dieser zunächst nicht geplanten Erweiterung sei der Hauptkanal bereits komplett verlegt. „Im Januar soll die Betriebsfähigkeit des neu verlegten Kanals erfolgen.“ Dann könne schon der Straßenbau begonnen werden. Allerdings nicht, bevor die braune Stahlleitung wieder demontiert ist. Sie wurde als Vakuumleitung für die Bauzeit errichtet, um das produzierte Abwasser abzusaugen. Einige Passanten fachsimpelten angesichts dieser monströsen Konstruktion schon augenzwinkernd, ob durch Torgau etwa eine Erdöltrasse verlegt würde. Das sei ganz gewiss nicht der Fall,  versichert Uwe Fiukowski.

Während die Rohrleger der Finsterwalder Bau-Union im Trassenbereich bis zu fünf Metern tief arbeiten, laufen oben an den gelben Absperrungen die Fußgänger entlang. Die meisten Radfahrer sind rücksichtsvoll genug, steigen ab und schieben ihr Gefährt, so wie es auch die 85-jährige Annemarie Lange hält, wenn sie in der Stadt unterwegs ist: „Das Abwassernetz war kaputt, musste erneuert werden. Das bringt nun mal Einschränkungen mit sich. Aber ich komme trotzdem immer gut durch, und im Frühling ist ja alles wieder in Ordnung.“


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