Mittwoch, 24. Januar 2018

 
Donnerstag, 28. Dezember 2017

TORGAU

Alle wollen zur Kulturbastion, keiner auf den Markt

Überblick über das Festgebiet in Torgaus Innenstadt nach aktuellstem Planungsstand. Die gelbe Linie markiert den Weg des Festumzuges, die rote Linie zeigt den Sperrkreis. Rote Punkte zeigen Standorte für Themenbühnen, grüne Punkte sind Plätze für Workshops. Die mit einem „M“ markierten Stellen sind die Medienstandorte.Foto: Stadtverwaltung

von unserem Multimedia-Redakteur Sebastian Lindner

Torgau. „Wir sind im Zeitplan.“ Von dieser Aussage lässt sich – wenn es um den Tag der Sachsen geht – keiner aus dem Rathaus abbringen. Besonders nicht Tilo Schroth.

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Nach dem zweiwöchigen Intermezzo von Konstantin Loßner als Projektleiter ist der Pressesprecher der Stadtverwaltung wieder Kopf des Organisationsteams. Spätestens im Januar solle ein neuer Name bekannt gegeben werden. Aktuell verhandele man noch mit potenziellen Kandidaten, erfuhr der MDR aus dem Rathaus. Doch auch dann, das betont Schroth immer wieder, werde er weiterhin ein gehöriges Wörtchen bei den Planungen mitzureden haben. Von einer Art Doppelspitze ist die Rede.

Deshalb ist Schroth nach wie vor auch voll im Stoff. Und weiß, warum es für Außenstehende vielleicht den Eindruck macht, als ginge nichts vorwärts. „Wir haben noch keine eigene Homepage. Die kommt dann Ende Januar. Online sind wir aber trotzdem bereits, nämlich über die allgemeine Seite vom Freistaat zum Tag der Sachsen (www.tds.sachsen.de).“ Alles Wesentliche sei dort bereits zu finden. Für den Moment sind das vor allem  diverse Anträge und Formulare. Das Online-Anmeldeverfahren für Teilnehmer (Aufritt, Unterbringung, Stand, Festumzug), Anlieger und Zulieferer (Anliegerparkplatz beziehunsgweise Einfahrt in den Sperrkreis), Helfer sowie für Fördergeldanträge ist kurz vor Weihnachten an den Start gegangen.

Wobei es tatsächlich etwas hakt, ist die Verteilung der großen Medien auf die möglichen Standorte. Beworben haben sich bisher der MDR, Radio PSR, Hitradio Sachsen und Radio Leipzig. Auch Energy zeigt Interesse. „Probelamtisch ist, dass sich alle auf den gleichen Standort beworben haben (M4, siehe nebenstehende Grafik)“, so Schroth. Alle wollen auf den Platz vor der Kulturbastion, der eigentlich etwas außerhalb des eigentlichen Festgebietes liegt. Den Markt beispielsweise, eigentlich in extravaganter Lage inmitten der verschiedenen Meilen, wollte keiner.   „Deswegen müssen wir die Standorte jetzt nachverhandeln.“ Schlussendlich legt das Kuratorium fest, wer wo seinen Platz bekommt.

Jedoch geht dabei Zeit ins Land, die so nicht unbedingt eingeplant war. Und da die Medien und ihre Standorte essentiell für die Organisation des Sachsentages sind, hält das die weiteren Planungen etwas auf. „Um weiterarbeiten zu können, haben wir deshalb versucht, ein paar Prozesse vorzuziehen, die eigentlich noch gar nicht an der Reihe wären“, erklärt Schroth, wie trotz der Hängepartie der Zeitplan wieder passen kann. „Allerdings birgt dieses Vorgehen das Risiko, dass wir bestimmte Sachen zweimal anfassen müssen, falls bei den Medienstandorten noch unvorhergesehene Dinge geschehen.“

Bessere Nachrichten gibt es von den Arbeitsgruppen. „Alle elf internen AGs zur Vorbereitung haben sich konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen“, berichtet Tilo Schroth. Hinzu kommen weitere externe Arbeitsgruppen, die ihre eigenen Meilen organisieren, wie etwa die Kirche oder die Kleingärtner. Oder aber die Teilnehmer an der Blaulichtmeile. „Jener Abschnitt im Festgebiet für den Tag der Sachsen wird in diesem Jahr ziemlich groß“, kann Schroth schon jetzt verraten.  Das liege auch daran, dass der Tag der Reservisten in die Feierlichkeiten integriert wird. Bereits vor Weihnachten kamen die Teilnehmer an der Blaulichtmeile im Torgauer Rathaus zu ersten Planungen zusammen. Frank Conrad von der Polizeidirektion Leipzig, der den Hut in dieser Gruppe auf hat, sprach deswegen nach Angaben aus dem Rathaus auch vom frühesten Beginn für die Planungen einer Blaulichtmeile überhaupt beim Tag der Sachsen.

Sicherheit spielt nicht nur als Thema eine große Rolle beim Tag der Sachsen. Die entsprechende AG, die sich um die Ordnung beim Sachsentag kümmert, ist die größte und wird ebenfalls mit Beginn des neuen Jahres so richtig Fahrt aufnehmen, Ausschreibungen diesbezüglich werden im Januar rausgehen. Auch aus sicherheitstechnischen Gründen ist man in Torgau deshalb froh, ein relativ kompaktes Festgebiet zu haben. „Denn Sicherheit ist mittlerweile auch ein großer Kostenfaktor.“

Vergleichbar mit dem Tag der Sachsen 1996 in Torgau ist dieser Aufwand wie der in vielen anderen Bereichen auch aber überhaupt nicht mehr. „Die Veranstaltung damals war aber gut protokolliert“, sagt Schroth, weshalb schon noch ein paar Gedankengänge in die heutige Zeit übertragbar seien. Als „Gold wert“ bezeichnete er aber vor allem die Erfahrungen einiger Leute, die damals wie heute bei der Organisation mitwirkten.

Nicht zu unterschätzen sei allerdings auch die Hälfte, die aus Löbau kommt. „Die Zusammenarbeit läuft gut, wir profitieren von den Erfahrungen“, so Schroth. Und nicht nur davon: Auch einige „Überreste“ aus Löbau finden für kleines Geld den Weg nach Torgau, wie etwa bedruckte Warnwesten oder Hinweisschilder, die ohne Probleme weiter genutzt werden können.

Info:

Die internen Arbeitsgruppen:AG 1 – Sicherheit/Ordnung/Verkehrslage
AG 2 – Technik/Ver- und Entsorgung
AG 3 – Stadtbildgestaltung
AG 4 – Presse/Öffentlichkeitsarbeit (mit den Unter-AGs VIP-Betreuung und Sponsoring)
AG 5 – Finanzen
AG 6 – Unterbringung/Teilnehmer- und Gästebetreuung
AG 7 – Personal- und Helfereinsatz
AG 8 – Festumzug
AG 9 – Programmgestaltung/Kultur


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