Samstag, 21. Juli 2018

 
Freitag, 12. Januar 2018

OSTELBIEN

"Die Angebote im Bildungsbereich boomen"

Ondrej Kunze.Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Christian Wendt

Im Lehr-und Versuchsgut Köllitsch ist man nach Angabe von Einrichtungsleiter Ondrej Kunze ohne Probleme über den Jahreswechsel gekommen.

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Köllitsch. Im TZ-Interview gab Kunze in dieser Woche einen Ausblick darauf, was das Lehr- und Versuchsgut im Jahr 2018 bereithält. Dabei kam er auch auf die ursprünglich als Hightech-Stall konzipierte Milchlehrwerkstatt zu sprechen.

TZ: Herr Kunze, was steht bei Ihnen in diesem Jahr auf dem „Lehrplan“?
O. Kunze:
Die Kernaufgaben sind Bildung, Demonstration und angewandte Forschung. Dies wird uns erneut vor eine große Herausforderung stellen, denn gerade die Angebote im Bildungsbereich boomen.

Was heißt das konkret?
Wir konnten im zurückliegenden Jahr die Teilnehmerzahlen in der Praktiker-Weiterbildung auf 1700 hochschrauben. In der überbetrieblichen Ausbildung zählten wir 1650 Teilnehmer. Im Vergleich dazu lagen die Zahlen für die überbetriebliche Ausbildung im Jahre 2012 noch bei 1275. Natürlich rangieren die aktuellen Werte noch deutlich unterhalb jener von vor zehn Jahren (hier waren es beispielsweise 2300 in der überbetrieblichen Ausbildung, Anm. d. Red.), doch mittlerweile haben wir den Demografieknick hinter uns gelassen. In der Summe hatten wir mit Kursen für Fachschüler, Studenten sowie ausländischen Lehrgangsgruppen etwa 3800 Teilnehmer im letzten Jahr. Es geht aufwärts.

Wie hatte man damals auf die weniger werdenden Teilnehmerzahlen reagiert?
In dem wir die Gruppengrößen angepasst haben. Dieses war insofern nicht schwer, da wir auf Grund der überaus hohen Zahlen eine regelrechte Bugwelle vor uns herschoben. Die ohnehin aus pädagogischer Sicht notwendige Verkleinerung der Gruppen auf sechs bis acht Teilnehmer war damit ein Leichtes. So konnte übrigens auch das Angebot an verschiedenen Lehrgängen erweitert werden, ohne dass zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden mussten. Was damals aus der Not heraus geboren wurde, hat sich mittlerweile zu einem großen Standortvorteil von Köllitsch entwickelt. Diese Rückmeldung bekomme ich sehr oft von Teilnehmern aus Sachsen und Brandenburg.

Stichwort Rückmeldung: Wie sieht es mit dem Bau der 2013 als Hightech gepriesenen und im Windkanal getesteten Milchlehrwerkstatt aus?
Die wird in dieser Form definitiv so nicht gebaut. Derzeit befinden wir uns mit dem Projekt in der Vorbereitung des sogenannten BImSch-Verfahrens und hoffen, dass der Bau im kommenden Jahr in Angriff genommen werden kann. Die angepeilte Anlage hat eine vollkommen andere Kubatur als das Windkanal-Modell. Statt einem Quadrat verfügt die Grundfläche mit einer langen und einer schmalen Seitenkante über eine eher konventionelle Form. An dem Gedanken, neueste Technik der Milchwirtschaft und Innovationen für die Ausbildung hier unterzubringen, wird indes festgehalten.

Es könnten noch andere Baustellen aufgemacht werden...
Drei Offenställe für Mutterkühe sollen umgebaut werden, um hier besser mit der Technik hantieren zu können und den geforderten Arbeitsschutz für die Mitarbeiter gewährleisten zu können. Dazu kommt noch der Bau einer Unterstellhalle für unsere Landtechnik.

Vom 12. bis 16. Februar finden in Köllitsch die Landesmeisterschaften im Melken statt. Mit wie vielen Teilnehmern rechnen Sie?
Geplant sind 42. Diese rekrutieren sich aus den Erstplatzierten der sieben Regionalwettbewerbe. Hinzu kommen die Titelverteidiger. Köllitsch kooperiert bei der Ausrichtung mit der Agargenossenschaft Arzberg, bei der das Karussell-Melken erfolgt. Die Agrar- und Handels GmbH Mehderitzsch übernimmt den Team-Wettbewerb. Bei uns treten die Teilnehmer im Fischgrätenstand an.      


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