Montag, 23. April 2018

 
Freitag, 12. Januar 2018

MOCKREHNA

Neues Leben für altes Pfarramt?

Vorteil für das alte Pfarramt ist dessen strategisch gute Lage im Kirchspiel.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Bei diesem Projekt ziehen Ortschaftsrat und Kirchgemeinde an einem Strang: In das alte Pfarrhaus in Langenreichenbach könnte wieder mächtig Schwung reinkommen. Sofern LEADER mitspielt.

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Langenreichenbach. Mit Hilfe jenes Förderprogramms könnte aus dem Gebäude, das derzeit unter anderem zur Durchführung der Winterkirche dient, eine Art Familienarche werden. Diesen Vorschlag unterbreitete am Dienstagabend Schildaus Pfarrerin Hanna Jäger. Gemeinsam mit Vertretern des gesamten Kirchspiels sowie Mitgliedern des Ortschaftsrats wurde beraten, wie das Projekt in die recht regiden Regularien der LEADER-Förderung gepresst werden kann.

„In Langenreichenbach brodelt’s“, sagte Jäger, die damit auf das große ehrenamtliche Engagement abzielte und glaubt, dass das Angebot von den Einwohnern angenommen werde. Mit dem Brodeln sorgte Jäger bei Ortsvorsteher Detlef Bölke dann auch gleich für einen Ohrenschmeichler. „So etwas hört man gern“, strich er sich zufrieden übers „Lätzchen“.
Bölke hatte die Zusammenkunft im Heidelbachsaal angeregt. Anlass war der Aufruf der Förderregion Dübener Heide vor wenigen Tagen, bis zum 15. Februar entsprechende Projekte einzureichen und damit zur Entwicklung des ländlichen Raumes beizutragen. Diesmal stehen insgesamt 3,1 Millionen Euro bereit.

Von der Förderung können Kommunen, Vereine, Gewerbetreibende und Privatpersonen profitieren, die ihr Vorhaben in der LEADER-Region realisieren. Diese umfasst die Städte und Gemeinden Dommitzsch, Elsnig, Doberschütz, Dreiheide, Laußig, Mockrehna, die Ortsteile von Eilenburg und Bad Düben (einschließlich Hammermühle und Alaunwerk) sowie die Ortsteile Zinna und Welsau der Stadt Torgau. In Langenreichenbach will man von diesem Kuchen auch etwas abhaben, gerade weil das alte Pfarramt im Zuge der Sanierung der Kirche immer ein Schattendasein fristete.

Am morgigen Samstag trifft man sich vor Ort, um erste bauliche Maßnahmen abschätzen zu können, was sich wiederum im Antrag widerspiegeln wird. Ein großes Fragezeichen steht, ob alle Unterlagen und Nachweise über Eigenmittel tatsächlich bis zum 15. Februar eingeholt sein werden. „Wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Dann geht es eben in die nächste Förderrunde“, sagte Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel. Wichtig sei aber, dass man wenigstens die Projektbeschreibung möglichst rasch auf die Beine stelle, um einen Fuß im Programm zu haben.  

Der Schildauer Matthias Schulze, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats, sprach sich für eine Kompromisslösung aus, die kirchliche und nichtkirchliche Belange gleichermaßen berücksichtige, zumal die Kirchgemeinden eigentlich angehalten seien, sich von derartigen Gebäuden zu trennen. Mit der Idee eines Familien- und Kinderzentrums nach dem Vorbild der Weidenhainer Arche könne man jedoch die Landeskirche eher überzeugen. Hinzu kommt die, so Jäger, strategisch gute Lage Langenreichenbachs im künftigen Groß-Kirchspiel, das dann auch noch Audenhain dazubekomme.

Richard Ost befürwortet die Idee zur Schaffung eines solchen Zentrums. In den 90er Jahren habe das Gebäude einer Bruchbude geglichen. Er und andere hätten sich dennoch gegen den Abriss gestellt und begonnen, den unteren Gebäudeteil auszubauen sowie das Dach zu erneuern. „Wir haben damals sehr viel investiert“, blickte Ost zurück. Würde man nun das Gebäude einfach so abgeben, wäre viel in den Sand gesetzt. „Ich möchte, dass sich jeder hinter die Ohren schreibt, dass die Pfarre bleibt. Sonst gibt’s hier riesigen Knatsch“, sagte er.
Doch soweit soll es nach dem Ansinnen von Ortsvorsteher Detlef Bölke gar nicht kommen. Auch Bölke befürwortet eine Nutzung, die Dorfgemeinschaft und Kirche beidermaßen betrifft.

Ortschaftsrat Dietmar Mühlner teilt die Hoffnung von Pfarrerin Jäger, dass ein solches Zentrum von den Langenreichenbacher Familien angenommen werde.
Die Kosten, die erst einmal auf die Kirchgemeinde zukämen, konnte noch niemand genau beziffern. Von grobgeschätzt bis zu 200 000 Euro war die Rede. Dem gegenüber stehen jedoch Fördersummen von bis zu 150 000 Euro.


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