Sonntag, 15. Juli 2018

 
Samstag, 13. Januar 2018

NORDSACHSEN

Nicht ganz ans Rekordjahr herangekommen

An den 21 Drückjagden nahmen 1750 Jäger teil. Foto: TZ/Archiv

Pressemitteilung/cw

Die vom Forstbezirk Taura organisierte Drückjagdsaison 2017/18 lief nach Ansicht von Jan Glock gut organisiert und erfolgreich ab.

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Taura. Der Leiter des hiesigen Forstbezirks zählte bei der Auswertung der Statistikbögen 1750 Jäger, die an den  insgesamt 21 Drückjagden teilgenommen hatten. Diese erlegten, durch Treiber und Jagdhunde unterstützt, eine etwas kleinere Strecke als im vergangenen Rekordjahr.
Bezeichnend für die spürbare Zunahme des Schwarzwildbestands war die Jagd am 16. Dezember im Revier Roitzsch unter Leitung von Glock und vorbereitet durch Revierleiter Timo Grieser. Von 100 Schützen wurden dabei 107 Stück Schwarzwild und 35 Stück Rehwild zur Strecke gebracht, welche mehrere Lkw des Wildhändlers füllten und folglich viele weihnachtliche Festessen bereichert haben dürften.


Diese Drückjagden sind nach Angabe von Forstreferendar Josef Pietzonka mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. So müssen unter anderem die  Hochsitze kontrolliert, am Jagdtag die Schützen auf ihren Ständen eingewiesen, das geschossene Wild geborgen und nach den hohen Anforderungen der Lebensmittelhygiene versorgt werden.


Auch die Jagdpächter beteiligten sich an jenen Tagen parallel auf ihren umliegenden Flächen an den Jagden und hätten so erheblich zum gemeinsamen jagdlichen Erfolg beigetragen. „Ohne diese revierübergreifende Zusammenarbeit ist das Management des weiträumig ausweichenden Rot- und Schwarzwilds nur schwer möglich“, erläuterte Jan Glock.
Zunehmende Schwierigkeiten entstünden beim Verkauf von Schwarzwild. Wildschweinfleisch werde aktuell weniger stark durch die Endverbraucher nachgefragt. „Möglicherweise hängt dies mit der Afrikanischen Schweinepest im östlichen Polen und der Tschechischen Republik zusammen“, mutmaßt Glock.


Doch weder in der Region noch in Deutschland existierten bislang bestätigte Fälle der überaus ansteckenden Tierkrankheit. Die Beprobung von erlegten Schweinen laufe kontinuierlich und nach Aussage des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit sei die Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass durch eine intensive Bejagung die Schwarzwilddichte und damit einhergehend das Ansteckungsrisiko gesenkt wird“, sagt Glock. So sei Wild auch weiterhin eine regionale Alternative zum Fleisch aus Großmastanlagen.
Die diesjährige Rehwildstrecke liegt leicht und die Rotwildstrecke stärker unter den Ergebnissen des vergangenen Jahres. „Bei der Betrachtung der zehnjährigen Zeitreihe passen sich die Ergebnisse allerdings ein und sind beim Rehwild noch überdurchschnittlich, was Befürchtungen von Wäldern ohne Wild widerspricht“, erläutert Josef Pietzonka.

Der Waldumbau, Hand in Hand mit Schwerpunktbejagung auf wildverbissgefährdeten Flächen, habe die Umwelt von Reh- und Rotwild deutlich verbessert. So finde es nun bessere Einstände, Deckung und Nahrung als es in einschichtigen Reinbeständen der Fall gewesen sei. Folge ist eine vitale Population, auch wenn der Waldbesucher die Tiere nicht immer leicht sehe.

Wölfe wurden auf mehreren Jagden gesichtet. Sie liefen frühzeitig aus dem Treiben hinaus. So kam es nach Angabe des Forstbezirks nicht zu gefährlichen Zusammenstößen zwischen Wölfen und Jagdhunden. Übrigens: Am heutigen Samstag  ging die letzte größere Jagd des Jagdjahres in Reudnitz über die Bühne. Die Beschäftigten des Forstbezirks Taura können sich nun wieder auf die anderen Aufgaben der Forstwirtschaft konzentrieren.


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