Donnerstag, 23. Januar 2020
Freitag, 19. Januar 2018

BELGERN-SCHILDAU

Und plötzlich war ein dunkler Kombi da...

Anhand des Zustands ihres Pkw hatte die junge Frau aus Schildau riesiges Glück, dass ihr der Unfall „nur“ eine geprellte Hand, eine geprellte Hüfte sowie ein Schleudertrauma einbrachte. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Bei einem Unfall in Höhe Probsthain wurde die junge Boxerin Lara Ochmann aus Schildau verletzt

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Schildau/Probsthain. Ihr Schutzengel war zu Jahresbeginn hellwach: Lara Ochmann zupft noch einmal die Bandage ihrer geprellten linken Hand zurecht. An die noch immer schmerzende Hüfte sowie die Folgen des Schleudertraumas will die 18-Jährige in diesem Moment nicht denken. Denn an jenem 4. Januar hätte alles noch deutlich schlimmer kommen können.

Die Heimatzeitung hatte am 6. Januar einen Zeugenaufruf des Torgauer Polizeireviers veröffentlicht. Dem vorausgegangen war am 4. Januar ein Unfall auf der Staatsstraße 16 bei Probsthain, dessen Folgen Lara Ochmann noch heute spürt. Gegen 15.30 Uhr verletzte sich die junge Frau bei einem Ausweichmanöver, als sie mit ihrem Pkw Mazda 2 gegen einen Baum stieß. Die Schülerin des BSZ Rote Jahne war in Richtung Audenhain unterwegs als ihr beim Durchfahren einer leichten Linkskurve ein noch immer unbekanntes Fahrzeug auf der gleichen Fahrspur entgegenkam.

„Ich habe einen riesigen Schrecken bekommen“, erinnert sie sich an die lebensgefährliche Situation. Sofort sei sie in die Eisen gegangen. Dabei habe sie noch den Versuch unternommen, dem Gegenverkehr auszuweichen. Doch jenes Manöver endete letztlich mitten auf dem Feld.
Der Mazda hatte dabei sogar noch einen Straßenbaum rasiert. Ochmann spricht’s und greift sich dabei mit der rechten Hand in den schmerzenden Nacken. Sie erntet sorgenvolle Blicke ihrer Mutter. Auch die weiß, welch großes Glück ihre Tochter bei dem Unfall hatte.

Nach Angabe von Lara Ochmann war es ein dunkler Kombi, der ihr in den Weg gekommen sei und nicht eine Sekunde lang angehalten habe. An weitere Details könne sie sich im Gespräch mit der Heimatzeitung nicht erinnern. „Als ich mit dem Fahrzeug auf dem Feld zum Stehen kam, habe ich es nur noch qualmen gesehen“, sagt die Schülerin, die sich auf diesem Wege noch einmal herzlich bei einem älteren Ehepaar bedanken möchte, das der unter Schock Stehenden in jenem Augenblick hilfreich zur Hand ging.

„Ich habe leider keine Namen, keine Adresse. Ich weiß nur, wie sehr sie sich um mich kümmerten, die Unfallstelle absicherten und die Polizei alarmierten“, sagt Lara Ochmann, deren anschließender Krankenhausaufenthalt glücklicherweise nur bis zum Abend andauerte.

Den Schock des Unfalls hat sie mittlerweile verarbeitet, die Situation, nicht trainieren zu können, noch nicht. Die Schildauerin, die am Unfalltag zum Training nach Eilenburg fahren wollte, ist begeisterte Boxerin. Zwei Mal hat die Juniorin bereits um die Deutsche Meisterschaft des GBA-Verbands geboxt. Zwar wurde sie am Ende nicht mit einem Titel belohnt, doch der Gewinn an Erfahrung war immens.
Gleichwohl sie nach dem Fachabitur ein Studium der Sozialpädagogik anstrebt, träumt sie von einer Profi-Karriere. „Bis dahin ist es noch ein sehr harter Weg für mich“, zeigt sich die 18-Jährige, die für die Halberstädter Respect Kampfsportschule in den Ring steigt, kämpferisch.

Begonnen hat die damals 12-Jährige mit dem Boxsport übrigens in Belgern. Neben den Titelkämpfen um die Deutsche Meisterschaft zählt auch ein Besuch des SES-Boxstalls (Sport Events Steinforth) in Magdeburg zu ihren bisherigen Höhepunkten als Kampfsportlerin. Ob lockere Gespräche mit Dominic Bösel oder dem ehemaligen Weltmeister Robert Stieglitz – der Besuch in Magdeburg verlieh dem Traum nach einer Profi-Karriere neuen Schub.


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