Dienstag, 16. Juli 2019
Donnerstag, 8. Februar 2018

MOCKREHNA

Wejda will Jugendlichen etwas bieten

Eine bessere Vernetzung und noch vieles mehr wünscht sich Gemeinderat Thomas Wejda (hier bei der Vorstellung seines Unternehmens anläßlich der Berufsinformationstage vor zwei Jahren).Foto: TZ/ Archiv (Stöber)

von unserem Redakteur Christian Wendt

Geht es nach dem Mockrehnaer Gemeinderat Thomas Wejda muss die Pumphutgemeinde für Jugendliche deutlich attraktiver werden.

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Mockrehna. Geht es nach Gemeinderat Thomas Wejda muss die Gemeinde Mockrehna für Jugendliche attraktiver werden. Bereits das Jahresinterview mit Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel hat vor wenigen Tagen einen winzigen Blick darauf zugelassen, was am Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung noch einmal ausgiebig und mitunter emotional diskutiert wurde. Dabei ging es um nichts Geringeres, als um die Zukunft der Gemeinde und wie man diese im Ort halten kann. Hier sei nach Ansicht von Schönas Ortsvorsteher Dietmar Kloß in den vergangenen Jahren viel Porzellan zerschlagen worden.

Thomas Wejda treibt seit einiger Zeit die Frage um, welche Angebote Jugendlichen unterbreitet werden können, um deren Abschweifen in die Ferne wenigstens etwas entgegenhalten zu können. Der Werksleiter der Schulz-Systemtechnik GmbH Doberschütz will damit natürlich auch dem Fachkräftemangel ein Schnippchen schlagen, indem Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort besser vermarktet werden.

Ein Thesenpapier hatte er zu Beginn des Jahres mit Bürgermeister Peter Klepel andiskutiert. Darin aufgelistet sind drei grobe Stoßrichtungen:
1. Online die Ausbildungsmöglichkeiten in der Gemeinde Mockrehna und im Umkreis von 25 Kilometern zusammenstellen und dazu auch Workshops in der Oberschule Mockrehna nutzen
2. Termin mit den Verantwortlichen der Jugendclubs und dem Bürgermeister suchen, um Wünsche der Jugendlichen aufzunehmen
3. Plattform mit der Schule finden, um positive und negative Rückmeldung der Jugendlichen zu ihrer Heimatgemeinde zu erhalten

Ein vierter Punkt, nämlich die Einrichtung von WLAN-Hotspots in Schulbussen, wurde am Dienstag auf Grund absehbarer technischer Hürden ganz schnell beiseite geschoben. Um sich finanziell nicht zu vergaloppieren, regte Wejda zudem an, Fördermöglichkeiten über das Programm „Jugend bewegt Kommune“ zu prüfen, was die Gemeinde auch umgehend tat. Doch dieser Topf kann nach Angabe Peter Klepels in diesem Jahr nicht mehr angezapft werden. Ein in Aussicht gestelltes Nachfolgeprogramm unterstütze indes nur die fachliche Begleitung von Projekten. Doch so schnell wollte Wejda nicht aufgeben. „Uns muss es gelingen, die Jugend zu halten“, richtete er einen eindringlichen Appell ins Rund der Gemeinderäte, zumal für die Jugend in der Gemeinde bislang nicht wirklich viel gelaufen sei. „Jugendliche suchen Ventile. Und wir müssen sie ihnen bieten“, sagte Wejda, dem ein enger Kontakt zur Oberschule und die Etablierung eines Jugendclubs in Mockrehna am Herzen liegen. Letzteren haben andere Ortsteile schon längst. So berichtete beispielsweise Robert Schübel, dass der Wildenhainer Jugendclub nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile wieder sehr rege genutzt werde. Für Mockrehna glaubt er jedoch nicht an eine solche Lösung. In kleinen Dörfern laufe ein Jugendclub gut. Wohl auch deswegen, weil sich die Jugendlichen als Teil der Dorfgemeinschaft verstehen. Mockrehna sei da vielleicht etwas anders gestrickt und vor allem zu groß und unübersichtlich.

Und dann schwang Schübel auch gleich noch den ganz großen Hammer: In Deutschland sei eine medial überladene Spaßgesellschaft herangezogen worden, von der in seinen Augen nur sehr wenig komme. Die Idee der Jobbörse fand indes Zuspruch beim Wildenhainer Ortsvorsteher.
Peter Klepel griff den Gedanken eines Jugendclubs im Ortsteil Mockrehna auf: Dieser sei bislang immer nur an einem passenden Grundstück gescheitert, sagte er. Ansonsten habe er das Gefühl, dass alles in seiner Gemeinde recht ruhig und vor allem gut laufe. Dem wollte Detlef Bölke nicht widersprechen. Allerdings mahnte der Langenreichenbacher an, die Problematik fehlender Bauplätze in der Kommune nicht aus den Augen zu verlieren. Nur so könne es gelingen, Familien dauerhaft in der Gemeinde zu halten.

Nochmals auf die Vernetzung von Schule und Wirtschaft kam Schulleiterin Rosemarie Krieglsteiner zu sprechen. Gerade erst die Berufsmesse mit Rekordbeteiligung von Firmen hinter sich gebracht, führte sie zahlreiche Beispiele auf, wie die Einrichtung den Schülern bei der Berufsorientierung zur Seite steht. Gleichwohl ermunterte sie Firmenvertreter, noch mehr Ausbildungsmöglichkeiten im Schulalltag vorzustellen. Firmen könnten hier deutlich präsenter sein. „Hier finden wir Möglichkeiten“, sagte die Gemeinderätin aus dem Ortsteil Klitzschen, die zum Abschluss ihres Redebeitrags noch einmal auf das zu sprechen kam, was sie bereits zur Berufsmesse den Unternehmen ins Hausaufgabenheft schrieb: Schüler würden vielfach auf deren Internetseiten nicht genügend Material über Ausbildungsmöglichkeiten finden. Da hätten Unternehmen im Ballungsraum Leipzig mitunter noch immer einen großen Vorsprung.

Das Schlusswort hatte schließlich der Bürgermeister. Der regte erst einmal eine lockere Gesprächsrunde mit Ortsvorstehern an, nachdem mittels Fragekatalogs Vorstellungen und Wünsche der Jugendlichen erfasst worden sind.


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