Freitag, 15. November 2019
Freitag, 16. Februar 2018

MOCKREHNA

Grundzentrum: Dietmar Kloß überrascht mit Vorstoß

Foto: TZ/Archiv

von unserem Redakteur Christian Wendt

Mockrehna. Im Zuge der Debatte um ein Grundzentrum Mockrehna überrascht Schönas Ortsvorsteher mit einem Vorstoß. Wie Dietmar Kloß die Chancen der Gemeinde steigern will, gibt es hier zu lesen.

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„Warum sollte das, was für Wermsdorf und Mügeln angedacht ist, nicht auch für Mockrehna und Dober-schütz gelten können?“ Mit dieser Frage sorgt Ortsvorsteher Dietmar Kloß im Vorfeld der am Montag stattfindenden Schönaer Ortschaftsratssitzung für einen neuen Schub in der ohnehin schon emotional aufgeladenen Grundzentrumsdebatte. Kloß regt an, im Ringen um die Verleihung des Titels Grundzentrum durch den Regionalen Planungsverband nicht mehr nur Mockrehna allein zu betrachten, sondern – so wie im Falle von Wermsdorf und Mügeln – die Bildung eines grundzentralen Verbunds in die Waagschale zu werfen.

Kloß reagierte mit seinem Vorstoß auf Aussagen des SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Winkler, der als 2. stellvertretender Verbandsvorsitzender des Regionalen Planungsverbands den Titel-Kampf der Mockrehnaer derzeit mit Skepsis sieht. Gegenüber der Torgauer Zeitung hatte Winkler in dieser Woche zu verstehen gegeben, dass er die Konkurrenz von Mockrehna und Belgern-Schildau (letztere Kommune geht mit einem klaren Vorsprung in die Finalrunde um die Vergabe des Titels Grundzentrum) nicht nachvollziehen könne. „Es gibt klare Kriterien, nach denen wir unsere Entscheidung im Verband ausrichten“, sagte Winkler. So sei in der  Pumphutgemeinde beispielsweise nicht mit einem signifikanten Einwohnerzuwachs zu rechnen. Ohnehin könne er nicht erkennen, dass ein Grundzentrum gegenüber anderen Kommunen deutliche Wettbewerbsvorteile habe, abgesehen vielleicht von einer vereinfachten Bauleitplanung oder auch der Ansiedlung von Dienstleistern im Bereich der Daseinsfürsorge.

Das sieht man in Mockrehna jedoch ein klein wenig anders: Hier wurden in den vergangenen Wochen nicht nur planerische Vorteile aufgeführt – erinnert werden darf an dieser Stelle beispielhaft an Probleme bei der Erweiterung eines Discounters. Ebenso glaubt man im Gemeinderat an finanzielle Vorteile durch ein Anzapfen von pralleren Fördertöpfen. Zuletzt hatte Mitte Dezember Oberplaner Prof. Dr. Andreas Berkner in Klitzschen die Mockrehnaer Gemeinderäte bestärkt, an der bisher „außerordentlich klugen und maßvollen Entwicklung“ festzuhalten. Der Titel Grundzentrum sei in seinen Augen nicht entscheidend.

Doch schon bei jener Zusammenkunft wurde deutlich, dass sich zwischen Planungsverband und Gemeinde ein tiefer Graben auftut. Hatte Bürgermeister Peter Klepel noch eher zurückhaltend von einer momentan spürbaren Bremswirkung gesprochen, die es mit dem Titel Grundzentrum so wohl nicht geben werde, wurden Gemeinderäte da schon deutlicher. Allen voran Dietmar Kloß (CDU), Robert Schübel (CDU) Detlef Bölke (FWG) und Sandro Oschkinat (FWG). So gab Kloß zu verstehen, dass es ihm überhaupt nicht schmecke, dass Mockrehna schon jetzt aus dem Rennen um den Grundzentrum- Status zu sein scheint. Seiner Meinung nach sei eine weitere Entwicklung der Gemeinde nur mit eben jenem Titel und den damit gelockerten Planungsvorgaben gegeben.

Kloß und Bölke stellten zudem die Frage, warum ausgerechnet das künstliche Gebilde Belgern-Schildau zu einem Grundzentrum werden solle. Bölke: „Dafür habe ich kein Verständnis.“ Jene offensichtlich politischen Gründe seien für ihn nicht nachzuvollziehen. Und nach Meinung von Sandro Oschkinat habe es weit und breit kein anderer Ort so sehr verdient, den Titel Grundzentrum zu tragen, wie Mock-
rehna.

Indes zeigte sich Bürgermeister Klepel gestern im Gespräch mit der Torgauer Zeitung von dem Kloß-Vorschlag zur Bildung eines grundzentralen Verbunds mit Doberschütz sehr angetan. „Das werde ich auf jeden Fall mit meinem Dober-
schützer Amtskollegen, Roland Märtz, besprechen“, sagte er. Bis zum 29. März will die Gemeinde Mockrehna nun eine Stellungnahme zum vorliegenden Regionalplanentwurf eintüten, bei der nicht nur die Gemeinderäte sondern auch einfache Bürger Ideen einbringen können. Den Gemeinderäten selbst räumte Bürgermeister Peter Klepel zur jüngsten Sitzung Zeit bis zum 21. Februar ein, um die Ergebnisse dann noch einmal in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 6. März bekanntzugeben.

Wie die TZ bereits berichtete, soll der überarbeitete Regionalplan am 14. Dezember verabschiedet werden – falls, ja falls alles reibungslos über die Bühne geht...

Info:

Mit der Auslegung des Regionalplanentwurfes besteht die Möglichkeit, die Stellungnahme zum Planentwurf auch online abzugeben. Über die Homepage des Verbandes (www.rpv-westsachsen.de) gelangt der Nutzer direkt zum entsprechenden Online-Beteiligungsportal. Hier werden alle Dokumente zum Verfahren vollständig zur Ansicht, für Anmerkungen oder zum Download bereitgestellt.


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