Mittwoch, 26. September 2018

 
Freitag, 2. März 2018

TORGAU

Ein Volontär im siebten Schnickschnack-Himmel

Volo Nick Leukhardt war absolut zufrieden mit seinem Skoda Karoq.Foto: TZ/Perz

Nick Leukhardt

Torgau. Technik, Technik und noch mehr Technik. TZ-Volontär Nick Leukhardt war absolut begeistert von der Ausstattung seines Test-Skoda-Karoqs. So viele technische Goodies hatte er noch nie in einem Auto.

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„Zeig mal her, wie groß ist denn der Kofferraum?“ „Na, was hat er für nen Motor unter der Haube?“ „Und, hat der auch Xenon-Scheinwerfer eingebaut?“ Als ich nach meiner ersten kurzen Fahrt vom Autohaus Glaubrecht, die mir meinen Testwagen zur Verfügung stellten, mit meinem neuen Skoda Karoq in der Redaktion ankomme, werde ich von meinen Kollegen direkt mit Fragen gelöchert.

Doch mehr als ein „keinen blassen Schimmer“ bekommen sie von mir nicht zu hören. Denn die Stärke des Motors, die Größe des Kofferraums oder die Helligkeit der Scheinwerfer interessiert mich an diesem Fahrzeug nicht die Bohne. Und das ist auch nicht das, was mich daran so begeistert hat. Es sind die kleinen, teilweise völlig unnötigen, technischen Spielereien, die es in diesem Skoda im Dutzend billiger zu finden gibt und das Herz eines jeden Technik-Fans höher schlagen lassen.

Doch das (für die meisten anderen) Wichtigste zuerst: Wie fährt sich der Skoda Karoq überhaupt? Für mich, als Fahrer eines 19 Jahre alten Opel Corsa B, war es eine Umstellung wie von einem Bobby-Car zu einem Formel-1-Wagen. Solch einen Fahrkomfort hatte ich nicht einmal in der Fahrschule, mit dem damals neuesten Golf. Da der von mir getestete Wagen ein Automatikgetriebe besaß, fuhr er noch butterweicher als er es wohl sonst auch schon tut und machte damit meine große Testfahrt (es war nur eine, da ich den Wagen nur einen knappen Tag zur Verfügung hatte) zu einer wahren Wohltat.

Der Skoda Karoq in seiner ganzen Pracht.

Einfach aufs Gas drücken und der Wagen fuhr ohne Muh und Mäh oder ein störendes Aufheulen davon, einfach toll. Zwar konnte ich aufgrund der zeitlichen Beschränkung keine Spritztour über die Autobahn machen und die Geschwindigkeit des Karoqs voll austesten, dafür habe ich ihn allerdings ein wenig auf seine Geländegängigkeit geprüft. Zusammen mit meiner Volontärskollegin Elisa war ich in Ostelbien unterwegs und habe diverse Landstraßen befahren, auf denen sich die Stoßdämpfer meines kleinen Corsas wohl direkt verabschiedet hätten.

Zu 100 Prozent überzeugen konnte mich hier allerdings auch der Karoq nicht. Es ist zwar mein absolut subjektives Gefühl und ich habe auch keinen Vergleich zu anderen Neuwagen, doch für meinen Geschmack hätte der Skoda durchaus noch ein wenig weniger rütteln können. Die Kollegin und ich sind zum Beispiel das Mühlenviertel zwischen Arzberg und Nichtewitz langgefahren und da hat es mich im Karoq doch ziemlich kräftig durchgeschüttelt. Hier hatte ich mir mehr erhofft.

Doch nun aber zu dem Punkt, der mich, als jemandem der in seinem Auto nicht einmal eine Zentralverriegelung hat, am meisten beeindruckt hat: die Ausstattung. Auch hier muss ich im Vorfeld sagen, dass ich absolut keinen Vergleich habe. Möglicherweise sind manche dieser Punkte in jedem halbwegs modernen Auto schon seit Jahren Gang und Gäbe und nur für mich als fast schon Oldtimerfahrer so beeindruckend, meiner Freude darüber tut dies allerdings keinerlei Abbruch.

Knöpfe und Hebel noch und nöcher. Die technischen Features des Karoq haben mich fast umgehauen.

Die kommenden Zeilen schreibe ich übrigens auch mit dem passenden Karoq-Prospekt vor mir liegend, da dieses Auto einfach so immens viel Schnickschnack an Bord hatte, dass es mir wirklich schwer fällt, mich an alles zu erinnern. Um „immens“ einmal kurz in eine Zahl zu fassen: Allein unter dem Punkt „Komfortausstatttung“ gibt es 47 Unterpunkte. Von A wie „Abnehmbare LED-Akku-Taschenlampe im Kofferraum“ über K wie „Komfortblinken“ bis Z wie“Zwei-Zonen-Klimaanlage“. Man braucht wahrscheinlich ein einwöchiges Seminar, um sämtliche Funktionen des Karoq kennenzulernen.

Zum Beispiel das eingebaute Tablet in der Mittelkonsole, mit dem man so ziemlich alles machen kann, was man jemals in einem Auto machen wollte. Über SD-Karte, Radio, das Handy oder USB-Stick Musik hören? Natürlich, überhaupt kein Problem. Per Bluetooth mit dem Handy verbinden und das Auto dann als Freisprechanlage nutzen? Auch überhaupt kein Stress. Während des Fahrens kurz checken, wo sich die nächste Tankstelle befindet und wie viel das Benzin dort kostet? Natürlich kann der Skoda Karoq das auch. Ob man das alles wirklich braucht, steht für mich außer Frage. Aber geil ist es trotzdem.

Wie Sie, lieber Leser, vermutlich mittlerweile bemerkt haben, ich liebe sinnlose, technische Spielereien. Ich bin Feuer und Flamme für kleine aber feine Features, die keinem anderen Zweck als meiner Belustigung dienen. Und so habe ich mich sofort in eines, bzw. zwei Features des Skoda Karoq verliebt, die bei meinen Mitmenschen auf absolutes Unverständnis stießen. Um meinen Kollegen Christian Wendt einmal zu zitieren: „Das ist ja das Sinnloseste überhaupt, das sieht man ja gar nicht.“ Die Rede ist von den beiden, in meinen Augen, fantastischen Beleuchtungsfeatures des neuen Karoq. Zum einen wäre da die so genannte „Ambientebeleuchtung“.

Mit einem kurzen Befehl über das Mittelkonsolentablet lassen sich überall im vorderen Innenraum verschiedene, ganz schmale Lichtleisten zum Glühen bringen, die dann im stockdusteren Wagen tatsächlich ein gewisses wohliges Ambiente erzeugen. Wer also schon immer einmal Lust auf ein paar kuschlige Stunden mit seiner/seinem Liebsten in seinem Auto verbringen wollte, der kann hier auf jeden Fall zugreifen. Über das Tablet lässt sich übrigens nicht nur die Helligkeit dieser Leuchtstreifen regulieren, auch die Farbe kann man einstellen. So kann man die Beleuchtung nicht nur weiß, rot oder blau machen, sondern den Innenraum des Autos auch in ein wohliges Pink hüllen. Beide Daumen nach oben für diese Spielerei.

Ist das nicht geil? Der Karoq projeziert den Skoda-Schriftzug aus der Tür auf die Straße.

Und das zweite, sogar noch viel sinnlosere und damit für mich noch viel geilere Beleuchtungs-Feature ist die Projektion des Skoda-Schriftzuges aus den beiden Vordertüren auf den Boden. Der absolute Hammer. Obwohl ich in meinen knapp bemessenen Test-Stunden nur an der Oberfläche des Ausstattungs-Wahnsinns gekratzt habe und nur einen Bruchteil davon ausprobieren konnte, werde ich beim Lesen des Prospektes doch glatt wieder ein bisschen heiß. Tempomat, Induktionsladefläche fürs Handy, eine Funktion, die im Unfall automatisch den Rettungswagen ruft, ein beleuchtetes Handschuhfach, automatische Scheibenwischer, ein sich von allein öffnender Kofferraum und und und.

Doch jetzt aber genug geschwärmt, Zeit für ein kurzes Fazit zum Karoq-Test: Das Fahrgefühl ist, wenn man jetzt nicht gerade über eine Straße mit halbe-Meter-tiefen Schlaglöchern fährt, absolute Spitze. Hätte nie gedacht, dass mich ein Automatik-Getriebe so anmacht, aber wenn man einfach nur aufs Gas drücken muss und das Auto davon zieht, das ist schon schwer in Ordnung. Auch der gesamte Komfort im Inneren ist absolut in Ordnung.

Die Sitze sitzen sich gut und auch die Heizung leistet hervorragende Arbeit. Für meinen Geschmack ist das Auto allerdings etwas zu hoch, in diesem Punkt ist mir mein kleiner Corsa doch lieber. Und zur Ausstattung ist eigentlich auch schon alles gesagt: Einfach nur Wahnsinn. Wer auf Schnickschnack steht und bereit ist, dafür auch ein paar Euro mehr draufzulegen, der hat hier definitiv seinen Spaß. Für mich war es definitiv eine tolle Erfahrung und ich wäre gerne noch ein bisschen länger mit dem Karoq durch die Kante gekurvt.

Technische Daten zum Skoda Karoq:
Leistung: 115 - 150 PS
Länge ohne Anhängevorrichtung: 4,38 Meter
Radstand: 2,63 Meter
Maximale Höhe: 1,63 Meter
Breite mit/ohne Außenspiegel: 2,03 / 1,84 Meter
Leergewicht: 1.378-1.578 kg
Verbrauch: 55,2- 5,4 l/ 100 km (Benziner), 4,5- 4,6 l/ 100 km (Diesel)
 Preis für 6-Gang-Schaltgetriebe, Basispreis Skoda Karoq Ambition: 24.290 €

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