Montag, 10. Dezember 2018

 
Dienstag, 6. März 2018

TORGAU

"Kann ich mal den Schlüssel haben? Bitteee!

Mit dem T-Roc hat Volkswagen seine Modellpalette unterhalb des Tiguan für SUV-Freunde geöffnet. Foto: TZ/ Stöber

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Eins vorweg: Das mit dem Image haben die Mädels und Jungs von VW drauf. Ich erklär‘s mal. Nüchtern betrachtet habe ich den T-Roc getestet, einen Kompakt-SUV auf Basis des VW Golf. 

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Fünf Türen, verteilt auf überschaubare Maße, komfortabel hoher Einstieg, gediegene Innenausstattung. Eine solide automobile Wertanlage aus der Wolfsburger Autoschmiede. Passiert ist tatsächlich das Folgende, als ich meinen Testwagen auf dem Parkplatz am Haus der Presse parkte: „Herr Stöber, Herr Stöber, das ist doch der T-Roc da unten. Cool!“, ist unsere Auszubildende Vanessa in mein Büro gestürmt. Unausgesprochen stand die Frage in ihren weit aufgerissenen Augen: „Kann ich mal den Schlüssel haben? Bitteee!“ Als ich 20 Minuten später Schlüssel und Vanessa wieder in meinem Büro begrüßen durfte, war ihre Begeisterung gewachsen und meine Neugierde geweckt. Wie zum Teufel schafft es VW, dermaßen viele positive Emotionen über ein Auto zu transportieren?

Etwas höher, etwas wuchtiger - der kleine SUV kommt gefällig daher.

Auf der Suche nach einer Antwort befragte ich mich zunächst selbst. Blick aufs Äußere. Dass ein Golf drinsteckt, sehen vielleicht die Experten. Ich sehe eine athletisch wirkende Silhouette, scharfe Linien, eine bullige Front, eine schicke Zwei-Farb-Lackierung – und klar, auch die riesigen Alu-Felgen des Testwagens machen Eindruck. Gelungen finde ich das in die vorderen Stoßfänger integrierte LED-Tagfahrlicht in Ring-Optik, das beim Abbiegen zum Blinker wird. O.k., ich fühle etwas, noch schlägt mein Herz allerdings ziemlich ruhig.

Vanessa und der T-Roc, das passte einfach.

Vanessa liebt die Farbe – obwohl wir uns nicht einigen können, ob es weiß ist oder irgendwas in Richtung grau. Sie findet die Form „einfach schön“, und wie sie so um den Wagen geht, sieht sie schon etwas verliebt aus. Einsteigen ist beim T-Roc, wie bei eigentlich allen Fahrzeugen der VW-Familie, immer ein wenig wie nach Hause Kommen. Es fühlt sich vertraut an. Es fühlt sich irgendwie auch gut an. Die Sitze passen, Schalter sind dort, wo man sie erwartet. Nichts wackelt oder macht auch nur Anstalten zu knarzen. Mich beeindrucken aber insbesondere die beiden Displays: Im Cockpit und in der Mittelkonsole. Sie scheinen besonders hoch aufzulösen, besonders kontrastreich zu sein, besonders scharf abzubilden.

Sehr wahrscheinlich sind es diese vermeintlichen Kleinigkeiten, in die man bei Volkswagen einen Tick mehr Aufmerksamkeit investiert und die am Ende dafür sorgen, dass die Wolfsburger auch einen Euro mehr für ihre Fahrzeuge verlangen als andere. Vanessa liefert ein weiteres Beispiel. Als sie einsteigt, wandert ihr Blick sofort zu den in der A-Säule verbauten Lautsprechern des Soundsystems. Dort sieht sie ein „b“, lächelt und stellt fest: „Ah, beats, das ist Qualität.“

Die Marke in der Marke weckt Emotion – ich fand den Klang aber auch vorher schon passend. Hat wahrscheinlich mit dem extra Subwoofer des Testwagens zu tun, der aus dem Kofferraum heraus die Bässe in die Fahrgastzelle drückt. Apropos Kofferraum. Der lässt sich auf Wunsch zwar per Knopfdruck öffnen und schließen – bei einem ohnehin etwas höher gebauten Wagen eine praktische Geschichte – ein Raumwunder ist er allerdings nicht. Leichtes Reisegepäck und auch der Wochenendeinkauf passen aber locker rein. Und zur Not sind die Rücksitzlehnenen umklappbar. Vanessa und ich sehen dieses Kapitel ähnlich emotionslos.

Über die Fahrleistungen meines Testwagens muss ich eigentlich keine Worte verlieren. Unter der Haube werkelte ein 150-PS-Turbodiesel, der seine mehr als ausreichende Kraft über ein direkt schaltbares Automatikgetriebe (DSG) an alle vier Räder abgab. Diese Kombination sorgte im Testbetrieb dann tatsächliche für Beschleunigungs-Spaß bei mir, ordentlich Akustik im Motorraum und wahrscheinlich für Schnappatmung beim Verkäufer, wenn er diesen Text liest.

Denn über die Schaltwippen am Lenkrad kann wie in der Formel 1 ein einfach durch ein leichtes Tippen einen Gang höher oder niedriger geschaltet werden, das Kuppeln übernimmt die Maschine. Wer will, kann vielen kleinen Computern im T-Roc aber noch mehr Aufgaben übertragen. Die Ausstattungs- (und Aufpreis-)Liste ist schier unendlich und endet längst nicht beim automatischen Einparken.

Das Wohnzimmer des VW-Fahrers: aufgeräumt,unaufgeregt. Alles an seinem Platz.

In einer Kolonnenfahrt auf der B 87 habe ich einen radargestützen Assistenten getestet, der dafür sorgt, dass sich der T-Roc in einem stabil bleibenden Abstand an das vorausfahrende Fahrzeug „heftet“. Zugegeben, es kostet anfangs echte Überwindung dem Computer die Kontrolle über einen nagelneuen Testwagen anzuvertrauen. Aber es funktionierte. Gab der Vorausfahrende Gas, zog mein T-Roc mit. Wurde vorne gebremst, spürte auch ich eine Verzögerung. Und ein leichtes Gefühl von Habenwollen. Tja, und damit haben die Jungs und Mädels von VW wohl das erreicht, was sie erreichen wollten.

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