Samstag, 21. Juli 2018

 
Donnerstag, 8. März 2018

TORGAU

Man(n) fällt damit auf, Frau erst recht!

Erst mit Skepsis betrachtet, aber dann für TZ-Redakteurin Gabi Zahn zum Traumauto geworden. Foto: TZ/ Leukhardt

von unserer Redakteurin Gabi Zahn

TZ-Redakteurin Gabi Zahn durfte den Honda Civic 1,0 Elegance testen und hat sich unerwartet in ihn verliebt

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Torgau/Jessen. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der auf ein sportlich gestyltes Auto im wahrsten Sinne des Wortes abfährt. Meine Devise: Hauptsache sicher. Hauptsache bequem. Hauptsache ich sitze gut, kann ohne Verrenkungen aus- und einsteigen. Auch Klima- und Freisprechanlage müssen sein, Navigation ebenso. Und noch etwas: Ich liebe den Erfinder der Sitzheizung, wer immer das auch ist oder war.

Insgeheim hatte ich gehofft,  im Autohaus Preuschaft in Jessen einen CR-V für den Test zum Torgauer Autofrühling zu bekommen. Dieses Modell ist laut Fachmagazinen der weltweit am meisten verkaufteste SUV. Nach diesem liebäugle ich schon eine Weile. Und tatsächlich entdecke ich ihn bei Preuschaft: Im neutralen Grau steht er da, scheint förmlich auf mich zu warten.
Als der freundliche Autohaus-Mitarbeiter mit dem Schlüssel klickt, bleiben die  Scheinwerfer jedoch dunkel. Keine Reaktion. Stattdessen blinkert mich ein daneben stehender Schlitten an: ein Honda Civic, leuchtend blau mit orangefarben abgesetzten Spiegeln. Ich wundere mich, kapiere langsam die einladende Geste des Verkaufsberaters: Deeen soll ich fahren? Wirklich? Mein Sohn wäre überglücklich, aber ich? Doch Dienst ist Dienst. Außerdem ist es nur für einen Test. Ich muss ihn ja nicht behalten.

Wenig später steige ich erstmals in meiner fast 30-jährigen Fahrpraxis in so ein sportliches Schiff. Der Sitz ist mir zu niedrig, er lässt sich unkompliziert höher stellen. So kann ich mit meinen 1,61 Meter Körperlänge alles überblicken. Respektvoll beäuge ich das Cockpit mit lederbezogenem Lenkrad. Alles wirkt übersichtlich trotz vieler Tasten, zugleich auch (renn-)sportlich designt.

Bei der Einweisung hatte ich von vielen Assistenzsystemen erfahren. Sie sollen die Fahrerei angenehmer und sicherer machen: Aktiver Spurhalteassistent, Tempomat, Fernlichtassistent, adaptive intelligente Geschwindigkeitsregelung, Toter-Winkel-Assistent, Lichtsensor, Regensensor, Verkehrszeichenerkennung und ein Kollisionswarnsystem mit Bremsassistenz. Das sind aber noch längst nicht alle elektronischen Helferleins. Mir war bisher nur der Tempomat bekannt.
Für den Moment ist mir alles ein bisschen viel. Überhaupt frage ich mich, ob ich nicht besser den Test absagen soll ... Nein! Nie und nimmer! Was wäre das für eine Blamage vor meinen Kollegen! Quer durch die Redaktion  hatten bisher alle von ihren Testwagen geschwärmt.

Das Cockpit besticht  mit coolem rennsportlichem Design und übersichtlicher Anordnung aller Funktionstasten.

So ein Auto muss sich doch auch fahren lassen, wenn jemand nicht sofort checkt, welche Möglichkeiten zum Beispiel das 7-Zoll-Touchscreendisplay Honda Connect bietet und womit die aktiven und passiven Sicherheitssysteme punkten.
Ich will wie gewohnt starten. Das geht aber nicht: Stattdessen ertönt eine Stimme: „Bitte treten Sie auf die Pedalbremse, um die Feststellbremse zu lösen“. Aha! Jetzt klappt es. Um sicherer zu werden, fahre ich zuerst eine Hofrunde, versuche rückwärts einzuparken. Das Navi-Display wird zum Bildschirm für die Rückfahrkamera. Sie zeigt mir weiträumig das Dahinter, dazu ertönen akustische Signale. Tolle Sache, wenn sich die Parksensoren vorn und hinten befinden. Unkomplizierter geht es nicht!

Ich schmunzle, steuere einigermaßen motiviert auf die Fahrbahn – und rein in den morgendlichen Verkehr, von Jessen über Annaburgs Kopfsteinpflaster, Groß Naundorf, Bethau, Großtreben, Dautzschen, Rosenfeld – über die Elbbrücke nach Torgau. Ich staune! Es läuft, lenkt sich prima. Die Zwei-Zonen-Klimaautomatik macht sich beim frostigen Wetter angenehm bemerkbar. Ich zocke von einem Radiosender zum nächsten, verweile bei: „Ich will Spaß, ich geb‘ Gas ...“ Das Navi brauche ich nicht wirklich, habe es aber eingestellt und registriere die große Darstellung. Die Ansagen kommen rechtzeitig und verständlich.

Dann: Blinker raus, überholen, ich drücke aufs Gas und jepp! Schon vorbei. Dann noch einmal dasselbe. Das macht echt Spaß. Knapp über 100 km/h fahre ich auf der Landstraße. Das bringt zwar kein Autobahn-Gefühl, aber mehr will ich nicht. Meine große Wasserflasche als ständiger Fahrbegleiter kullert unterwegs nicht etwa über den Beifahrersitz. Nein, sie steht aufrecht und griffbereit in der überaus geräumigen Mittelkonsole! Und, ich spüre es am betreffenden Körperteil: Die geliebte Sitzheizung funktioniert bestens, sogar an der Rücklehne im ergonomisch geformten Sitz.Guter Dinge und gut durchwärmt erreiche ich das Ziel, biege auf den Hof ein. Oh je! Da parken noch andere. Jetzt wird es eng. Zum Glück gibt’s diese wunderbare Mehrwinkel-Rückfahrkamera. Und tatsächlich. Es klappt auf den Millimeter genau! „Mein“ Civic steht perfekt.

Als ich aussteige, sehe ich oben am Fenster meine lieben Kollegen dicht an dicht stehen. Jemand ruft: „Hey Gabi, der Schlitten ist ja irre! Macht jünger!“ Typisch Jungs. Ich grinse. Die sind ja nur neidisch! Der Chef kommt, fotografiert den Civic von allen Seiten. Tatsächlich: Die Optik ist außergewöhnlich.

Das „Orange Line“-Design-Paket des Honda Civic Elegance 1,0 toppt das brillante Blau (Brillant Sporty Blue metallic).  Frontschützenlippe, Seitenschwellerverkleidungen, Heckdiffusor und Spiegelkappen sind orange abgesetzt. Auch über der Armaturentafel leuchtet eine  orangene Linienführung. Am Abend lerne ich beim Einkaufen die überaus rückenfreundliche Ladekante des Kofferraums zu schätzen. Überhaupt ist das Kofferraumvolumen mit 478 Litern schier riesig, und die Ladefähigkeit kann durch die geteilt klappbaren Rücksitze vergrößert werden. Es ist schnell und federleicht zu bewerkstelligen.  Als ich den Honda wieder bei Norbert Preuschaft abliefere, mache ich es mit Wehmut. Gern hätte ich noch einiges ausprobiert, zum Beispiel die Assistenzsysteme und das Connect-System, um das  Smartphone kabellos aufzuladen. Ich erfahre, dass dieses Modell schon die zehnte Generation des Civics  ist.

Der Kofferraum laässt sich superschnell in eine riesige Ladefläche verwandeln

Eine solche „Ahnentafel“ zeugt von stetiger Profilierung. Jedenfalls, so finde ich, ist die neueste Generation nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern der Zeit voraus. Allein schon wegen der Assistenzsysteme, die serienmäßig eingebaut sind!

Der neue Civic-Fünftürer ist laut Firmenangaben das erste europäische Modell, das mit den 1,0-Liter-3-Zylinder, 129 PS (Test) oder mit einem 1,5-Liter-4-Zylinder-Turbobenzinmotor, 182 PS von Honda ausgestattet ist. Ich war nicht auf Tempo aus. Die dynamische Fahrweise hat auch auf der Landstraße Freude bereitet. Das Wissen um sechs eingebaute Airbags und die neuartigen Sicherheitssysteme vermitteln ein beruhigendes Gefühl: Bei einer Kollision wären die Insassen bestmöglich geschützt. Ich halte den Daumen hoch für diesen extravaganten und sicherheitsrelevant konstruierten „Japaner“. Man(n) fällt auf damit, Frau erst recht! Wer ihn kennenlernen möchte, sollte sich zum Testen der Fahrassistenzsysteme Zeit nehmen.

Daumen nach oben für den Honda Civic.

>>> Hier gehts zu den anderen Autotests <<<


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