Samstag, 19. Oktober 2019
Mittwoch, 28. März 2018

NORDSACHSEN

Weniger Rotwild in der Annaburger Heide

Der Vorsitzende Maik Zaydler (stehend) bei der Verlesung des Rechenschaftsberichts.Foto: privat

von unserem Redakteur Christian Wendt

Hegegemeinschaft im Drei-Länder-Eck verringert Abschusszahlen / Maik Zaydler bleibt Vorsitzender der Rotwild-Hegegemeinschaft Annaburger Heide.

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Beyern/Nordsachsen. Die Mitgliederversammlung der im Drei-Länder-Eck Sachsen/Sachsen-Anhalt/Brandenburg agierenden Vereinigung sprach dem Großtrebener am Samstag in Beyern ihr Vertrauen aus. Zaydler zur Seite stehen der Puschwitzer Dirk Menzer (Vertreter Staatsbetrieb Sachsenforst) als Stellvertreter, Kassenwart Joachim Rensing aus Dautzschen, Schriftführer Gerd Klaubert (Meuselko), der Schalenwildbeauftragte Wilfried Wenzel (Züllsdorf), Beisitzer Klaus Mann aus Fermerswalde (Vertreter Landesbetrieb Forst Brandenburg), Beisitzer Reinhard Müller-Schönau aus Kamitz (Vertreter Großprivatwald) sowie der Triestewitzer Dr. Steffen Pache (Vertreter Hegegemeinschaft Ostelbien).

Wichtigstes Ergebnis der Sitzung neben der Vorstandswahl: Der Abschussplan für Rotwild ist nach unten korrigiert worden. Wie Zaydler gegenüber der Torgauer Zeitung erklärte, hätten bislang 444 Stück Rotwild im Jahr zur Strecke gebracht werden sollen. „Einfach utopisch, was eine ohnehin nur 65-prozentige Planerfüllung schon zeigte“, begründete der Ostelbier.

Jahrelang hatten Forst und Landwirte ein Mehr an Abschüssen gefordert. Kam es doch immer wieder zu kostspieligen Wildschäden. Doch nun hat ein Umdenken eingesetzt. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte es nach Angabe Zaydlers ein Treffen gegeben, auf dem Einigkeit darüber herrschte, dass man mit dem dezimierten Wildbestand gut leben könne. Die Gefahr übergroßer Wildschäden im Wald und auf dem Acker scheint erst einmal gebannt.

Vermutlich hat daran auch die im Drei-Länder-Eck überaus dichte Population des Wolfes einen Anteil. Doch auch die Nachwirkungen von Stürmen kommen als Ursache in Frage. Gewohnte Einstandsgebiete des Rotwilds waren plötzlich nicht mehr vorhanden. Ebenso könnte der Einsatz schwerer Forsttechnik das Rotwild verschreckt haben.


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