Montag, 15. Oktober 2018

 
Mittwoch, 8. August 2018

TORGAU

Kleine Helden und große Hoffnung

Karoly Bako und Edith Bieck. Foto: TZ/Perz

von unserer Volontärin Elisa Perz

Torgau. Egal ob es sich um einen Schnupfen, Husten, eine Grippe oder eine andere Erkrankung handelt. Die teams von Kinderarzt Dr. Karoly Bako und Chefärztin Dipl. med. Edith Bieck bekommen jedes Kind wieder gesund.

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 Zusammen mit ihrer Mama betritt Caroline die Kinderarztpraxis von Dr. Karoly Bako. Sofort entdeckt die Fünfjährige die blauen Fußspuren auf dem Boden, die ihr den Weg zur Anmeldung weisen. Dort wird das Mutter-Tochter-Gespann von Schwester Sybille empfangen. „Hallo Caroline. Du siehst aber schick aus. Alles gut?“, fragt sie zur Begrüßung. Die kleine Patientin ist heute nicht aufgrund einer Erkältung in der Praxis, sondern wegen der Auffrischung ihrer Tetanusimpfung und ist noch ein wenig nervös. Den „Pieks“ in die Haut mag sie nämlich gar nicht. Doch sie ist ein tapferes Mädchen und folgt der Schwester gemeinsam mit ihrer Mama in den ersten der drei Behandlungsräume. Dieser ist an den Wänden mit einem leuchtenden Gelb gestrichen, die anderen beiden sind orange und grün – genauso farbenfroh wie der restliche Teil der Praxis.

Alles im Griff

Auf der rechten Seite des Zimmers steht die große Liege, auf der die Patienten untersucht werden. Schwester Sybille springt Caroline zur Seite und setzt sie auf die Bank. „Und warst du mit deinen Eltern schon im Urlaub?“, versucht sie die Fünfjährige abzulenken. Kurz darauf kommt Dr.Bako in den Raum: „Hallo Caroline. Wie geht´s dir?“, möchte er von dem Mädchen wissen, während er das Desinfektionsspray aufträgt. Anschließend nimmt er die Spritze in die Hand … und schon ist die Impfung wieder vorbei. Caroline hat davon so gut wie nichts mitbekommen. Denn sie war damit beschäftigt, von dem Familienurlaub an der Ostsee zu erzählen.

„So, jetzt bekommst du noch ein Pflaster.“ meint Schwester Sybille und verabschiedet sich.

 „Prima Caroline. Ich sehe, es ist alles in Ordnung. Dann sind wir schon fertig und sehen uns erst zu deiner nächsten U-Untersuchung wieder“, erklärt der Kinderarzt, bevor er seiner kleinen Patientin und ihrer Mutter Tschüß sagt.

Möglichst wenig Antibiotika

„Solche Impfungen und U-Untersuchungen von unter Ein- bis Sechsjährigen, bei denen der Entwicklungsstand der Kinder unter anderem mittels Seh- und Hörtest geprüft wird, nehmen einen Großteil unserer Zeit in Anspruch“, erklärt Bako. Rund 60 bis 70 Patienten erwartet er  durchschnittlich täglich. Die Anzahl ist immer von den akuten Fällen abhängig. Davon gebe es vor allem im Winter, wenn die Erkältungswelle erneut zuschlägt, viele, berichtet der gebürtige Ungar. „Viele Eltern kommen mit ihren Kindern aber wirklich erst zu uns, wenn selbst Hausmittel wie Wadenwickel oder Tees nicht mehr wirken. Je nach dem Ergebnis meiner Untersuchung entscheide ich, welche Behandlungsmethode zum Einsatz kommt. Auf Antibiotika greife ich  nur im Notfall zurück. Wenn möglich, wende ich es erst eine symptomatische Therapie, wie beispielsweise Zäpfchen gegen Fieber, an.“

Bei all seinen Behandlungen geht der Arzt direkt auf seine kleinen Patienten ein. Fragt sie unter anderem, wo es „weh tut“ und versucht, sie auf kindgerechte Art von der Untersuchung abzulenken. Das gelingt besonders bei den U-Untersuchungen, bei denen mehrere Spielzeuge zum Einsatz kommen. Beispielsweise wird mithilfe eines Schiebetiers aus Holz getestet, ob die Jungen und Mädchen richtig laufen. „Sie denken dabei, sie können einfach ein bisschen toben. Dabei lese ich aus ihren Bewegungen zum Beispiel eventuelle Fußfehlstellungen heraus.“

Edith Bieck steht Bako immer zur Seite

Eine enge Zusammenarbeit besteht zur Kinder- und Jugendabteilung des Torgauer Johann-Kentmann-Krankenhauses, die den Vorteil der Nähe der Praxis zum Krankenhaus mit sich bringt. Außerdem können leicht Überweisungen zu Röntgenuntersuchungen getätigt oder kleine Patienten im Notfall zur stationären Behandlung eingewiesen werden.

Chefärztin Dipl. med. Bieck arbeitet mit ihren Kollegen in der pädiatrischen Abteilung nach dem Konzept eines interdisziplinären Kinderzentrums und kümmert sich dort um alle allgemeinen Krankheitsbilder des Kinder- und Jugendalters.

„Neben Allergien bilden auch Erkrankungen des Nervensystems, des Magen/Darm-Traktes und psychosomatische Krankheiten besondere Schwerpunkte in unserer Abteilung. Sollten unsere Patienten spezielle Erkrankungen anderer Fachdisziplinen aufweisen, werden sie in unserem Kinderzentrum betreut und in Zusammenarbeit mit entsprechenden Spezialisten behandelt“, erläutert die Chefärztin, die den Jungen und Mädchen ihren Aufenthalt im Krankenhaus jedes Mal so angenehm wie möglich gestalten möchte. Deshalb kann jederzeit ein Elternteil oder ein naher Angehöriger kostenlos mit aufgenommen werden: „Das erleichtert die Zeit auf der Station und die Trennung von der gewohnten Umgebung zu Hause. Außerdem hilft es vielen, eigene Spielzeuge oder andere persönliche Habseligkeiten mitzubringen, um sich bei uns wohl zu fühlen.“ Denn das ist das Ziel von beiden Ärzten – von Dr. Bako und DM Bieck.

 


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