Montag, 10. Dezember 2018

 
Freitag, 17. August 2018

TORGAU

Im Ehrenamt den Berufsnachwuchs sichern

Handwerkskammer-Präsident Claus Gröhn (links) zeichnete im Rahmen des Ehrenamtstages verdiente Prüferinnen und Prüfer aus. Unter ihnen war auch Katrin Walther, die die Prüfernadel in Gold bekam.Foto: Fotozentrum Leipzig

von unserem Volontär Nick Leukhardt

Torgau. Unter den 2500 Ehrenamtlern der Handwerkskammer zu Leipzig sind auch 566 Prüferinnen und Prüfer. Diese engagieren sich mehrere Dutzend Stunden im Jahr für eine gute Prüfungsqualität.

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„Zum Handwerk gehört untrennbar ein besonderes ehrenamtliches Engagement, da die Organisationen des Handwerks – die Selbstverwaltung – ohne dieses Engagement nicht bestehen könnten“, sagt Claus Gröhn, der es wissen muss. Denn auch Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig zu sein, ist ein Ehrenamt und dies begleitet er bereits seit 2015.?

Allein in den Gremien der Handwerkskammer zu Leipzig sind rund 2500 Handwerkerinnen und Handwerker ehrenamtlich aktiv. Es liegt im Wesen des Ehrenamtes, jedem, der sich in ihm organisiert, die Chance zu geben, etwas zu bewegen, Einfluss zu nehmen und das eigene Wissen und die Berufserfahrung weiterzugeben.

Gerade den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in den Prüfungsausschüssen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. „Ohne unsere Arbeit hätten wir keinen qualifizierten Berufsnachwuchs mehr“, mit diesen Worten beschreibt Friseurmeisterin Katrin Walther, warum ihr das ehrenamtliche Engagement in den Prüfungsausschüssen der Handwerkskammer so wichtig ist. Seit vielen Jahren ist Katrin Walther Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses der Friseure und dafür im Jahr zwischen 70 und 80 Stunden im Einsatz.

Im Kammerbezirk Leipzig werden in jedem Jahr mehr als 1200 Lehrlinge und rund 500 Meisterinnen und Meister geprüft. Sie alle haben das Recht auf qualitativ hochwertige, faire, gesetzeskonforme und vergleichbare Prüfungen. „Dafür braucht es kompetente Fachkräfte als Prüfer. Ohne diese wäre das duale System der Berufsausbildung in Deutschland nicht denkbar, sie tragen zur Sicherung der Qualität der Aus- und Fortbildung junger Handwerkerinnen und Handwerker entscheidend bei“, unterstreicht auch Handwerkskammer-Präsident Claus Gröhn.

Die Tätigkeit der Prüfer erschöpft sich nicht in der Bewertung mündlicher und schriftlicher Abschlussarbeiten und Projekte, auch die Entwicklung der Prüfungsaufgaben, die Überarbeitung von Prüfungsschwerpunkten für neu geregelte Berufe und die Organisation der Prüfungen gehören dazu. Um dem gerecht zu werden, besuchen die Prüferinnen und Prüfer regelmäßig Weiterbildungsseminare – auch das in ihrer Freizeit. Die Bewertungen und die nachvollziehbare Dokumentation der erreichten Qualifikationen sind für die Absolventen der Aus- und Fortbildungen die Basis für ihre berufliche Weiterentwicklung.

Damit tragen die Prüferinnen und Prüfer eine hohe Verantwortung für den Einzelnen, aber sie stellen mit ihrer Tätigkeit auch sicher, dass die Handwerksbetriebe geeignete Fach- und Führungskräfte für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung finden können. „Fachkompetenz allein macht noch keinen guten Prüfer aus, ist aber eine wesentliche Voraussetzung“, sagt Steffen Schneider, der seit 20 Jahren im Meisterprüfungsausschuss für das Wärme-, Kälte- und Schallschutzisoliererhandwerk aktiv ist. „Dazu braucht es außerdem Einfühlungsvermögen, Objektivität, Einsatzbereitschaft, Zeit und viel Enthusiasmus“, setzt er hinzu. „Nicht zuletzt aber auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und 200 Prozent Zuverlässigkeit“, ergänzt Katrin Walther.

In den Prüfungsausschüssen der Handwerkskammer zu Leipzig arbeiten 566 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer, die genau über diese Kompetenzen verfügen. Durchschnittlich bringt jeder der Prüfer in diese ehrenamtliche Aufgabe 75 Stunden im Jahr ein. Rechnet man nur die Stunden der Prüfer zusammen, die in diesem Jahr genau 10, 20 oder 25 Jahre als ehrenamtliche Prüfer tätig sind, setzen sie zusammen mehr als 135 000 Stunden ihrer Freizeit für das Ehrenamt ein. Das entspricht 76 kompletten Arbeitsjahren. Drückt man es in Geld aus, so erbringen die Prüferinnen und Prüfer Leistungen im Wert von mehr als vier Millionen Euro.


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