Donnerstag, 18. Juli 2019
Donnerstag, 30. August 2018

DOMMITZSCH

Längst eng mit der Stadt verbunden

Blick in die Werkshalle auf dem Dommitzscher Gewerbegebiet. Hier entstehen die schwergewichtigen Metallteile. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Dommitzsch. Die Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH ist ein wichtiger Arbeitgeber in Dommitzsch und in der Region. Wie sich das definiert und was die Arbeit dort so besonders macht, lesen Sie in unserem Wirtschaftsmagazin "Wir sind die Guten".

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Bei der Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH kann man auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Mit gerade mal sechs bis acht Beschäftigten fiel 1996 der Startschuss im hiesigen Gewerbegebiet. Daraus wurden schnell mehr. Inzwischen ist die GmbH längst ein etabliertes Unternehmen mit rund 60 Arbeitsplätzen. Und das seit vielen Jahren. „Die Auftragslage ist gut, wir sind eigentlich immer auf der Suche nach Verstärkung“, erklärt Bernd Grauert, neben Uwe Sohr Geschäftsführer, die Situation. Gefragt sind Handwerker im Metallbereich, motivierte und willige Leute, wie es der Chef ausdrückt.

Derzeit sind auch ungarische Zeitarbeiter im Unternehmen, um die Produktion im vollen Umfang abzusichern. Gerade für die Petrochemie und für die Gas-Öl-Industrie sind wichtige Aufträge abzuarbeiten. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung großformatiger Sonderformstücke und Rohrteile spezialisiert, wobei die Teile oft bis zu zehn Tonnen Gewicht haben. Etliche Anfertigungen sind für die USA bestimmt, einige für Indien. Aber auch in Deutschland selbst sind die Dommitzscher in diesem Jahr gut im Geschäft, mehr als zuletzt. Für Wasser- und Kläranlagen, sogar für Stauseen, sind Module individuell und maßgerecht zu realisieren. Die Anlagen- und Sonderformstückbau GmbH hat mit der Einstellung eines Migranten aus Pakistan auch einen kleinen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen geleistet.

Darüber hinaus ist das Unternehmen stets bemüht, auch etwas an die Region zurückzugeben, mit der man sich längst fest verbunden fühlt. Wo immer es geht, leistet man Unterstützung. Sei es beim Sponsoring für Vereine – hier hat man vor allem einen guten Draht zu den Torgauer Wassersportlern – oder sei es bei der Vergabe von Aufträgen an andere Betriebe der Umgebung.

Die Wäsche zum Beispiel wird bei der Lebenshilfe in Torgau gereinigt. Spenden gehen regelmäßig an das Rote Kreuz. Wenn die örtliche Feuerwehr oder die Stadt einen Kran oder andere Technik braucht, greift die Firma unkompliziert unter die Arme. „Wir helfen gerne. Schließlich ist es immer ein Geben und ein Nehmen. Auch wir brauchen die Stadt hin und wieder“, unterstreicht Bernd Grauert. Er freut sich beispielsweise, dass die Kommune die Erschließungsstraße ordentlich befestigte. Die Strecke durch das Gewerbegebiet war vorher ein Holperweg. Und die Geschäftsleitung ist mittlerweile froh, auf Verständnis bei den Anwohnern zu stoßen, wenn es auf dem Betriebsgelände doch mal etwas lauter zugeht. Gerade bei wichtigen Aufträgen ist Nachtarbeit angesagt. Die meisten Produktionsgänge können zum Glück in der Werkshalle ausgeführt werden. Doch der Lieferverkehr – Transport von Materialien sowie das Abfahren der fertigen Sonderformstücke – ist nicht zu unterschätzen. So mancher Schwertransport nimmt den Weg über die Dübener Straße. Rund 26 000 Quadratmeter nimmt das Areal der Anlagen- und Sonderformstückbau Dommitzsch GmbH ein. Die Nachbarflächen sind leider noch leer. „Wäre schön, wenn sich noch Firmen auf dem Gewerbegebiet niederlassen, mit denen man zusammenarbeiten kann“, sagt Grauert. „Eine Metallfirma zum Beispiel. Oder ein Maler- und Lackierbetrieb für die Beschichtung. Auch eine Tischlerei für unsere Verpackungen wäre nicht schlecht“, überlegt der Geschäftsführer.

Für die Mitarbeiter der ASD hat sich in den letzten Jahren ebenso einiges verbessert. „Man spürt schon den sich entwickelnden Großraum Leipzig und die Fluktuation, wenn sich mal wieder ein Branchenriese beispielsweise aus der Autoindustrie angesiedelt hat. Das zieht Leute ab, weil diese Konzerne ganz andere finanziellen Möglichkeiten haben. Deshalb sind wir bestrebt, einiges zu tun, dass sich unsere Kräfte wohlfühlen und in Dommitzsch gebunden sehen. Neben der Vergütung sind flexible Arbeitszeiten und Betriebsrentenvereinbarungen ein Thema. Und zweimal im Jahr gibt es eine ordentliche Betriebsfeier“, zählt Bernd Grauert auf. Im Unternehmen selbst wurden Investitionen getätigt, die die Arbeitsbedingungen verbessern und die Produktionsabläufe optimieren. Der Maschinenpark wird schrittweise erneuert. Jüngste Neuanschaffung war eine moderne Portalbrennschneidmaschine.


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