Samstag, 15. Dezember 2018

 
Montag, 17. September 2018

DOMMITZSCH

"Plötzlich lag ich in Führung"

Kathrin Murche überglücklichFoto: Th. v. Hagen

von unserer Sport-Redakteurin Eileen Jack

Mockritz/Neiden. Mit einem fünften Platz in der Tasche kehrte die Mockritzerin Kathrin Murche von der Junioren-Trap-WM in Korea zurück. Ob sie damit zufrieden ist, erzählte sie im Interview.

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Zweite WM, fünfter Platz – dieses Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen. Eingefahren wurde es von der Mockritzerin Kathrin Murche, die ihre sportlichen Wurzeln im SV Bärensäule Weidenhain hat, später aber viele Jahre beim SSC Neiden trainierte und sich hiere dank besonderer Förderung immer weiter entwickelte. Vergangene Woche kehrte die junge Frau aus Korea zurück, trainiert seit dem schon wieder auf ihrem Bundeswehrstützpunkt in Frankfurt/Oder für den nächsten sportlichen Höhepunkt – die Militär-WM in Italien vom 8 bis 14. Oktober. TZ erreichte die Sportlerin kurz nach ihrer Rückkehr per Telefon und hakte noch einmal nach, wie das so war mit dem Einzug ins Finale und dem tollen fünften Platz am Ende.

TZ: Warst du selbst überrascht oder hattest du mit einer so guten Platzierung geliebäugelt?

Kathrin Murche: Es war ja schon meine zweite WM. In Moskau im vergangenen Jahr lief es gar nicht gut für mich. Ich wusste nicht, was mich erwartet, war sehr nervös und aufgeregt. Da war ich ganz schlecht. Und diesmal hat es halt besser geklappt.

Was war anders in Koera als in Moskau? Hast du dich besser vorbereitet?

Die Vorbereitung lief wie immer, wir haben nichts geändert. Aber nach dem WM-Erlebnis in Moskau wusste ich diesmal besser, wie so eine Weltmeisterschaft abläuft. Bisher hatte ich nur Erfahrungen auf europäischem Gebiet. Aber es ist eben doch etwas anderes bei einer EM als bei einer WM. Dank der Erfahrungswerte aus Moskau, war ich diesmal wesentlich entpannter. Außerdem konnte ich zwischenzeitlich auch noch mehr Wettkampferfahrung  sammeln und habe mich nicht so verrückt gemacht.

Und wie war Korea mal abgesehen vom sportlichen Erfolg?

Es ist ein so tolles Land, so wunderschön. Die Menschen dort sind so unfassbar freundlich. Das Essen allerdings ist sehr scharf, da musste ich mich erst dran gewöhnen. Ich habe dann meist versucht, etwas zu bestellen, dass ich kannte und bei dem ich wusste, dass es nicht so stark gewürzt ist.

Zurück zum Sport. Wie hast du dich gefühlt, als feststand, du hast den Finaleinzug geschafft?

Das war ein unglaublich schöner Moment. Mein Trainer Karsten Beth wusste es schon etwas eher als ich und überbrachte mir die Nachricht. Ich war noch nie in einem Finale in einem internationalen Wettbewerb. Und diesmal habe ich es endlich geschafft. Das war der pure Wahnsinn.

Und dann gings ins Finale. Wie lief das so ab? Was ging in die vor?

Ich bin erstaunlich entspannt an die ganze Sache heran gegangen. Bei den Gegnern auf die ich da traf, unter anderem schoss ja die Weltmeisterin vom vergangenen Jahr mit, dachte ich mir, eigentlich so gut wie keine Chance zu haben. Und dann plötzlich lag ich sogar in Führung.

Und dann kam die Aufregung doch wieder raus?

Genau. Ich wurde immer aufgeregter und nervöser, machte schließlich einige Fehler, die nicht hätten sein dürfen und die ich letztlich auch nicht mehr kompensieren konnte. Und so blieb am Ende der fünfte Platz.

Das klingt ein wenig enttäuscht.

Nein auf keinen Fall. Es ist ein wirklich toller Erfolg. Ein fünfter Platz in meiner erst zweiten WM, das ist doch super. Und ich bin wirklich zufrieden damit.

Wie ich gehört habe, steht in wenigen Tagen bereits der nächste sportliche Höhepunkt an....

Das ist richtig. Vom 8 bis zum 14 Oktober geht es zu den Militär-Weltmeisterschaften nach Italien.

Und darauf bereitest du dich jetzt schon vor?

Im Moment regeneriere ich noch nach der WM in Korea. Das heißt, es wird erst einmal nicht geschossen.

Was machst du statt dessen im Training?

Es gibt eine Phase der aktiven Erholung. In dieser trainiere ich vor allem im Kraftraum meine Arme und Schultern. Schließlich müssen die ja beim Schießen den Rückstoß abfangen. Und ich fahre Ergometer, auch für die Kraft und die Ausdauer. Zusätzlich trainiere ich meine Konzentration mit verschiedensten Übungen.

Was sagen denn deine Eltern zu einer so erfolgreichen Tochter?

Die sind total stolz. Als ich wieder nach Deutschland gekommen bin, haben wir sofort telefoniert und alles ausgewertet. 

Erst dann. Während du in Korea warst nicht?

Da hatten wir kaum Kontakt. Während des Wettkampfes brauche ich meine Ruhe und versuche den Kontakt so gering wie möglich zu halten. Aber meine Eltern verstehen das und freuen sich mit mir. Mein Papa gibt auch gern auf dem Schießstand mit mir an.

Wie oft schaffst du es denn in die Heimat?

Leider nur sehr selten. Nach dem ich die Sportschule in Frankfurt/Oder absolviert habe, bin ich dort zur Bundeswehr gegangen und in die Sportfördergruppe integriert worden. Ich habe dort also meine Arbeit, den Sport und meinen Freund, eben meinen gesamten Lebensmittelpunkt. Innerhalb der Wettkampfsaison komme ich in der Regel gar nicht nach Hause.

Welchen Zeitraum umspannt die Wettkampfsaison denn?

Die geht von Mai bis September. Da bleibt einfach keine Zeit, um nach Hause fahren. Aber in den Wintermonaten freue ich mich dann immer schon tierisch darauf, meine Eltern mal wieder zu sehen.

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