Dienstag, 11. Dezember 2018

 
Sonntag, 11. November 2018

MOCKREHNA

Schmale Ausbeute bei der Hubertusjagd

Die Strecke, also die erschossenen Tiere, wurden auf einer Freifläche nahe Torfhaus ausgelegt. Bei Interesse konnten die Kadaver mit einem gelben Bändchen markiert und damit reserviert werden. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torfhaus. Im Revier Schöneiche wurde am Wochenende auf 1400 Hektar die Drückjagdsaison eröffnet. Trotz guter Bedingungen blieb das Resultat jedoch hinter den Erwartungen.

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Optimales Wetter, zufriedenstellende Anwesenheit und ausreichend große Wildbestände. Eigentlich standen die Zeichen recht gut für die erste Drückjagd dieser Saison und trotzdem legte sich die Stirn von Forstbezirks- und Jagdleiter Jan Glock nach der Sichtung der Ergebnisse in Falten. Zufrieden war er mit dieser Ausbeute bei Weitem nicht.

Guter Zulauf, magere Ausbeute

An die 140 Jagdbegeisterte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten am vergangenen Samstag den Weg in das abgelegene Torfhaus auf sich genommen, um an der Hubertusjagd, also der ersten Jagd der Drückjagdsaison, im Forstbezirk Taura teilzunehmen. Punkt acht Uhr ging es los und man verteilte sich in kleinen Gruppen überall in dem insgesamt 1400 Hektar großen Revier.
Die knapp 100 Jäger, mit dem Gewehr im Anschlag, nahmen Position auf Hochsitzen, Leitern und Drückjagdböcken, während sich die ungefähr 40 Jagdhelfer am Boden positionierten. Letztere machten sich dann daran, durch Rufen, Klopfen und den Einsatz der extra dafür ausgebildeten Stöberhunde das Wild aus seinen Einständen zu drücken und systematisch vor sich her zu treiben. Durch diese Methode war es möglich, das riesige Waldgebiet großflächig abzudecken.

Und trotzdem, die Anzahl der erlegten Tiere blieb deutlich hinter den Erwartungen. „Ich müsste wirklich in eine Kristallkugel schauen, um sagen zu können, woran es heute gelegen hat“, sagt Jan Glock mit Blick auf die 24 erlegten Tiere, die nebeneinander aufgereiht inmitten des Streckenplatzes liegen. „Wir haben gerade einmal 23 Stück Schalenwild, also Rehe, Wildschweine und Rotwild, geschossen. Erhofft haben wir uns ungefähr doppelt so viel.“

Jan Glock

Wild gab es genug

Eins steht für den Jagdleiter jedenfalls fest: Am fehlenden Wild kann es nicht gelegen haben. „Es ist deutlich mehr Wild gesehen worden, als wir dann am Ende geschossen haben“, sagt er. „Warum wir nicht mehr erwischt haben, kann ich nicht sagen.“
Doch lange hielt die Trübsal über das unerwartet kleine Jagdergebnis nicht an. „Es sind ja schließlich noch ein paar Jagden dieses Jahr“, erklärte Glock mit dem Anflug ein Lächelns auf den Lippen. „Und das Wichtigste ist ja sowieso, dass alle wieder heil und unbeschadet von der Jagd zurückgekommen sind.“
 Knapp zweieinhalb Monate dauert ab sofort die Drückjagdsaison, in der insgesamt 22 Jagden im ganzen Forstbezirk Taura durchgeführt werden. Und auch das Revier Schöneiche wird noch einmal bejagt, es gibt also noch eine zweite Chance, die zu hohe Schalenwildpopulation dort etwas auszudünnen.

Jagdleiter Jan Glock (2.v.r.) beim Verteilen der so genannten Brüche, kleiner Tannenzweige, an die erfolgreichen Jäger.

Der Braten steht im Hintergrund

Auch wenn das erlegte Wild am Ende der Jagd verkauft wird, geht es dabei weder um die Fleischgewinnung noch um den Spaß am Töten. Wie die Sprecherin des Forstbezirks, Saksia Petzold, erklärt, wolle man den Negativfolgen, die eine Überpopulation des Schalenwilds mit sich bringt, vorbeugen und entgegenwirken. „Bei zu viel Schalenwild, also Paarhufern mit schalenförmigen Klauen, nehmen die Bäume des Waldes wie auch die angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen Schaden. Sie beißen die Knospen, Äste und Blätter ab, trampeln auf den Äckern umher und schälen die Bäume. Das ist nicht gut. Deshalb setzen wir auf den regulierenden Abschuss und verringern somit die Anzahl der Tiere. Dass dabei dann noch gesundes und leckeres Wildfleisch für die heimische Küche abfällt ist ein positiver Nebeneffekt.“

Welcher von den Anwesenden auch rege genutzt wurde. Viele Privatleute waren gekommen, um sich schon jetzt den schmackhaften Weihnachtsbraten zu sichern und so waren die toten Tiere in Windeseile verschwunden und auf Ladeflächen und in Kofferräumen verstaut. „Besseres Fleisch als hier findet man eigentlich kaum“, schwärmt Saskia Petzold. „Es stammt aus erster Hand, man kann die Nahrungsmittelkette direkt nachvollziehen und vor allem kann man sich auch sicher sein, dass es frei von Antibiotika und Medikamenten ist. Mehr Bio geht nicht.“

Die Jagdhornbläser in Aktion.

 

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