Freitag, 15. November 2019
Montag, 12. November 2018

TORGAU

Bildungsvierer für Zschopau

Den 150 Gymnasiasten wurde viel geboten.

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. 150 Gymnasiasten erlebten am Freitag in Torgau eine Premiere und Frank Fischer schien ganz von den Socken zu sein. Der Geschichts- und Deutschlehrer aus dem Gymnasium Zschopau war schon zur Mittagspause voll des Lobes über den gelungenen Projekttag.

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Auf dem Torgauer Schlosshof hatten sich zu jenem Zeitpunkt 150 Elft- und Zwölftklässler seiner Schule eingefunden, die ihre anlässlich des 9. November traditionelle Geschichtsexkursion diesmal an die Elbe führte.

Für das die Fäden der Organisation in den Händen haltende Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ), für die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, für das Evangelische Bildungsprojekt wintergrüne und für die Justizvollzugsanstalt Torgau war dieser gemeinsame Tag im Zeichen der Bildung eine Premiere. Zum ersten Mal boten die vier Einrichtungen Schülern im Verbund  die Möglichkeit, in die Themen „Strafvollzug im Rechtsstaat – Strafvollzug in der Diktatur“, „Justiz und Haft im Dienste der Diktaturen: Wehrmachtjustiz, sowjetische Besatzungsherrschaft und DDR“, „Erziehung hinter Gittern – der geschlossene Jugendwerkhof Torgau als Endstation im Erziehungssystem der DDR“ sowie „Repressionen gegen unangepasste und widerständige Jugendliche in der DDR“ tiefer einzutauchen.

In der JVA gelang dies mit einer Führung sowie einem intensiven Gespräch mit einem Insassen. Im Jugendbildungsprojekt sprachen die Schüler mit dem Torgauer Geralf Pochop, der in der DDR als Punk in Haft saß. Wie es im einstigen Jugendwerkhof zuging, erfuhren die Schüler von Zeitzeuge Alexander Müller. Und im DIZ konnte Elisabeth Kohlhaas wieder einmal den Berliner Alexander Latotzky begrüßen, der bewegende Einblicke in seine Biografie gab. Geboren wurde er im sowjetischen Speziallager Bautzen. Seine Mutter war vorher im Speziallager in Torgau inhaftiert. Latotzky, über dessen Geschichte auch die MDR-Dokumentation „Hinter Stacheldraht geboren“ erzählt, berichtete von seinem Schicksal und von anderen Kindern, die ebenfalls in den Lagern geboren wurden und dort die ersten Lebensjahre verbringen mussten. Auch die bewegende Suche Alexander Latotzkys nach seinem Vater, einem sowjetischen Wachsoldaten des Torgauer Speziallagers, kam dabei zur Sprache.

Mit einer Vielzahl neuer Eindrücke traten die Schüler schließlich die Heimreise an. Zuvor schwärmte noch einmal Frank Fischer: „Grandios, was uns hier und heute geboten wurde.“ Man komme gerne wieder.


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