Dienstag, 11. Dezember 2018

 
Freitag, 30. November 2018

NORDSACHSEN

Vier effektive Heimwerkertricks gegen Kälte

Foto: fotolia.com © Antonioguillem

Pressemitteilung

Nordsachsen. Tipps und Tricks, um der akutellen Kälte im trauten Heim entgegenzuwirken und die Vorweihnachtszeit in kuschliger Atmosphäre zu genießen, lesen Sie hier.

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Die Region hat den ersten Kälteschub diesen Winter gut überstanden. Die eisige Kälte, welche durch ein Hoch aus dem Osten in den vergangenen Tagen unser Wetter bestimmte, musste einem aus Westen blasenden Tief Platz machen. Das freut nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Heimwerker. Denn so mancher dürfte während der kalten Tage festgestellt haben, dass sein Haus nicht so gemütlich-warm war, wie es eigentlich sein sollte. Für alle, die hier Nachbesserungsbedarf sehen, aber keine teuren Handwerker bezahlen wollen, haben wir eine Liste mit effektiven Tricks aufgestellt, die jeder halbwegs versierte Heimwerker abarbeiten kann.

Tipp 1: Heizung entlüften

Dieser Punkt ist tückisch, denn man entdeckt ihn im Frühstadium oftmals nicht. Doch Luft im Heizungssystem ist ein hartnäckiger Gegner von warmen Räumen, auch dann, wenn es noch nicht so viel ist, dass die Heizung ordentlich gluckert. Denn Luft isoliert. Wo sie statt des warmen Heizungswassers in den Rohren kreist, bilden sich Kältebrücken. Die Antwort auf dieses Problem lautet daher: Vierkantschlüssel, Lappen und einen alten Kaffeebecher greifen. 

Zunächst schaltet man an der Heizungsanlage die Umwälzpumpe ab. Dann braut man sich einen Kaffee und genießt ihn, während dieser halben Stunde steigen die Luftblasen im nun stillstehenden Wasserkreislauf an den höchsten Punkt. Anschließend begibt man sich ins unterste Stockwerk des Hauses. An jedem Heizkörper dreht man das Ventil eine Umdrehung weit auf und hält die Tasse unter. Am Zischen ist die austretende Luft erkennbar. Wenn das Wasser kommt, noch ein paar Gedenksekunden laufen lassen und dann wieder zudrehen. Auf diese Weise „kämpft“ man sich über alle Stockwerke nach oben vor. Ist auch dort alles entlüftet, kann die Umwälzpumpe wieder eingeschaltet werden. Bitte noch den Wasser-Füllstand des Systems prüfen und ggf. auffüllen.

Foto: fotolia.com © M.Dörr & M.Frommherz

Tipp 2: Reflexionsfolie anbringen

Besonders bei älteren Gebäuden ist es ein zweiteiliges Problem: Einerseits ist bei ihnen keine Fassadendämmung angebracht und der Wärmedurchgangswiderstand der bestehenden Mauersteine nicht berauschend. Andererseits sitzen die Heizkörper zudem häufig in Nischen, die punktuell die Dämmleistung der Wand nochmals verschlechtern. 

Die schnellste Abhilfe dagegen nennt sich Heizungs-Reflexionsfolie. Am besten funktioniert sie zwar in Verbindung mit dem nächsten Punkt, sie kann aber auch als eigenständige Lösung Erfolge liefern. Diese Folie ist in etwa so dick wie eine Camping-Isomatte. Auf der zum Raum hingewandten Seite ist sie mit einer silbernen Folie beschichtet, dahinter steckt eine Schicht Dämmmaterial. Die einfache Aufgabe beginnt damit, am Vorabend diesen Heizkörper abzudrehen, damit er kühl ist, wenn man daran arbeiten muss. 

Nun muss man nur die Folie auf die Maße des Heizkörpers zurechtschneiden, gerne an den Rändern ein, zwei Zentimeter weniger, damit sie unsichtbar bleibt. Anschließend muss man nur dort, wo die Heizkörper-Halterungen liegen, die Folie bis zum Rand einschneiden. Dann wird es etwas mühselig: Die Folie muss hinter den Heizkörper geschoben werden. So, dass sie glatt dahinter sitzt, zusätzliche Fixierungen braucht es keine. Die Heizkörper-Halter sorgen auch dafür, dass die leichte Folie in Position bleibt und künftig einen gewissen Teil der Wärme zurück in den Raum strahlt. 

Foto: fotolia.com © Mirror-images

Tipp 3: Heizkörper erneuern

Heizkörper sind letzten Endes nur ein Geflecht aus vielen Rohren, die eine maximale Oberfläche haben sollen, damit möglichst viel Wärme abgegeben werden kann. Bloß rotiert darin im Zweifelsfall seit Jahrzehnten eine Flüssigkeit, die Kalk, Rost und anderen Schmutz mit sich führt und so dafür sorgen kann, dass die Rohre im Heizkörper sich immer weiter zusetzen. Das kann die Leistung um mehr als die Hälfte reduzieren. Zudem steht auch die Heizkörperentwicklung nicht still. Durch neue Verfahren sind heutige Heizkörper bei ansonsten gleichen Abmessungen um Längen effizienter als ihre Vorgänger. Alles gute Gründe, hier Schritt für Schritt vorzugehen und die Heizkörper auszutauschen.

Alles beginnt damit, dass die Heizungsanlage abermals am Vorabend abgeschaltet und der Kreislauf entleert wird und am Heizkörper selbst über das Bodenventil das restliche Wasser abgelassen wird. Handtücher sollte man dennoch unterlegen, denn auch nach dem Ablassen steht noch Wasser in den Rohren. Im nächsten Schritt werden mit einer Wasserpumpenzange die Überwurfmuttern auf den Zu- und Ableitungen der Heizungsrohre aufgedreht. Sind die Rohrleistungen abgetrennt, kann der schwere Heizkörper nach oben aus seinen Halterungen gehoben werden. Die Demontage endet damit, dass diese ebenfalls abgeschraubt werden.

Für die umgekehrte Prozedur werden zunächst die neuen Halterungen, die sogenannten Konsolen, nach sorgsamem Abmessen am Heizkörper an der Wand angezeichnet und die nötigen Löcher gebohrt und mit Dübeln versehen. Hier sollte unbedingt mit einer Wasserwaage gearbeitet werden. Sind die Konsolen festgeschraubt, kann der neue Heizkörper eingehängt und wieder mit den Rohrleitungen verbunden werden. Danach wird das System mit frischem Wasser befüllt und eingeschaltet. Unter alle Leitungsflansche sollten für einen Tag Schüsseln gestellt werden, da kein Wasser austreten darf. 

Foto: fotolia.com © Africa Studio

Tipp 4: Fensterdichtungen erneuern 

Man kann all die genannten Schritte absolviert haben und dennoch wird es im Haus nicht so warm, wie man es gewöhnt ist. Dann kann es gut sein, dass der heiße Sommer bereits alt gewordenen Fensterdichtungen den Rest gegeben hat, da sie nun steinhart geworden sind und eine Menge Wärme nach außen lassen. Ist es tagsüber, wenn die Rollläden offen sind, deutlich kühler als abends im Zimmer, wenn die Rollläden geschlossen sind? Dann sind die Dichtungen wahrscheinlich hinüber.

In dem Fall schneidet man von der bestehenden Alt-Dichtung einen Abschnitt heraus. Der dient einem dazu, beim Fensterbauer oder im Baumarkt Ersatz zu bekommen. Als Faustregel gilt für die Materiallänge „Fenster-Umfang plus fünf Prozent“. Die alte Dichtung muss nur aus ihren Haltenuten gezogen und die neue eingeführt werden. Pro Fenster eine Sache von weniger als einer Viertelstunde.

Umfangreichere Sanierung erwägen

Die vier Tipps zeigen ganz grundlegende und vor allem einfache Möglichkeiten, die Heizenergie möglichst effizient zu nutzen. Dennoch sollte sich jeder überlegen, ob es nicht sinnvoll ist, in eine umfangreichere Sanierung und bessere Wärmedämmung von Wohnung und Haus zu investieren. Vor allem bei Alt- und Bestandsbauten kann dies am Ende helfen Geld zu sparen und das Klima zu schonen. 

Hierfür gibt es verschiedene (regionale) Fördermöglichkeiten, die bei einer energetischen Sanierung in Anspruch genommen werden können: 


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