Dienstag, 11. Dezember 2018

 
Freitag, 7. Dezember 2018

TORGAU

"Ich baue den Torgauer Bahnhof für die Hälfte"

Peter HeilFoto: TZ/Archiv

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Peter Heil will den neuen Torgauer Bahnhof bauen. Nicht nur als Investor, sondern auch als Steuerzahler. Die aktuell aufgerufenen Kosten will er halbieren. Was sagt die Stadt dazu?

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In einem Brief an die TZ hat Projektentwickler Peter Heil (Brauhauspark) seine Ambitionen unterstrichen, den Torgauer Bahnhof als Investorenprojekt zu realisieren. Dabei steigt er selbstbewusst in den Ring: „Ich wäre als Investor in der Lage, für die Hälfte zu bauen und würde zusätzlich noch für eine Versorgung der Bahnreisenden in Form von Imbiss oder Backshop sorgen.“

Die Torgauer Stadt-Verwaltung lässt das aber kalt. Auf das konkrete Angebot angesprochen, unterstrich die Pressestelle den Standpunkt von Oberbürgermeisterin Romina Barth, die zuletzt auf ein bereits im Jahr 2017 durchgeführtes sogenanntes Interessensbekundungsverfahren verwiesen hatte.

Damals hätten sich alle Interessenten, Investoren, Mieter und Ideengeber melden können, hatte sie mitgeteilt. Investoren haben sich daraufhin offenbar nicht gemeldet.

Im Exposé zum damaligen Interessenbekundungsverfahren war zwar nicht ausdrücklich die Suche nach Investoren festgehalten – „Gesucht werden Ideen und Nutzungen für das Bahnhofsgebäude“, hieß es darin. Allerdings waren in den aufgeführten Beispielen, die mögliche Entwicklungswege für den Bahnhof aufzeigen sollten, auch private Investorenfälle beschrieben.

Peter Heil will sich aber noch nicht geschlagen geben. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht für ihn „der Entwurf eines eingeschossigen Gebäudes mit einer Grundfläche von circa 300 Quadratmetern der Torgauer Planerin Zinnert.“

Über die Qualität des Entwurfes wolle er sich nicht äußern, „da man sich bekanntlich über Geschmack trefflich streiten kann. Mir geht es vor allem um die Vergleichszahlen der selben Planerin, die dem Stadtrat als Entscheidungsgrundlage zum Vergleich des Szenarios ,Sanierung oder Abriss/Neubau‘ vorgetragen wurden“, so Peter Heil.

Bei aller Euphorie des Stadtparlamentes müsse er hier als Investor und Steuerzahler intervenieren. Ein Neubau entsprechend des Entwurfes von Frau Zinnert mit den Nutzungen gemäß des in der TZ veröffentlichten Grundrisses einschließlich Abriss dürfe maximal die Hälfte der 2,24 Millionen Euro kosten, die das Ingenieurbüro ausgerechnet habe.

„Ich fordere die Stadtverwaltung dringend auf sich von dem Gedanken der freihändigen Vergabe von Planung und Bau zu lösen und alle Leistungen nach EU Recht öffentlich auszuschreiben.“ Am sinnvollsten wäre aus seiner Sicht eine Investorenausschreibung mit allen vorgegebenen Leistungen und dem gewünschten Raumprogramm auf dem zu übertragenden Grundstück der Stadt. „Die Stadt könnte dann den aktuellen Problemen – Bauzeit- und Baukostenüberschreitung – wie sie bei der Jugendherberge auftreten aus dem Weg gehen, öffentliche Gelder würden nicht verschwendet und vor allem gäbe es Transparenz“, wirbt er für sich und seine Idee.

Die Stadtverwaltung hält dagegen und erklärt auf TZ-Nachfrage, warum sie an ihren Vorstellungen festhält: „Sowohl die Stadtverwaltung als auch städtische Unternehmen haben jahrelang positive Erfahrung mit dem Büro Zinnert gemacht. Die Einschätzung des Büros hinsichtlich des Zustands des Gebäudes, dessen Zukunft sowie der Kosten für Sanierung oder Neubau betrachten wir zum jetzigen Zeitpunkt als realistisch, zumal einem Außenstehenden die Aufgliederung der Zusatzkosten, wie zum Beispiel Interimsgebäude, Umverlegung der Bahntechnik und so weiter nicht bekannt sein können“, so Pressesprecher Tilo Schroth.

Darüber hinaus betreibt die Stadtverwaltung eine Begriffsklärung. Das, was bisher zum neuen Bahnhof vorliegt, ist demnach die Untersuchung einer Variante, aber keine Planung.

Um die Entscheidungsgrundlage für die Stadträte am 12. Dezember fachlich zu unterlegen, „wurde Frau Zinnert im Rahmen der notwendigen Untersuchungen zur Statik und Sicherung des Altgebäudes beauftragt. Im Zuge dieser und weiterer Untersuchungen wurden weitere Schäden festgestellt, so dass zusätzlich auch die Variante Neubau untersucht wurde. Die Vergütung dieser Leistungen des IB Zinnert erfolgt über ein Stundenhonorar. Einen Planungsauftrag hat das Büro demnach nicht erhalten“, teilte die Stadtverwaltung mit.

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