Sonntag, 24. März 2019
Mittwoch, 19. Dezember 2018

MOCKREHNA

"Rentner? Ach, hör'n Sie mir bloß auf!"

Olaf Zenker.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Klitzschen. Ortsvorsteher Olaf Zenker hat fortan so richtig viel Zeit – oder vielleicht doch nicht?

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Am Ende steht zumeist ein „R“ – „R“ wie Rente. Bei Olaf Zenke“R“ steht das „R“ schon von Beginn an. Seit 1. September nun aber auch als Renten-“R“. „Ach, hör’n Sie mir bloß auf“, winkt der 63-Jährige in dieser Woche ab. Kaum im Ruhestand, schon gibt’s für die Weihnachtsfeier der Volkssolidarität in seinem Heimatort Klitzschen auch schon eine Einladung. „Da bin ich ganz schön ins Grübeln gekommen“, sagt Zenker.

Bloß gut, dass diese Einladung ohnehin gekommen wäre. Schließlich ist Zenker Ortsvorsteher. Und das bereits in der nun zu Ende gehenden zweiten Legislaturperiode. Parallel dazu ist der Klitzschener Vorsitzender des Audenhainer Kirchspiels. Arbeit bleibt da genug. Auch im Ruhestand. Oder eben Unruhestand, was Zenker deutlich besser gefällt.

In den vergangenen Wochen hatte Zenker trotz Unruhestands alle Hände voll zu tun. Nicht nur, dass der Meister in Sachen Informationstechnik seinem alten Arbeitgeber noch mal kurz unter die Arme griff. Gerade die Klitzschener Kirche verlangte nach viel Aufmerksamkeit.

Kurz vor Beginn der Schlechtwetterperiode war das Gerüst am Gotteshaus Geschichte. Der Turmsanierung folgte mit dem Abbau der Eisenstangen gleich noch die Fällung dreier Nadelbäume, die – recht dicht an der Kirche stehend – zu bedenklicher Größe erwuchsen. Und weil die Spitze eines Baumes gleich noch als Weihnachtsbaum fürs Innere der Kirche genutzt wird, dürfen sich Besucher des Gottesdienstes an Heiligabend (17 Uhr) über reichlich natürlichen Zapfenschmuck freuen.

Freuen können sie sich auch darüber, dass mit der Turmsanierung die Arbeiten in und am Kirchenhaus noch nicht beendet sind: Zenker setzt buchstäblich zu einer Stichprobe an. Aus dem Rückenteil einer Kirchenbank beginnt es zu rieseln. Mehr als Zenker geahnt hat. „Hätt’ ich nicht machen sollen“, lautet sein trockener Kommentar. Hier hat der Zahn der Zeit spürbar genagt.

Im kommenden Jahr werden noch einige Bänke und zwei Türen von der Tischlerei Albrecht in Schildau aufgearbeitet. Der dortige Brand hatte verhindert, dass die Holzarbeiten möglicherweise schon in diesem Jahr zum Abschluss gekommen sind.

Sei’s drum. Zenker scheint nicht nur zufrieden zu sein. Er ist es. Die Turmsanierung sei trotz anfänglicher Anlaufschwierigkeiten ohne Probleme über die Bühne gegangen. Der rostbraune Rot-Ton, der das abgewetzte Grün ersetzt, und nunmehr zwei neue Ziffernblätter sollten auf Jahre beruhigen. „Eine Baustelle weniger“, klopft Zenker diesmal auf ein sicher scheinendes Holzteil.

Stichwort Baustelle: Die wird es im kommenden Jahr in Klitzschen über einen langen Zeitraum geben. Denn der grundhafte Ausbau der Gemeindestraße vom Kreuzungsbereich in Richtung Melpitz steht auf dem Plan. Bei einer Einwohnerversammlung im September hatte Zenker das Projekt bereits vorgestellt und die Bürger entscheiden lassen.

Immerhin standen zwei Varianten zur Wahl: die einseitige Parkbuchten-Variante und die zweiseitige. Das Votum der Klitzschener sei eindeutig gewesen, erinnert der Ortsvorsteher. Die deutliche Mehrheit habe entschieden, dass es zweiseitig in die Zukunft gehen solle. Die beiden Bushaltestellen werden zudem um einige Meter verlegt und behindertengerecht ausgebaut.

Beginn der Baumaßnahme? „Fragen Sie mich bitte etwas Leichteres“, meint Zenker. Vorsichtig geschätzt könnte es jedoch Mitte des Jahres werden.

Dann könnte es sein, dass Olaf Zenker zum dritten Mal im Amt des Ortsvorstehers agiert. „Ich werde mich wieder zur Wahl stellen“, machte er im Gespräch mit der Torgauer Zeitung deutlich. Ob er jedoch auch noch einmal ins Rennen um einen Sitz im Gemeinderat Mockrehna gehen wird, muss sich der Klitzschener noch einmal überlagen. „Eigentlich wäre ja die Jugend an der Reihe“, sagt jemand, der sich längst noch nicht als Rentner fühlt.


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