Donnerstag, 17. Januar 2019

 
Donnerstag, 27. Dezember 2018

TORGAU

Dieses Haus kann keiner übersehen

Erst im Dunkeln entfaltet die Weihnachtsdeko die richtige Wirkung.Foto: TZ/Perz

von unserer Volontärin Elisa Perz

Torgau. Hans Jürgen Worreschk verwandelt sein Eigenheim in der Weihnachtszeit in ein Lichtermeer. Das Dekorieren ist für ihn zu weit mehr als einem einfachen Hobby geworden.

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Auch wenn die Weihnachtsfeiertage bereits vorbei sind, hält die Adventsstimmung bei Hans-Jürgen Worreschk weiter an. Noch bis zum 6. Januar, also bis zum Feiertag der heiligen drei Könige, glitzert, funkelt und erstrahlt das Haus von ihm und seiner Frau in der Warschauer Straße in Torgau in festlichem Ambiente. Kleine Tannenbäumchen sind mit Lichterketten versehen. Ein Schwibbogen sorgt für zauberhafte Stimmung und der Springbrunnen, der im Sommer seinen eigentlichen Zweck erfüllt, ist mit Weihnachtskränzen ausgestattet. Außerdem tauchen die vielen Laternen und Lämpchen das Grundstück in ein solch helles Licht, das Passanten oder Autofahrer sogar von der Warschauer Brücke aus nicht übersehen können.

Enkel helfen mit

„Wie viele Lichterketten und andere Dekorationen mittlerweile im Einsatz sind, weiß ich längst nicht mehr. Schon nach dem ersten Jahr habe ich aufgehört zu zählen“, gibt der 63-Jährige zu verstehen.

Sein „erstes Mal“ war vor zehn Jahren. Nachdem er zu diesem Zeitpunkt seiner Ehefrau schon mehrmals über die Schulter geschaut hatte, wie sie den gemeinsamen inneren Wohnbereich in Weihnachtszauber hüllte, schuf er sich draußen sein eigenes Revier. „Ich wollte, dass uns diese besinnliche Stimmung nicht erst innen, sondern genauso bereits außen empfängt. Deshalb hatte ich mir ein paar Ideen überlegt, die am Anfang noch recht klein ausfielen. Beispielsweise bestand ein Gedanke darin, unsere Pflanzkübel mit verzierten Tannenbäumen zu bestücken. So kam nach und nach in jeder Adventszeit mindestens ein neuer Einfall hinzu“, erinnert sich der Torgauer.

Inspiration für seine Kreationen holt er sich sowohl in Prospekten als auch bei anderen geschmückten Häusern. Vor allem die Bergparaden im Erzgebirge haben es Worreschk angetan. „Das ist stets ein wahrhaftiges Spektakel und eine gute Möglichkeit, um sich Anregungen zu holen.“

Die meisten Einfälle stammen jedoch von ihm selbst. „Und von meinen Enkeln, die darf ich auch nicht vergessen“, fügt er hinzu. „Sie sind immer ganz aufgeregt und fragen mich schon mehrere Monate vor Weihnachten, was ich denn dieses Mal geplant habe und erzählen mir, was sie sich vorstellen könnten.“

Die Kutsche ist in diesem Jahr der ganze Stolz für Hans Jürgen Worreschk. Foto: TZ/Perz

Seine Enkel sind neben seinen Freunden und Bekannten jedoch nicht die Einzigen, die das geschmückte Haus des 63-Jährigen gern bewundern. Es seien nämlich schon häufiger fremde Personen bei ihm vorbeigekommen, die lediglich zu Besuch in der Großen Kreisstadt waren und denen die Dekoration von Weitem ins Auge fiel. „Unser Eigenheim scheint bei einigen den Eindruck eines Museums zu erwecken. Aber das stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich freue mich, wenn ich sehe, dass auch andere Gefallen an meinen Ideen finden“, erzählt der Weihnachtsliebhaber weiter, für den das Dekorieren kein einfaches Hobby ist. Es gebe ihm neuen Elan und Kraft, sagt er.

Beides kann Worreschk besonders im Moment gut gebrauchen. Vor zwei Jahren wurde bei ihm Darmkrebs diagnostiziert. Seinem Beruf als Brunnenbauer musste er deshalb den Rücken kehren. Stattdessen steht für ihn jetzt mehrmals pro Woche eine Chemotherapie im Krankenhaus an. Eine Pause vom Werkeln gönnt sich der Torgauer trotzdem nicht. Das wolle und könne er gar nicht. „Auf der Couch zu liegen und nichts zu tun, würde mir deutlich schlechter bekommen. Die frische Luft und die Arbeit im Garten wirken sich viel besser auf meine Gesundheit aus, da bin ich mir sicher.“

Kutsche mit Weihnachtsmann

Somit hat sich der 63-Jährige auch in diesem Jahr eine Neuheit einfallen lassen. Sein selbst ernanntes „Meisterstück“, auf das er sehr stolz ist. Dabei handelt es sich um eine große Kutsche, die er mit Lichterketten, Tannenzweigen und einem Weihnachtsmann bestehend aus einem Radgestell, Füllstoff, Kopf sowie der unverkennbaren Kombination aus Mantel und Mütze versehen hat. Die Figur ist durch einen Schirm sogar gegen Regen gewappnet. Nur Wind und Sturm könnten der Konstruktion gefährlich werden. „Notfalls müsste ich das Ganze noch vor dem 6. Januar abbauen oder während eines Unwetters unterstellen. Diese Strategie hat in den letzten Jahren bereits gut funktioniert.“

Gleiches gilt für die Zeitschaltuhr, die der Dekofreund extra vor ein paar Jahren eingebaut und welche die Worreschks bisher vor einem Stromausfall bewahrt hat. „Würden alle Lichter gleichzeitig angehen, hätte das Haus wahrscheinlich schon ein paar Mal im Dunkeln gestanden – bei den vielen Lämpchen“, vermutet der gelernte Brunnenbauer, der in Gedanken schon an seinem Weihnachtsschmuckkonzept für 2019 feilt. Der Plan beinhaltet auch wieder eine neue Kreation, die er allerdings noch nicht verraten möchte: „Das soll meine Frau eigentlich noch gar nicht erfahren. Sonst würde sie nur meinen, dass wir keine weitere Dekoration brauchen. Das hat sie mir bereits mehrfach zu verstehen gegeben. Aber jeder hat eben so seine kleinen Macken und ich weiß, dass es ihr insgeheim auch fehlen würde, wenn ich nicht jedes Jahr etwas Neues aus dem Hut zaubern würde.“


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