Sonntag, 20. Oktober 2019
Mittwoch, 9. Januar 2019

NORDSACHSEN

Lauter Sicherheit

Eurofighter

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau/Nordsachsen. Der Überschallflug eines Eurofighters war am Dienstag in der Region wahrlich nicht zu überhören.

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Dieser Knall war ohrenbetäubend und drang in seiner Tiefe durch Mark und Bein: Am späten Dienstagnachmittag rumste es nicht nur in der Region Torgau gehörig. Schnell gab es Vermutungen, wonach ein Überschallknall, ausgelöst durch einen Düsenjet, die Ursache sein könnte. Bereits um 17.50 Uhr twitterte die Oberfränkische Polizei, dass kein Grund zur Beunruhigung bestehe. Dabei verwies sie auf die Deutsche Flugsicherung in München. TAG24.de berief sich auf Angaben des Portals „Reporter24“, wonach es sich um zwei Eurofighter einer in Neuburg an der Donau stationierten Alarmrotte handeln könnte.

Ein Sprecher der Luftwaffe bestätigte gestern früh auf Nachfrage der Torgauer Zeitung, dass der Knall tatsächlich von einem Eurofighter der Alarmrotte verursacht wurde. Dieser war innerhalb einer 15-Minuten-Frist aufgestiegen, nachdem die Luftsicherung den Kontakt zu einer zivilen Passagiermaschine verloren hatte. Angaben zum Start- und Zielpunkt der Passagiermaschine sowie zur Fluggesellschaft machte der Sprecher nicht.

Der Auftrag des Eurofighters habe Sichtweitenidentifizierung gelautet, was nichts anderes heißt, als dass der Abfangjäger nah genug an die Passagiermaschine heranfliegt, um visuell Kontakt aufzunehmen.

Doch dazu sei es am Ende gar nicht mehr gekommen, bestätigte der Luftwaffensprecher.  Noch bevor der Pilot des Eurofighters seinen Auftrag abhaken konnte, habe die Passagiermaschine den deutschen Luftraum in Richtung Polen verlassen.

Dass der Funkkontakt zu einer Maschine verloren geht, passiert nicht selten. Etwa 15 bis 20 Mal pro Jahr, so der Luftwaffensprecher, würden die in Neuburg (süddeutscher Luftraum) und in Wittmund (norddeutscher Luftraum) stationierten Alarmrotten der Luftwaffe abheben. Vielfach liege dies daran, dass Flugzeugcrews schlichtweg vergessen, beim Verlassen spezieller Flugsektoren auf die aktuelle Funkfrequenz umzustellen. Der Überschallknall zog sich mit dem Flug der Militärmaschine von Oberfranken über Thüringen bis nach Sachsen.

    

Fliegen mit Überschall bedeutet, dass die Fluggeschwindigkeit größer als die Schallgeschwindigkeit ist. Dies ist bei etwa 1200 Kilometern pro Stunde der Fall und wird als „Mach 1“ bezeichnet. Nähert sich ein Eurofighter (Höchstgeschwindigkeit 2495 km/h) dieser Geschwindigkeit, kommt es zu Stoßwellen an verschiedenen Teilen des Flugzeuges. Dadurch steigt der aerodynamische Widerstand erheblich an, bis diese Grenze, bildhaft „Schallmauer“ genannt, überwunden ist. Der Überschallknall ist die hörbare Auswirkung dieser Stoßwelle. (Quelle: Bundeswehr)


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