Samstag, 20. April 2019
Mittwoch, 16. Januar 2019

TORGAU

Möglicher Wolfriss bei Süptitz

Das ausgeweidete Reh, welches von Uwe Kammer gefunden wurde.Foto: Privat

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Süptitz. Jäger Uwe Kammer fand am Dinestag-Morgen einen toten Rehkadaver auf seinem Pachtgrundstück knapp 30 Meter vom Süptitzer Ortsschild. Ob es sich jedoch um einen Wolfsriss handelt, konnte noch nicht bestätigt werden.

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War hier mal wieder der Wolf am Werk? Als der Süptitzer Jäger Uwe Kammer am gestrigen Morgen gegen halb 10 zu dem von ihm und zwei Mitjägern gepachteten Jagdgebiet an der Butterstraße kam, fand er ein gerissenes Reh vor. Die Innereien komplett gefressen, das Schulterblatt entfernt und die Rippen und Keulen angefressen.

„Als mir am frühen morgen von dem toten Tier auf unserer gepachteten Fläche berichtet wurde, dachte ich zuerst, jemand habe das Reh nach einem Wildunfall dort liegen lassen“, berichtet Kammer. „Als ich dann aber vor Ort war, war für mich die Sache schon auf den ersten Blick klar: das war der Wolf. So wie das Tier ausgeweidet war, das schafft kein Fuchs oder ein anderes Tier.“

Zusammen mit seinem Jagdhund, den er an diesem Morgen mit dabei hatte, nahm der Jäger die Fährte auf und entdeckte tatsächlich, rund 15 Meter von dem Reh-Kadaver entfernt, den Rissplatz. „Meiner Einschätzung nach wurde das Tier hier gerissen, danach versuchte der Wolf es in seine Höhle zu ziehen.“ Kammer wandte sich direkt an die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises, die um die Mittagszeit dann auch am Ort des Geschehens ankamen und DNA-Proben entnahmen. Ob es sich jedoch um einen Wolfsriss handelte, konnten sie nicht zu einhundert Prozent sagen. Es wurden jedoch DNA-Proben zu weiteren Untersuchung genommen.

Uwe Kammer macht vor allem der Ort des Risses Sorgen. Die Stelle, an der das tote Reh gefunden wurde, befindet sich gerade einmal 30 Meter vom Süptitzer Ortsschild entfernt und bis zu den ersten Häusern sind es auch nur ein paar Meter mehr. „Wenn der Wolf jetzt schon so nah an den Ort herankommt, dann macht er vielleicht demnächst mal einen Spaziergang mitten durch“, sagt er beunruhigt. Seiner Meinung nach sei es dringend an der Zeit, auch die Wolfspopulation durch Entnahme zu regulieren. „Ich bin da voll und ganz auf Seiten von Gerd Kettlitz und dem Torgauer Jagdverband. Meiner Meinung nach sollten wir uns viel mehr auf das heimische Niederwild, sprich Rebhuhn und Hasen konzentrieren und dafür wertvolle Steuergelder ausgeben, als für den Wolf riesengroße Summen zu investieren.“

Zuletzt war es Mitte Dezember zu einem Wolfsriss in Schildau gekommen. Hierbei verschafften sich die Wölfe Zutritt zum Wildgatter des Jägers Lutz Sommer und rissen dort mehrere Stück Damwild. Im Gegensatz zum jetzigen Fall in Süptitz waren sich die Experten dort jedoch sofort sicher und bestatätigten, dass es sich um die Tat eines Wolfes bzw mehrere Wölfe handelte.

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