Donnerstag, 21. Februar 2019

 
Donnerstag, 31. Januar 2019

MOCKREHNA

Risiken für 2. Bauabschnitt

Karl-Heinz Schleinitz an der Grenze zwischen der bereits ausgebauten Mockrehnaer Straße und dem geplanten 2. Bauabschnitt.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Strelln. Bezüglich des weiteren Ausbaus der Mockrehnaer Straße in Strelln appelliert der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung nun an alle betroffenen Grundstücksbesitzer.

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Eigentlich klang das, was Udo Friebel noch am 20. Dezember in der Torgauer Zeitung zum weiteren Ausbau der Mockrehnaer Straße in Strelln erklärte, recht zuversichtlich. Baurechtlich stehe dem Projekt auf Grund des bereits genehmigten Wege- und Gewässerplans nichts mehr im Wege... Eigentlich. Denn bei der jüngsten Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung zeichneten sich große Fragezeichen ab.

Kein Zaun mehr notwendig

Zwar konnte der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Strelln und Sachgebietsleiter im Amt für Ländliche Neuordnung beim Landratsamt Nordsachsen berichten, dass die aktuelle Kostenschätzung für den 2. Bauabschnitt mit 387000 Euro um etwa 100000 Euro niedriger ausfällt, als anfangs noch gedacht – Grund ist vor allem die nun nicht mehr notwendige Abzäunung des Wegs. Doch jene frohe Botschaft geht mit einem finanziellen Risiko für die Teilnehmer am Flurbereinigungsverfahren Strelln einher.

Friebel: „Bereits innerhalb des Vorstands herrscht keine Einigkeit über die Notwendigkeit der Ausführung der Wegebaumaßnahme. Mögliche zusätzliche Ausgaben beim Rückbau des Heizhauses finden kein Verständnis. Die aufgezeigten Kosten sollen der Orientierung dienen und den Vorstand für die eventuell auftretenden Probleme sensibilisieren. Probleme sind neben der Zustimmung des Grundstückseigentümers die offenen Baugrube aus dem Rückbau des Heizhauses und mögliche Munitionsfunde.“

Noch einmal zur Kasse bitten?

Auf gut Deutsch: Es geht darum, ob und wenn ja wie das Projekt finanziell abgesichert wird und ob die Beteiligten noch einmal zur Kasse gebeten werden. So zum Beispiel für die Verfüllung des riesigen Heizhaus-Kraters. Denn hier muss die Mockrehnaer Straße langführen. Geschätzte Kosten fürs Verfüllen und die Beräumung des Areals: 42000 Euro. Genau jene Frage müsse nun schnellstmöglich geklärt werden, erläuterte Friebel gegenüber der Torgauer Zeitung.

Ebenso birgt das alte Muna-Gelände in puncto möglicher Kampfmittelfunde ein finanzielles Risiko. Zwar ist die Kampfmittelerkundung in den Baukosten mit 29000 Euro eingerechnet. Doch die Beseitigung auftretender Funde ist es eben nicht.

Wie kann das sein? Bei dem Areal handelt es sich um ein Grundstück aus dem Besitz des Freistaats/Bunds, bei dessen Veräußerung der Haftungsausschluss für militärische Altlasten erklärt wurde. Heißt wiederum, dass der Eigentümer für eine Entsorgung aufkommen müsste. Und genau hier nun drückt der zeitliche Rahmen für die Realisierung des 2. Bauabschnitts der Mockrehnaer Straße durch die Teilnehmergemeinschaft Strelln.

„Ich kann deswegen nur noch einmal an alle Grundstückseigentümer in Strelln appellieren, sich wegen der Umsetzung der Maßnahme mit dem Vorstand in Verbindung zu setzen“, sagte Friebel. Ziel müsse es sein, dass zur kommenden Vorstandssitzung am 12. Februar Klarheit darüber herrscht, ob man an dem Vorhaben trotz der Risiken festhalte. „Wir müssen wissen, ob wir Fördermittel beantragen“, erklärte Friebel.

Namentliche Abstimmung gefordert

Für den Strellner Ortsbeauftragten Karl-Heinz Schleinitz spricht trotzdem nichts gegen das vor Jahren bereits ins Auge gefasste Wegebauvorhaben. Biete dieses doch die einmalige Chance, eine kurze Verbindung nach Mockrehna zu schaffen, ohne dabei Umwege über Doberschütz, Audenhain oder den Bahnübergang am sogenannten A-Weg, der nach Plänen der Deutschen Bahn geschlossen werden soll, in Kauf zu nehmen. Für Schleinitz kommt am 12. Februar nur eine namentliche Abstimmung des Vorstands über das weitere Vorgehen im Falle Mockrehnaer Straße in Frage.


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