Sonntag, 26. Mai 2019
Montag, 25. Februar 2019

TORGAU

"Gut Ding will manchmal Weile haben"

Innenstadtmanagerin Annika Heinlein.Foto: Stadtverwaltung Torgau

von unserer Volontärin Elisa Perz

Torgau. Innenstadtmanagerin Annika Heinlein gibt einen Ausblick auf die noch anstehenden Projekt für 2019. Auch die Themen Leerstände und Unternehmensnachfolge spielen eine Rolle.

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Beim letzten Händlerstammtisch präsentierte Torgaus Innenstadtmanagerin Annika Heinlein vom Leipziger Büro „Stadt + Handel“ ihr neues Projekt für die Osterzeit. Eine für die Kinder organisierte Schnitzeljagd läutet die Karwoche in der Innenstadt ein und soll gleichzeitig für mehr Belebung sorgen. Wie ihre Idee genau aussieht, welche Pläne sie außerdem für 2019 hat und wie das vergangene Jahr aus ihrer Sicht verlief, erklärt sie im Interview.

 

TZ: Was verbirgt sich hinter dem Gedanken der Osterschnitzeljagd?
A. Heinlein:
Die Schnitzeljagd ist als ein kleines Gewinnspiel gedacht. Während der Osterwoche wird in verschiedenen Geschäften jeweils ein Osterei versteckt, auf dem ein nummerierter Buchstabe steht. Alle Buchstaben ergeben am Ende zusammen ein Lösungswort, das auf der Teilnahmekarte eingetragen werden muss. Die Karten sind ab Anfang April im TIC und bei den teilnehmenden Geschäften erhältlich. Unter allen richtig ausgefüllten Karten werden drei tolle Hauptpreise verlost. Ich freue mich, dass wir den Bücherwald, Spielwaren Loebner sowie das Aquavita als Sponsoren gewinnen konnten. Interessierte Händler können sich bis zum 1. März beim Innenstadtmanagement melden. Und natürlich sind alle Kinder herzlich zum Mitmachen eingeladen.

 

Gibt es noch weitere Projekte, die in diesem Jahr umgesetzt werden sollen?
Ja. Der Stadt und mir ist es gelungen, zwei Eigentümer von Leerständen zu finden, die an einer Zwischennutzung der Läden interessiert sind. Den Anfang macht ein Leerstand in der Breiten Straße. In dessen Schaufenster wird sich der Torgauer Kunst- und Kulturverein Johann-Kentmann präsentieren.

 

Die Idee besteht schon länger, richtig?
Ja. Wir sind ja bereits seit geraumer Zeit dabei, Eigentümer für die Zwischennutzung ihrer Leerstände zu gewinnen. Die Kontakte herzustellen, gestaltet sich aber schwierig. Besonders bei Eigentümern, die nicht aus Torgau kommen, wird es problematisch. Trotzdem hoffen wir, dass sich noch weitere Eigentümer an der Aufwertung der Innendstadt beteiligen möchten. Denn eine Zwischennutzung ist gleichzeitig eine Werbung für die Immobilie selbst.

 

Im letzten Jahr ging es auch häufig um das Thema Unternehmensnachfolge. Matthias Grimm-Over hatte diesbezüglich eine Liste angeregt, auf der die Torgauer Händler und der Zeitpunkt, wann sie in den Ruhestand gehen, erfasst sind. Welche Maßnahmen sieht das Innenstadtmanagement in dieser Hinsicht vor?
Wir sind bereits seit einigen Wochen dabei, eine flächendeckende Händlerbefragung zum Thema Unternehmensnachfolge durchzuführen. Denn das Thema Unternehmensnachfolge beschäftigt nicht nur den Stadtrat, auch die Stadt Torgau und das Innenstadtmanagement befinden das Thema für sehr wichtig. Der Fragebogen wird in allen Einzelhandelsbetrieben in der Innenstadt verteilt und kann per Mail, Fax oder Post beim Innenstadtmanagement oder der Stadtverwaltung abgegeben werden. Wir erhoffen uns eine große Beteiligung, um eine möglichst aussagekräftige Datenbasis zu erhalten. Darüber hinaus werden wir weiterhin versuchen, die Händler schon jetzt bei der Suche nach geeigneten Nachfolgern zu unterstützen.

 

Inwiefern?
Zum Beispiel vermitteln wir Kontakte und informieren über bereits bestehende Angebote wie das der IHK. Dafür müssen wir aber wissen, wen wir beraten können. Ich kann die Händler, die vor einer Betriebsaufgabe stehen, nur weiterhin aufrufen, sich an das Innenstadtmanagement oder die Wirtschaftsförderung zu wenden.

 

Apropos IHK: Im letzten Jahr hatten Sie den Anwesenden beim Händlerstammtisch den Vorschlag einer Online-Schulung der IHK unterbreitet. Wie sieht es mit den Plänen hierfür aus?
Leider konnte die erforderliche Teilnehmerzahl von 20 Personen noch nicht erreicht werden. Daher möchte ich diese Schulung nochmals allen Torgauer Händlern ans Herz legen, die Mitglied bei der IHK sind. Interessenten können sich gerne bei mir melden.

 

Lassen Sie uns allgemein noch einen Blick zurückwerfen: Wie verlief 2018 aus Sicht des Innenstadtmanagements?
Es war das erste Jahr für das Innenstadtmanagement in Torgau und verging wie im Flug. Dabei war insbesondere der Beginn von vielen Gesprächen und manchmal auch Auseinandersetzungen geprägt, warum Dinge nicht sofort, jetzt und gleich passieren. Aber schließlich konnte ich mich auf die Suche nach Mitstreitern machen, die zusammen Torgau attraktiver gestalten möchten. Denn das Innenstadtmanagement ist immer nur einer der Mitspieler im innerstädtischen Reigen der Akteure. Einige schöne Projekte, wie beispielsweise der „bärenstarke Gutschein“- Flyer zum Tag der Sachsen oder die Weihnachtslaternen, konnten schließlich gemeinsam umgesetzt werden. Wie sagt man so schön: Gut Ding will manchmal Weile haben.

 

Manche Projekte wurden auch mithilfe des Verfügungsfonds realisiert. Ist von dessen Budget von 2018 noch Geld übrig geblieben?
Ja, rund 2300 Euro. Dieser Betrag wurde aus dieses Jahr übertragen. Das Gremium und ich hoffen wieder auf Bürger, Händler oder andere Akteure, die die Innenstadt mitgestalten wollen.

 

Der Verfügungsfonds läuft noch bis 2021. Ihre Zeit als Innenstadtmanagerin endet hingegen dieses Jahr. Wie geht es danach weiter?
Es wäre für Torgau schön, wenn die vom Innenstadtmanagement eingebrachten Ideen weiterverfolgt werden würden. Der Händlerstammtisch, der von Oberbürgermeisterin Romina Barth ins Leben gerufen wurde, ist eine sehr gute Sache. Ich würde mich freuen, wenn er vielleicht in eine Interessengemeinschaft der Händler und Immobilienbesitzer münden würde, die sich kontinuierlich für eine Verschönerung Torgaus engagieren.


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