Mittwoch, 26. Juni 2019
Freitag, 8. März 2019

TORGAU

Elektrospaß auf Knopfdruck

TZ-Redakteur Christian Wendt und der IONIQ Elektro.Foto: Torgauer Zeitung

von unserem Redakteur Christian Wendt

Torgau. TZ-Redakteur Christian Wendt war mit dem Hyundai IONIQ Elektro des Torgauer Autohauses Maluche unterwegs. Bei seinem Test spulte er knapp 500 Kilometer herunter.

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Na das kann ja was werden... Beim Blick in den Kofferraum wurden meine Zweifel erst recht genährt. Gleich neben dem langen Ladekabel liegt der einschraubbare Abschleppbolzen in einem Täschchen versteckt. Vertrauen sieht echt anders aus, denke ich. Werde ich es mit dieser Kiste überhaupt nach Hause schaffen? Wer weiß, wie gut sich der Akku  des Hyundai IONIQ Elektro Style aufs Pendeln versteht... Nun gut, allen Mut zusammengenommen und reingesetzt. Der TZ-Autofrühling giert nach dem nächsten Test.

Zugegeben schickes Inneres. Sofort fällt das hochauflösende 7-Zoll-Display mit Bordcomputer ins Auge. Zündschlüssel? Für den gibt es genügend Ablagen in der Mittelkonsole. Zur Not auch im Fach, in dem ich mein Smartphone bequem induktiv aufladen könnte. Doch mein Telefon hat noch genügend Saft. Wird der IONIQ da mithalten können?

Per Knopfdruck

Zum Starten reicht ein Knopfdruck. Nur wenige Augenblicke vergehen und vor mir tut sich ein farbenfrohes, dennoch sehr übersichtlich gehaltenes digitales Display auf. Links leuchtet eine Anzeige, die zielgenau zum sinnigen Fahren verleiten will. Einem grünen Eco-Bereich ist ein weißer Power-Bereich aufgesetzt. Unten – in Blau gehalten – die Anzeige für die Rekuparation. Richtig gelesen: R.e.k.u.p.a.r.a.t.i.o.n.

Wenn es in den vergangenen Monaten ein Fremdwort gab, das sich in meinem Kopf festgesetzt hat, dann dieses. Übersetzt bedeutet es Energierückgewinnung. Verringert der IONIQ seine Geschwindigkeit, wird die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt, was wiederum den Akku freut. Dieser Effekt kann mit Hilfe von drei Stufen den individuellen Bedürfnissen des Fahrers angepasst werden. Wer sparen will, nimmt Maximalstufe drei. Diese sorgt dafür, dass der Wagen beim Tritt vom Gaspedal spürbar im Vorwärtsdrang gehindert wird.

Und ich will sparen. Immer. Gewöhnungsbedürftiges Rucken. Aber nach ein paar Kilometern kein Problem mehr. Ein Problem ist lediglich, dass eben jene Rekuparationsstufe bei jedem Startvorgang mit den seitlich am Lenkrad bequem zu greifenden Wipptasten neu eingegeben werden muss. Ein Memory-Effekt wäre hier mehr als wünschenswert.

Bevor es losgeht nochmals die Ohren gespitzt. Außer dem klaren DAB+ -Empfang des Autoradios ist kaum etwas zu hören. Das ändert sich jedoch schnell. Wer denkt, dass elektrisches Fahren mit flüsterleisem Gleiten gleichzusetzen ist, der irrt. Denn Abrollgeräusche und Fahrtwind sorgen für einen gewissen Grundton. In Zahlen ausgedrückt sind dies 69 dB(A). Im Vergleich dazu: Ein Staubsauger bringt es auf 70 dB(A), ein normaler Pkw auf 75 dB(A).

Macht Laune

Einmal in Bewegung macht der IONIQ mit seinen gut 1500 Kilogramm Leergewicht trotz seiner 88 kW (120 PS) richtig Laune. Bereits im Eco-Modus ist der Anzug spürbar. Wird darüber hinaus das Fahrprofil per Taster auf der Mittelkonsole auf sportlich gestellt, geht’s richtig flott voran. Markant dabei: Der Vortrieb gelingt wegen des Elektroantriebs gleichmäßig zügig – egal, ob beim Ampelstart oder beim Beschleunigen am Ortsausgang. Da kommt bei maximal 295 Nm Drehmoment Fahrspaß auf, der auf Grund der guten Straßenlage des Wagens nicht gemindert wird. Der Wagen neigt minimal zum Untersteuern. Schnellere Kurven nimmt er im Handumdrehen, ohne dass es mich von einer Seitenlehne zur nächsten katapultiert. Und schon grüße ich die Kurvenkombi am Ortsausgang Großtreben in Höhe Ringbrandofen.

Jetzt wird nicht mehr gespart: Trotz aller möglichen elektrischen Verbraucher (auf 30 Grad Celsius gestellte schweißtreibende Klimaanlage!, eine Sitzheizung, die ihren Namen auch verdient sowie Radio und LED-Scheinwerfer) schaffe ich es nicht, den Akku übermäßig in die Knie zu zwingen. Statt meiner 30 Kilometer langen Pendelstrecke, zeigt die Reichweitenermittlung am Ende einen Verbrauch von 34 Kilometern. Hätte ich bei der am Ende doch recht provokanten Fahrweise so nicht erwartet.

Garantie

Die Hochvolt-Batterie, auf die Hyundai immerhin 8 Jahre Garantie (oder 200000 Kilometer) gewährt, besteht zumindest diesen Praxistest. Für Pendler mit etwa 50 Kilometern einfacher Fahrtstrecke ist der Wagen durchaus eine Option. Problem nur: Das Anstöpseln an die Steckdose sollte dann täglich erfolgen, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, wirklich auf der Strecke zu bleiben. Na ja, irgendwie wie bei meinem Telefon. Habe ich mich auch längst dran gewöhnt.

„Getankt“ werden kann an jeder x-beliebigen Haushaltssteckdose – wenn man denn 12 Stunden Zeit hat. Ansonsten soll es per 4,6-kW-Ladestation in 6 Stunden auch deutlich kürzer gehen. Leider hatte ich genau dieses Ladekabel im Unterboden des Kofferraums zu spät entdeckt. An einer 50-kW-Ladestation dauert es nur 30 Minuten, bis der Akku auf 80 Prozent schnellgeladen ist.

Auf Nummer sicher

Die vom Werk im Prospekt angegebene maximal 280 Kilometer Reichweite wollte ich definitiv nicht ausreizen, zumal die Reichweitenanzeige im Wagen nach dem Stromvolltanken nur 200 Kilometer versprach. Wie ist der Unterschied zu erklären? Bisschen gesucht und siehe da: Diverse Autoforen sprechen von einer Anzeige, die sehr auf Sicherheit bedacht sein soll, man getrost noch ein paar Kilometerchen weiter brausen könnte.

Einschränkungen gibt es beim Blick nach hinten. Im Rückspiegel stört ein wenig die  markante Linie, die die Hyundai-Ingenieure dem Wagen aus aerodynamischen Gründen verpasst haben. Die Rückfahrkamera ist deswegen goldwert.


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