Sonntag, 26. Mai 2019
Sonntag, 10. März 2019

TORGAU

Einmal Zukunft und (erstmal) zurück - Die TZ-Azubi-Expo 2019

Ausbildungsmöglichkeiten auf drei Etagen: die Azubi-Expo im BSZ Torgau. Foto: TZ/J. Sachse

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Torgau. Bereits zum zweiten Mal luden das Berufsschulzentrum und die TZ-Mediengruppe zur großen Doppelveranstaltung in Sachen Schulinformationstag und Berufsorientierung ein. Mehr zum Messetag und was Besucher dazu sagten, lesen Sie hier.

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Torgau. Bereits zum zweiten Mal luden das Berufsschulzentrum im Repitzer Weg und die TZ-Mediengruppe am Sasmtag zur großen Doppelveranstaltung in Sachen Schulinformationtag- und Berufsorientierung ein. Auf drei Etagen und sogar im Außenbereich fanden über 40 Aussteller Präsentationsflächen für ihre individuellen Ausbildungsberufe, Beratungsangebote und Messeaktionen.
Parallel dazu zeigten Schüler und Lehrer des BSZ, welche Fachrichtungen hier eine erste Orientierung hin zum ganz eigenen Traumberuf vermitteln. So gab es großen Andrang im Flur mit Fenster zum Innenhof, als dort eine live kommentierte praktische Vorführung zum Thema „Schienen schweißen – heißes Eisen“ stattfand, bei der natürlich auch Funken flogen. Auch die Abteilungen Betriebswirtschaftslehre, Pneumatik, Physik, Glastechnik sowie Gesundheit und Pflege warteten mit spannenden und informativen Einführungsworkshops auf. Die Stellvertretende Schulleiterin Sylvia Brandt äußerte sich begeistert über die gemeinsame Veranstaltung mit der TZ-Mediengruppe und ihren zahlreichen Messepartnern: „Gerade weil eben nicht nur unsere Schüler, sondern auch viele Eltern mit Kindern aus anderen Einrichtungen hier vom Bauarbeiter über den Verwaltungsfachangestellten bis hin zum Soldaten alle in unserer Region möglichen Ausbidlungsberufe individuell unter die Lupe nehmen und erste Kontakte sammeln können, während jüngere Geschwister vielleicht bald auch hier an unserer Schule lernen wollen, ist diese Kombination wirklich gelungen.“
Beosnders gefreut haben dürfte Sylvia Brandt und ihre Kollegen auch der Besuch von Oberbürgemeisterin Romina Barth, die einst selbst hier die Schulbank drückte und die Veranstaltung als einen wichtigen Beitrag dazu würdigte, jungen Menschen berufliche Perspektiven in der Heimatregion aufzuzeigen und somit auch Fachkräfte für hiesige Firmen von der Pike auf hier zu verwurzeln.
Insgesamt 810 Besucher konnten die TZ, ihre Premiumpartner von der Sparkasse Leipzig, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer zu Leipzig und der Bundesagentur für Arbeit sowie alle anderen Messepartner im Veranstaltungszeitraum zwischen 10 und  15 Uhr begrüßen.

 


Impressionen von der Messe

 

Die Schülerinnen Meret Friedrich, Emely Marquardt und Judith Tiessen (alle 17) nutzten die Gelegenheit, am Stand der Bundesagentur für Arbeit mit verschiedenen Fotorequisiten mal auszuprobieren, welcher Job ihnen am besten „stehen“ würde. „Eigentlich bin ich noch nicht ganz sicher, was genau ich mal machen werde, aber ein handwerklicher Beruf würde mir ganz gut gefallen.“, so Meret. Emely hingegen wusste ganz genau, dass sie eine Laufbahn bei der Polizei oder der Bundeswehr einschlagen will: „Ich war auch bei beiden Institutionen heute hier am Messestand und habe mir ganz viel Material über die verschiedenen Ausbildungswege mitgenommen.“ Für Judith ist die Kochmütze auch nicht mehr als ein Scherz, denn sie zieht es in Richtung Lehramtsstudium.

 

Sie liebt ihren Beruf wirklich: Manja Mann arbeitet seit 18 Jahren beim Sachsenforst und könnte sich kein besseres Arbeitsumfeld wünschen. „Ich bin so gern in der Natur und eher weniger geeignet für den Umgang mit Kundenströmen. Stattdessen packe ich gern mit an, wenn es darum geht, im Wald auf vielfältige Weise ‚Ordnung‘ zu schaffen und ihm manchmal auch dabei zu helfen, sich beispielsweise nach Unwettern zu erholen.“ Darum hat sie sich vor Kurzem sogar selbst den Titel „Forst Lady“ gegeben und stolz auf ihren Pullover drucken lassen – da auch hier bisher Frauen unterpräsentiert sind, ein leuchtendes Beispiel für andere Naturfreundinnen, die auch schwerer Technik gegenüber aufgeschlossen sind!

 

„Wieso Mistwetter? Ist doch ein Traum! Regnet doch nicht mal!“ lachte Manuela Schäfer, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Laura Klein im MDV-Infomobil von Leipzig in den Repitzer Weg gekommen war, um angehenden Azubis auch in Sachen Anfahrt zur Berufsschule oder Pendeln zur Uni hilfreiche Tipps und aktuelle Fahrpläne für Bus und Bahn an die Hand zu geben. Auch, wenn es gegen 14 Uhr dann doch noch etwas „nass von oben“ wurde, verloren die zwei vor dem EIngang zum BSZ-Komplex nicht ihre gute Laune. „Ich finde es super, dass die Unternehmen hier eine Möglichkeit bekommen, sich alle gemeinsam dem Problem des fehlenden Nachwuchses und Fachkräftemangels zu stellen. Eine tolle Initiative auch, das direkt mit dem BSZ hier zusammen zu organisieren, quasi direkt am Puls der nächsten Azubi-Generation zu bleiben und auch zu sehen, was die so beschäftigt und welche Tendenzen sich ihrerseits bei der Berufswahl ergeben.“, freut sich auch Laura Klein, die bereits seit Jahren mit dem MDV-Angebot auch andere Ausbildungsmessen besucht hat.

 

Für Clemens Hornauer stehen noch alle Türen offen, denn mit gerade einmal 15 Jahren hat er noch ein wenig Zeit, sich beruflich zu orientieren. Im elterlichen Betrieb werde es für ihn jedenfalls keinen Anknüpfungspunkt geben, denn der Maurerberuf reizt ihn herzlich wenig, gibt er zu. Mutter Peggy sieht das mit einem weinenden und einem lachenden AUge recht entspannt: „Das liegt ihm einfach nicht und wir zwingen ihn natürlich auch nicht auf Biegen und Brechen, unsere Firma zu übernehmen.Aber hier können wir gemeinsam nach ALternativen Ausschau halten und sind begeistert davon, welche Bandbreite die Aussteller abdecken!“, staunt sie. Besonders interessiert waren die zwei dann übrigens vom Stand der Bundeswehr.

 

Weil ihr Enkel am BSZ gerade die 11. Klasse besucht, ließen es sich Christa und Götz Hoyer aus Mockrehna nicht nehmen, ihn und seine Freundin Monique Lehmann beim „Tag der offenen Tür“ des BSZ in Aktion zu erleben. Bei einem Tässchen Kaffee und leckerem Kuchen vom selbgebackenen Basarbuffet der Schülerinnen und Schüler verrieten sie dann noch, dass sie den Synergieeffekt aus Schulveranstaltung und Ausbildungsmesse für sehr gelungen hielten. „In der näheren Umgebung gibt es ncihts vergleichbares und statt sich nur übers Internet zu informieren, können die Kinder hier direkt auf die Betirebe zugehen und ihre wirklich persönlichen Fragen zu Bewerbungskriterien, Ausbildungsabläufen und Gehalt anbringen. Von Angesicht zu Angesicht lässt sich auch die Chemie zwischen zukünftigem Lehrling und Chef schonmal testen – das ist nicht nur praktisch, sondern auch sympathisch!“, so Christa Hoyer.

 

Celina Domsalla (18) und Aylin Haage (19) waren selbst mal Schülerinnen am BSZ und haben den Tag der offenen Tür genutzt, um ihren Freunden „Hallo!“ zu sagen und doch nochmal ein bisschen nostalgisch durch die Flure zu spazieren.

 

Jannis Schneider (19) ist Lehrling im dritten Lehrjahr bei der Deutschen Rentenversicherung. „Ich fand am Anfang vor allem die Arbeit im öffentlichen Dienst reizvoll und inzwischen macht es mir riesigen Spaß, mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern alle Belange von Reha bis Renteneintritt zu bearbeiten. Deshalb fällt es mir auch leicht, anderen Jugendlichen diese Branche und den Job als Sozialversicherungsfachhangestellter schmackhaft zu machen. Außerdem habe ich sehr gute AUsbilder, die über die ganz normalen Durststrecken einer Lehre mit viel Motivation hinweg helfen!“ Das Erfolgsrezept der Azubi-Expo sähe er vor allem in der Möglichkeit praxisnaher Gespräche zwischen den Lehrbetrieben und den Bald-Azubis. „So nah kommt man vor einem echten Bewerbungsgespräch ja auch selten an die Ansprechpartner der Unternehmen ran und hier lässt es sich in ungezwungenem Rahmen super über auch heikle Themen wie das liebe Geld plaudern.“

 

Für Christian Schulzki (17) wird es langsam ernst: der Zwölftklässler hat am BSZ gerade seine Belegarbeit geschrieben und darin eine steuerbare Klappe für Hühnerställe entwickelt. Wie er darauf gekommen sei? „Wir leben in Wörblitz auf dem Land und ich wollte mich mit einem nützlichen Thema beschäftigen. Also hat mir mein Lehrer Herr Schneider empfohlen, mich daran zu setzen und es hat auch echt Spaß gemacht, zu tüfteln und zu programmieren, bis es klappte.“ Das Schüler-Lehrer-Duo stand am Samstag im Technikkabinett allen Besuchern Rede und Antwort zu den Projekten, die hier gemeinsam erarbeitet werden und die den Grundstock an technischem Verständnis, beispielsweise für eine spätere Beschäftigung im Maschinenbau, legen sollen.

 

Kein „heißer Stuhl“, sondern Sprungbrett zum perfekten Bewerbungsfoto: Bei Kosmetikerin und Stylistin Stefanie Stahl saßen den ganzen Tag über rund 25 Mädchen udn Jungs zum Abpudern und dezentem Make-Up, bevor es dann ebenfalls kostenlos vor die Linse von Fotograf Dirk Heinze ging, der wertvolle Tipps für den richtigen Ausdruck und eine offene Haltung geben konnte.

 

Adrienne Zwick versuchte ihr Glück am Aktionsrad der K&S Seniorenresidenz. Eigentlich war sie mit ihrem Sohn hier, um sich gemeinsam zu Lehrstellen als Koch oder Fleischer zu informieren, doch kurz bevor es – bepackt mit Informationsbroschüren – wieder nach Hause gehen sollte, packte sie nochmal die Spiellust un eine kleine Überraschung rundete den Besuch im BSZ und auf der Messe ab.

 

Der Gewinner oder die Gewinnerin des großen QR-Code-Gewinnspiels wird in den kommenden Tagen persönlich benachrichtigt und kann sich sein nagelneues Iphone8 dann im Haus der Presse in der Elbstraße 1-3 in Torgau abholen.

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