Mittwoch, 21. August 2019
Dienstag, 19. März 2019

MOCKREHNA

"Wir sind vorbereitet"

Dietmar Schneider.Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Strelln. Ortsvorsteher Dietmar Schneider sieht der anstehenden Sanierung der Ortsdurchfahrt gelassen entgegen.

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Wichtiger Meilenstein bei dem für Strelln nicht minder wichtigen Bauprojekt: Am 26. März bringt der Vergabeausschuss des Landkreises Nordsachsen in Eilenburg den Bau der Ortsdurchfahrt Strelln so richtig ins Rollen. Die im Raume stehenden knapp 1,5 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt bereiten dem Strellner Ortsvorsteher Dietmar Schneider keine Bauchschmerzen. Denn noch zum Jahreswechsel machte das Gerücht explodierender Baupreise die Runde.

Die nun vorliegende Bausumme sorgte bereits zur jüngsten Gemeinderatssitzung in Mockrehna für Erleichterung. Bürgermeister Peter Klepel atmete tief durch, dass eben trotz aller finanziellen Bedenken das Landratsamt tatsächlich ausgeschrieben habe. Bereits mehrfach hatte der Bürgermeister anklingen lassen, dass im kommunalen Haushalt jenem Bauvorhaben oberste Priorität eingeräumt worden sei. Immerhin ist die Gemeinde für Gehweg und Beleuchtung zuständig.

Durchatmen muss nun auch Ortsvorsteher Dietmar Schneider. Denn der erste Bauabschnitt wird deutlich länger andauern, als ursprünglich angenommen. Statt acht Monaten, wie noch im Sommer 2018 angekündigt, soll es nun bis zum 30. Juni 2020 gerichtet sein. Bei der ab 23. April anstehenden Vollsperrung sieht Schneider indes keine Probleme. „Wir sind vorbereitet“, sagte er im Gespräch mit der Torgauer Zeitung. Bei dem Treffen im Dorfgemeinschaftshaus zeigte sich auch, dass Schneiders Rückzug vom Rückzug als Ortsvorsteher vor eineinhalb Jahren goldrichtig war. „Mein Weggehen war in Ordnung. Mein Wiederkommen aber auch“, sagt der 64-Jährige. Mittlerweile sei es ein deutlich entspannteres Arbeiten im Ortschaftsrat. Er sei stets von Bedenken getrieben worden, die der nun anstehende Straßenbau in ihm verursacht habe. Denn Schneider ist auch Mitglied im Verein zur Betreibung einer Gemeinschaftsantennenanlage im Ort. Diese Interessengemeinschaft übernahm mit Gründung am 23. Januar 1986 in Eigenregie die Verkabelung des Ortes. Zwei Jahre später flimmerten die ersten Programme über Kabel in die TV-Geräte. Die damals in die Erde gebrachten Kabelstränge sollten beim Straßenbau möglichst nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Weil der Ausbau der Ortsdurchfahrt seit etlichen Jahren nun schon auf der Dringlichkeitsliste der Strellner ganz weit oben steht, ist die Erleichterung der Einwohner über den nahenden ersten Spatenstich verständlich. Allerdings sorgt der große kommunale Haushaltsposten für die Errichtung der Straßennebenanlagen auch dafür, dass im Ort Bedenken aufkeimen, für Strelln würde darüber hinaus nichts anderes mehr übrig bleiben. Dabei gibt es noch genügend Dinge. Angefangen beim Dorfgemeinschaftshaus, das noch im vergangenen Jahr mit einer halben Millionen Euro auf einer ausgereichten Investitionsliste der Gemeinde zu finden war. „Davon habe ich jetzt bis auf 30000 Euro nichts mehr im Haushaltsentwurf gefunden“, fühle sich nicht nur Schneider mitunter wie ein fünftes Rad am Mockrehnaer Wagen.

Ohnehin ist das Dorf allein schon aus seiner Geschichte heraus deutlich mehr mit Doberschütz verbandelt als mit Mockrehna. Um diesem Umstand zumindest ein wenig entgegenzuwirken, schlägt Schneider eine Art Globalbudget für die Mockrehnaer Ortsteile vor, über das die jeweiligen Ortschaftsräte selbst entscheiden. Bislang trifft dies nur auf den einen Euro zu, den Mockrehna den Ortsteilen pro Einwohner zukommen lässt.

Im Falle Strellns könnte das Geld in Abhängigkeit des Votums des Ortschaftsrats womöglich einer Spendenaktion zugute kommen, die der Sportverein angekurbelt hat. Ziel ist es, den öffentlichen Spielplatz im Ort aufzuwerten. Denn hier gebe es nach Ansicht der Initiatoren Investitionsbedarf. Gleiches sehe Schneider übrigens auch in Sachen Parkgestaltung.

Nicht zuletzt zeige das Beispiel des Nachbarn Schöna, dass Investitionen in öffentliche Kinderspielplätze gut angelegtes Geld seien. Man dürfe aber nicht immer nur dorthin schauen, wo Kindertagesstätten existieren, findet der Strellner Ortsvorsteher. Denn Strelln sei jung, sehr jung. Deswegen freut sich Dietmar Schneider auch über die Entscheidung der Teilnehmergemeinschaft des Flurneuordnungsverfahrens, dem ersten Bauabschnitt der Mockrehnaer Straße nun auch einen zweiten folgen zu lassen. Jener Weg – auch als Radweg künftig nutzbar – bietet die kürzeste Verbindung zwischen Strelln und Mockrehna. Dass es im Vorfeld der Entscheidung massiv Gegenstimmen gegeben habe, kann Schneider nicht nachvollziehen, zumal die vorgebrachten Argumente für ihn alles andere als überzeugend gewesen seien.


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